Kann die Muskelform durch Training beeinflusst werden?
Jeder
Muskeln kann mit den unterschiedlichsten Übungen trainiert werden. Übungen für den Bizeps sind zum Beispiel:
Konzentrationscurl/ Kurzhantelcurl/ Scottcurl/ Langhantelcurl/ Curls am Kabelzug etc.
Konzentrationscurl/ Kurzhantelcurl/ Scottcurl/ Langhantelcurl/ Curls am Kabelzug etc.
Jede
dieser Übungen fühlt sich beim Training etwas anders an. Da stellt sich
natürlich die Frage, ob durch diese unterschiedlichen Übungen die Form des
Bizepsmuskel beeinflusst wird?
- Kann ein Muskel in seiner
grundsätzlichen Form verändert werden?
- Kann durch Training aus einem kurzen
Bizeps ein längerer, oder aus einem langen Bizeps ein kürzerer gemacht werden?
- Nützt es etwas, indem man Übungen
für den „oberen Teil“ und Übungen für den „unteren Teil“ des Bizeps macht?
Grundsätzlich
haben verschiedene Übungen und Training keinen Einfluss auf die Muskelform.
Denn die Muskelform ist genetisch vorgegeben. Sie wird unter anderem bestimmt
durch die Länge der Sehnen. Und da der Muskel nur als Ganzes kontrahieren
kann, ist es unmöglich den „oberen“ oder „unteren“ Anteil isoliert zu formen.
Wir
haben mit dem Training keinen Einfluss auf unsere Anatomie, jedoch können wir
unsere Figur und unsere Proportionen formen. Denn durch das Trainieren der
Muskeln kann man deren Grösse (Dickenwachstum) verändern und man kann sie
straffen. Und die schön ausgeformten Muskeln geben unserem Körper eine Form.
Es
ist jedoch hinzuzufügen, dass es Körperpartien gibt, die gezielt geformt werden
können. Dies deshalb, weil sie aus mehreren Muskeln oder Muskelanteilen
bestehen, die man isoliert trainieren und ausformen kann. Ein solches Beispiel
ist der obere Rücken. Er besteht aus vielen verschiedenen Muskeln (z.B.
Kapuzenmuskel, Rautenmuskel, breiter Rückenmuskel). Und diese haben zum Teil
auch verschiedene Muskelanteile (z.B. der Kapuzenmuskel, der einen oberen,
einen mittleren und einen unteren Anteil besitzt).
Ebenso
verhält es sich bei der Schulter, die aus einem vorderen, einem mittleren und
einen hinteren Anteil besteht. Bei solchen Muskeln ist es sehr wichtig, dass
man auf ein ausgewogenes Training der verschiedenen Anteile achtet. Gerade bei
der Schulter, wird der hintere Anteil oft überhaupt nicht oder nur ansatzweise
trainiert. Daraus können, ausser einer verschobenen Optik, auch
Schulterprobleme wie z.B. Verspannungen entstehen.
Oder schauen wir uns einmal den Po an.
Ob dieser eine Apfelform oder eher eine Birnenform aufweist, können wir nicht
beeinflussen. Hingegen kann durch gezieltes Training der Gesässmuskulatur, die
Grösse (Kugelform) verändert und anschliessend gestrafft werden. Gerade bei
dieser Partie kann durch hartes
Training sehr viel ("geiler Arsch“) erreicht werden. Allerdings reichen
dafür ein paar halbherzige Aktionen auf der Gesässmaschine nicht aus. Um hier
eine Veränderung zu erzielen, müssen z.B. tiefe Kniebeugen oder Ausfallschritte
mit entsprechenden Gewichten durchgeführt werden.
Wenn die Form eines Muskels nicht
direkt beeinflusst werden kann, warum gibt es dann so viele verschieden Übungen
für ein und denselben Muskel?
Mittels
verschiedener Übungen kann man das Training interessanter und abwechslungsreicher
gestalten. Insbesondere bei Trainingsstagnation setzt man mit einer anderen
Übung neue Trainingsreize.
Zudem
haben viele Muskeln verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel der M. latissimus
dorsi (Breiter Rückenmuskel). Er führt den Arm zurück, senkt den erhobenen Arm
nach unten, führt den Arm zum Körper und hat eine innenrotierende Funktion.
Deshalb ist es sinnvoll diesen Muskel abwechslungsweise in allen seinen
Funktionen und mit verschiedenen Übungen zu trainieren.
Zum
anderen gibt es spezielle Trainingsmethoden, bei denen gezielt unterschiedliche Übungen für einen Muskel
angewendet werden. Ein Beispiel ist die so genannte POF-Methode. Bei dieser werden die Muskeln in
einer gedehnten, in einer konzentrierten und in einer mittleren Position
trainiert. Mehr dazu in einem anderen Blog.
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