Dienstag, 24. Juni 2014

(Grosse) Muskeln! 

Ich will Muskeln – Diese Aussage hört man in den Fitnessstudios eher selten. Die Leute wollen, nach ihren Zielen befragt, ihre Figur straffen, die Ausdauer verbessern, etwas für ihre Fitness tun, das Rückenproblem in den Griff kriegen oder abnehmen. Wenn man sie jedoch  anonym befragt, antworten viele (über 70 %): Ich will einen tollen Body! Das heisst, sie wollen ihre Figur verändern um besser auszusehen und dies möglichst schnell. Aber ja keine Muskeln und schon gar keine grossen, sichtbaren! Geht das? Kann man seine Figur verbessern ohne Muskeln?

Betrachten wir einmal den menschlichen Körper. Er besteht als Grundgerüst aus einem Skelett, den Knochen. Um die Knochen zusammenzuhalten braucht es Bänder. Damit sich die Knochen bewegen lassen, gibt es Gelenke. Und der Antrieb dazu sind die Muskeln. Damit diese Muskeln arbeiten können, müssen sie versorgt werden: Sie brauchen Sauerstoff und Energie. Dazu benötigt unser Körper einen ganzen Organismus. Das heisst dieser Organismus mit seinem Nerven-, Herz-Kreislauf-, Atmungs-, Verdauungs-, Hormon- und Immunsystem dient dazu unsere Muskeln zu bewegen. Oder anders gesagt, wenn wir keine Muskeln hätten, wäre unser ganze Organismus arbeitslos. Ohne Muskeln läuft also nichts!

Für die Aufrechterhaltung des Organismus wird natürlich Energie benötigt. Diese Energie bezieht der Körper direkt aus der Nahrung und wandelt sie in Zucker (Glukose) um. Damit aber auch in mageren Zeiten Energie zur Verfügung steht, bildet der Körper eine Reserve oder einen Notvorrat. Diese Reserve ist natürlich unser Fett. Fett hat aber die unangenehme Eigenschaft, dass es sich im Körper ablagert, wo es gerade will. Dies unter Umständen (bei umfangreicher Nahrungsaufnahme) in beachtlichem Ausmass. Dies führt dazu, dass die Muskeln praktisch komplett zugedeckt werden.

Wie gesagt, Fett ist nicht wählerisch bei seinen Lagerorten. Es gibt zwar Personen bei denen das Fett schön gleichmässig verteilt ist und deshalb noch Figur zeigen und haben. Bei den Meisten wird die Figur jedoch versteckt. Somit muss dieses verflixte Fett wenigsten zu einem Teil zuerst weg. Aber was wird dann evt. sichtbar? Vielleicht die Knochen? Ist das schöner? Oder anders gefragt: Was formt eigentlich den Körper?
Das Fett ist es nicht. Die Knochen auch nicht. Es bleiben nur noch die Muskeln. Muskeln geben durch ihre Anordnung, ihre Form und natürlich ihrer Grösse unserem Körper eine Figur oder wenn ihr so wollt, eine gute Figur.

Um diese Figur hervorzuholen müssen wir also Fett abbauen und Muskeln aufbauen. Damit wir Muskeln aufbauen können, reicht es jedoch nicht, ein bisschen die Fitness-geräte zu bewegen und halbherzig mit wenig Motivation ein paar Wiederholungen zu absolvieren. Diese Muskeln wollen und müssen richtig arbeiten! Und dies bei jedem Training etwas mehr.

Für diese Arbeit muss das Herz spürbar schneller schlagen und es entsteht Wärme. Dieser höhere Puls und die Wärme zeigen euch, dass sich etwas tut. Wenn ihr Muskeln aufbauen und damit eure Figur verbessern wollt, müsst ihr richtig auf Betriebs-Temperatur kommen und diese während dem ganzen Training beibehalten. Das erreicht ihr mit mehr Konzentration und höherer Intensität. Nach dem Training müsst ihr spüren, dass ihr was getan habt.

Leider ist diese höhere Intensität nur selten zu beobachten oder zu spüren. Und dies ist unter anderem der Grund, wieso viele Trainierende ihre Ziele (z.B. einen guten Body) nie erreichen! Dazu ein kurzes Beispiel: Wenn jemand während der Ausführung einer Übung (eines Satzes) noch in der Lage ist sich mit seinem (Geräte)-Nachbar über das Wetter oder sonst was zu unterhalten, ist die Intensität sehr, sehr gering. Oder anders gesagt: Dieser Satz hat überhaupt nichts gebracht!

Diese Grundregeln sind natürlich für alle gleich, Männer wie Frauen. Von den Frauen hört man jedoch sehr oft (eigentlich immer): Ich will aber auf keinen Fall grosse Muskeln! Aus diesem Grund trainieren sie dann mit kleineren Gewichten und fast ohne Intensität. Das Resultat: Keines, nada, nichts. Es passiert nichts. Dabei müssten gerade Frauen versuchen ihre Muskeln aufzubauen. So wird nämlich auch der Stoffwechsel erhöht und damit eher Fett verbrannt. Es passiert also alles, was zu einer besseren Figur führt. Vor grossen Muskeln muss frau dabei keine Angst haben, weil die Frauen schon aus genetischen und hormonellen Gründen nicht in der Lage sind, wirklich grosse Muskeln aufzubauen. (Mit ganz wenigen Ausnahmen, weniger als 5 Prozent)

Also ran an die Geräte und Hanteln, hebt die Gewichte, kommt ausser Atem und schwitzt tüchtig dabei! So garantieren wir euch eine Verbesserung eurer Figur und je nach Einsatz bis hin zum Wunschbody.

Montag, 16. Juni 2014

Wie viel Training soll es sein?

  • Wie lang soll ein Training sein
  • Wie oft muss ich mindestens trainieren
  • Reicht ein Training pro Woche
  • Wie lange soll ich zwischen 2 Trainings warten
  • Wie viele Sätze muss ich pro Übung machen
  • Wie viele Übungen soll ich pro Muskel machen
  • Welches ist die richtige Wiederholungszahl
Solche und ähnliche Fragen werden in Bezug auf das Training häufig gestellt. Die Antworten dazu füllen bereits mehrere Bücher und monatlich diverse Magazine rund um das Thema Fitness- und Krafttraining. Wenn man all diese Artikel liest oder auch nur überfliegt, könnte man schnell zu der Ansicht gelangen, Training sei etwas wahnsinnig kompliziertes. Ohne wissenschaftliche Methoden und Erforschungen läuft da gar nichts mehr. Oft wissen die Leser dann gar nicht mehr was richtig und was falsch ist, trainieren immer wieder nach neuen „Methoden“, oder werfen frustriert das Handtuch. Das muss nicht sein!

Denn eigentlich ist Training überhaupt nichts kompliziertes, sondern ein solides Handwerk, das ein gewisses Grundwissen erfordert. Dieses Grundwissen sollte den Trainierenden im SUN-Fitness bestens bekannt sein, denn es besteht vor allem aus den überaus wichtigen Grundlagen und Regeln, oder man sagt auch Trainingsprinzipien. Lasst uns diese Regeln kurz aufzählen:

  • Superkompensation
  • Steigende Belastung
  • S.A.I.D. (Spezifische Belastungen für spezifische Anpassungen)
  • Periodisierung
Aus diesen wenigen Prinzipien lassen sich praktisch alle Antworten zu obigen Fragen ableiten. Sie sind das Rüstzeug für jeden Trainingserfolg. Erklärt werden diese Prinzipien jeweils in unserem Kurs "TrainingsKnowHow" und sehr ausführlich sind sie in unserem Buch „Trainiere erfolgreich im SUN-Fitness“ dargestellt.

Denkt immer daran, wer sich nicht an den Trainingsgrundlagen orientiert, der trainiert nicht sondern der arbeitet. Und für diese Arbeit bekommt er wahrscheinlich nicht mal einen Lohn (Erfolg).


In diesem Sinne auf zu neuen Taten und viel Erfolg, 
denn Erfolg fördert die Motivation!

Dienstag, 10. Juni 2014

REFLEX – REAKTION

Unsere Reflexe und Reaktionen schützen uns vor Gefahren. Als Beispiel, wenn etwas schnell auf uns zukommt, sind wir in der Lage zu reagieren und auszuweichen. Instinktiv verhalten wir uns richtig. Bei einem drohenden Sturz z.B., gelingt es uns im, richtigen Moment festzuhalten.

Es gibt viele Arten von Reflexe. Grob unterscheiden wir unter dem:
- bedingter Reflex
Ein Reflex, der erlernt werden muss (z.B. bremsen, wenn ein Kind auf die Strasse springt)

- unbedingter Reflex
Ein angeborener Reflex, welcher nicht erlernt werden muss (z.B. sofortiges Zurückziehen der Hand beim Anfassen einer heissen Herdplatte)

Ein Reflex gehorcht dem Alles oder Nichts Prinzip. Er ist unwillkürlich, automatisch und er hat eine zweckgerichtete Schutzfunktion.

Nun können wir die Leistung unserer Reflexe und Reaktionen verstärken und beschleunigen. Durch Krafttraining verstärken wir nicht nur den Muskel sondern auch unsere Sehnen, Bänder und Knorpel. Über die Bänder und Sehnen werden die unbedingten Reflexe weitergeleitet. Daraus ersieht man, dass beim Training nicht nur der Körper gestärkt wird sondern automatisch auch die Reflexe verbessert werden. Wichtig dabei ist es das Trainieren der Beweglichkeit nicht auszulassen, denn dadurch halten wir die Sehnen und Bänder geschmeidig sowie auch flexibel.

Die bedingten Reflexe werden durch das Trainieren von Koordination und Gleichgewicht entwickelt und gefördert. Dazu eignet sich das Trainieren mit freien Gewichten und Kabelzügen, Übungen aus dem Functional Training, der Besuch von Groupfitness Lektionen, und auch das Thaiboxen.

Reflexe stecken in uns Allen!