Montag, 26. Oktober 2009

Thema der Woche 44

Gesund essen - trotz Stress und Zeitmangel
Wer kennt das nicht: Eigentlich will man sich gesünder ernähren…wenn nicht der tägliche Stress wäre, in dem alle guten Vorsätze untergehen.

Den ganzen Tag isst man sehr wenig oder nur ungesunde Sachen, nimmt sich keine Zeit fürs Essen, nascht stattdessen zwischendurch diverse süsse und fettige Sachen. Und wenn dann endlich Feierabend ist, gönnt man sich was Schönes.

Da holt man sich eben mal eine Tiefkühlpizza oder greift zu anderen diversen Fertigprodukten. Die wenige kostbare Zeit am Abend will man schliesslich nicht noch in der Küche mit Kochen verbringen…denken jedenfalls die meisten.

Mal ist eine Tiefkühlpizza vollkommen in Ordnung, aber nicht als Dauerlösung. Vor allem wenn man zu Übergewicht neigt, sollte man sich bei Tiefkühlpizzen zurückhalten, da sie viel Fett enthalten. Folgender Tipp: Eine Pizza kaufen, die nur mit Tomaten und Mozzarella belegt ist, am besten mit Dinkelteig, und diese mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse belegen. Oder man nimmt fertige Tomatensosse, schneidet ein paar frische Tomaten dazu und hat eine schnelle Sosse für Nudeln.

Je mehr künstliche Produkte man zu sich nimmt, desto mehr riskiert man, dass man auf die Inhaltsstoffe reagiert. Künstliche Produkte enthalten einfach zu viele E-Stoffe, die unsere Gesundheit dauerhaft schädigen. Zudem enthalten Fertigprodukte oft zu viel Salz und zu viel Fett. Das Geschmacksempfinden wird durch die Fertigprodukte so verändert, dass gesundes und selbstgekochtes Essen im Vergleich fade schmecken kann, weil die künstlichen Geschmacksverstärker fehlen.

Nicht alle Fertigprodukte sind ungesund und fett. Es gibt auch Nudelpfannen oder Wok-Gerichte, die man durchaus empfehlen kann. Man muss genau die Zutatenliste studieren. Je grösser und länger diese ist, desto ungesünder ist oft das Produkt. Und je weiter vorne eine Zutat steht, desto mehr ist sie im Produkt enthalten. Wenn an zweiter Stelle z.B. pflanzliches Öl steht, ist das Produkt oft zu fetthaltig. Das kann einem auch bei einem Gemüsegericht passieren, zum Beispiel bei fertigem Brokkoli mit Sahnesoße und Mandelsplittern. In 100 Gramm sind etwa 10 Gramm Fett enthalten. Als Beilage isst man 200 bis 300 Gramm, also 20 bis 30 Gramm Fett. Für Normalgewichtige werden aber nur 60 bis 80 Gramm Fett am Tag empfohlen - das heisst, allein mit dem Brokkoli ist die Hälfte verbraucht.

Eine Fertigpizza enthält sogar zwischen 60 und 80 Gramm Fett, also unter Umständen mehr, als für den ganzen Tag empfohlen wird. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten, mehr als 20 Gramm Fett für eine Hauptmahlzeit sollten es nicht sein.

Trotz wenig Zeit ist es möglich sich gesund zu ernähren. Planung ist alles. Am besten setzt man sich am Samstagmorgen in Ruhe mit einer Tasse Tee hin und überlegt, was man die Woche über vor hat, wie oft man zu Hause isst und was man dafür braucht. Die meisten Sachen kann man am Wochenende einkaufen, dann muss man während der Woche nur noch ein- bis zweimal los, um frische Zutaten zu besorgen. Wenn man jeden Abend planlos in den Supermarkt rennt, kostet das mehr Zeit. Am besten probiert man am Wochenende in Ruhe neue Gerichte aus, die man dann während der Woche schnell und routiniert zubereiten kann.

Zudem kann man sich auch schnell, gesund und einfach etwas zubereiten, wenn man Produkte aus der Tiefkühltruhe nimmt. Kauft am Wochenende Tiefkühlgemüse wie Brokkoli. Diesen kann man nach einem langen Arbeitstag bequem fertig geputzt und portioniert aus dem Tiefkühlfach holen, dann einfach dünsten, salzen, pfeffern, einen Esslöffel Frischkäse dazu. Nebenbei Kartoffeln kochen und schon ist das Abendessen fertig. Wer mag, brät sich Fleisch dazu an - auch das kann man übrigens problemlos einfrieren. Lieber frisch essen sollte man Nudeln, Kartoffeln, Wurst, Frischkäse, in Scheiben geschnittenen Käse, Spinat und Pilze - ansonsten darf alles tiefgekühlt werden.

Und was hilft gegen den Griff zur Süssigkeiten-Schublade im Büro?
Oft kommt der Heißhunger vormittags, bei Leuten, die nicht gefrühstückt haben. Der Grund: Über Nacht leeren sich die Energiespeicher. Um leistungsfähig zu sein, braucht man ein gesundes Frühstück. Gibt es das nicht, geht der Blutzuckerspiegel runter und Heißhunger entwickelt sich. Ein Frühstück ist also ein absolutes Muss für ein gesünderes Essverhalten.

Falls Ihr auf Arbeit einen Kühlschrank habt, so deponiert doch dort Käse, Joghurt und andere leckere Milchprodukte. So habt Ihr immer ein gesundes Znüni/Zvieri parat. Ihr müsst dann nicht in der Kantine/beim Bäcker Brötchen kaufen, die meistens sehr üppig und fetthaltig mit viel Margarine/Mayo und doppelt Käse oder Wurst belegt sind.

Leert Eure Süssigkeiten-Schublade und lagert dort stattdessen Dörrobst und Nüsse. Nehmt genügend Obst und Gemüse mit und nascht an diesem statt an Süssem.

Quelle: www.brigitte.de

Montag, 12. Oktober 2009

Thema der Woche 42

Möglichkeiten des Ausdauertrainings(Vor- und Nachteile)
Indoortraining / OutdoortrainingAusdauertraining kann in so genanntes In- und Outdoortraining unterschieden werden. Outdoortraining bezeichnet das Ausdauertraining in der freien Natur und mit Indoortraining ist das Ausdauertraining in einem geschlossenen Gebäude, in unserem Fall innerhalb einer Fitnessanlage gemeint.

Indoor stehen verschiedene Ausdauergeräte zur Verfügung, wie Laufband, Wave, Crosstrainer, Stepper, div. Bike’s und Rudergeräte. Dazu kommen Spinning und einige Kurse in der Aerobic, aber auch z.B das Seilspringen.
Outdoor sind die Möglichkeiten genauso vielfältig: Walking, Laufen, Bergwandern, Radfahren, Inlinen, Schwimmen, Langlaufen, Wandern, etc.

Bei der Auswahl der Geräte oder der Bewegungsart für das persönliche Training müssen verschiedene Kriterien berücksichtigt werden:

- Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
- Koordinative Voraussetzungen
- Individuelle Vorlieben

Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
Orthopädische Gesichtspunkte sollten berücksichtigt werden, damit bestehende Probleme am Bewegungsapparat nicht verstärkt werden. Damit sind z.B. Knieprobleme (evt. Operationen), Rückenprobleme (z.B. Bandscheibenvorfall), oder andere Verletzungen, aber auch zu hohes Körpergewicht gemeint.

Bestehende Risikofaktoren und Krankheiten müssen unter Umständen abgeklärt werden. Sie sind bei der Durchführung eines Ausdauertrainings und der Auswahl der Sportart zu berücksichtigen.

Koordinative Voraussetzungen
Bei bestimmten Ausdauersportarten wie z.B. Rad fahren oder Crosstrainer spielen gute koordinative Fähigkeiten weniger eine Rolle, sehr wohl aber beim Laufen, Inlineskaten, Rudern, Schwimmen und je nach technischer Ausführung beim Stepper. Eine gute Bewegungstechnik und somit ausreichend koordinative Fähigkeiten erlauben es, Bewegungen mit geringem Aufwand an Muskelkraft durchzuführen und damit energiesparend zu trainieren.

Ein hohes Niveau an koordinativen Fähigkeiten erlaubt ein rationelles Erlernen von sporttechnischen Fertigkeiten auch in anderen Bereichen, d.h. neue Bewegungen werden aufgrund der Bewegungserfahrung leichter gelernt.

Individuelle Vorlieben
Jeder und jede Trainierende hat bestimmte Vorlieben, wenn es um die Entscheidung für oder gegen einen Gerätetyp oder eine Ausdauersportart geht. Wichtig ist, dass mit der Zeit auch unterschiedliche Möglichkeiten und Angebote ausprobiert und kennen gelernt werden. Abwechslung fördert die Motivation und resultiert in vielfältigen Erfahrungen.

Viel Spass beim Training!

Montag, 5. Oktober 2009

Thema der Woche 41

Blähungen
Fast jeder Dritte leidet darunter, niemand spricht gern darüber, unangenehm sind sie trotzdem: Blähungen.Während gelegentliche Blähungen störend aber harmlos sind, kann die übermässige Produktion und Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt quälend werden, wenn die Gase nicht entweichen können und sich der Darm aufbläht wie ein Ballon. Woher die Blähungen kommen und was Sie dagegen tun können, versuchen wir an dieser Stelle für Sie zu beantworten.

Die Medizin bezeichnet die Aufblähung des Magens bzw. des Darms durch bei der Verdauung gebildete Gase (z.B. Methan, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und andere Gär- bzw. Faulgase) mit zum Teil reichlichem Abgang von Darmgasen (Winde) als Flatulenz (lat. flatus „Wind, Blähung“). Sitzen diese Darmgase fest und können nicht entweichen, kann es zu äußerst schmerzhaften Bauchkrämpfen bis hin zu Koliken kommen. Diese festsitzenden Blähungen werden als Blähsucht oder Meteorismus bezeichnet.

UrsachenBlähungen entstehen in erster Linie durch Verdauungsprozesse, an denen Darmbakterien und Enzyme beteiligt sind. Etwa 11 Liter Gase erzeugt der Darm pro Tag, die zunächst auf 2 Liter komprimiert und dann großteils über die Darmwand in den Blutkreislauf rückgeführt und ausgeatmet werden. Der Rest macht sich als Wind mehr oder weniger stark, in jedem Fall aber unrühmlich bemerkbar. im Durchschnitt hat der Mensch täglich ganze 15 bis 20 Mal eine Flatulenz und stößt dabei 500 bis 1500 Milliliter Gase aus. Die müssen aber nicht zwangläufig laut und übelriechend sein; viele verpuffen einfach ungehört und unbemerkt.

Grundsätzlich entstehen bei jedem Verdauungsvorgang Gase. Sie werden von Bakterien produziert, die all jene Speisen im Dickdarm zersetzen, die vorher im Verdauungstrakt nicht verdaut werden konnten. Kleine Mengen an Luft geraten außerdem beim Essen und Trinken ins Verdauungssystem. Wir verschlucken sie, wenn wir beim Essen viel reden, uns nicht die nötige Zeit lassen und unter Stress stehen. Bei hastigem Essen wird etwa doppelt so viel Luft mit heruntergeschluckt als normalerweise.
Das Auftreten einer Flatulenz wird natürlich vor allem durch die Ernährung bestimmt. Eine deutliche Steigerung der üblichen Gasproduktion kann z. B. durch Hülsenfrüchte bewirkt werden. Aber auch bei Milchallergie (Unverträglichkeit gegenüber Kuhmilcheiweiss), Histamin-Intoleranz und Lactoseintoleranz (Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker) kann es zu starker Flatulenz kommen. Auch Zöliakie, also die Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweis des Getreides) kann für übermässige Blähungen verantwortlich sein. Eine sichere Diagnostik kann in diesem Fall allerdings nur durch eine Dünndarmbiopsie erfolgen. Weitere Ursachen oder zumindest Verstärker der Flatulenz sind:

- Nikotin
- zu viel Kaffee
- frisches Brot
- übermäßiger Konsum von Alkohol (besonders Bier)

Gar nicht selten ist das Auftreten verstärkter Blähungen nach der Raucherentwöhnung. Nach langjährigem rauchen bedeutet der Wegfall gewisser (verdauungsfördernder) Rauchinhaltsstoffe eine ziemliche Umstellung für den Körper, die nicht selten mit Blähungen und Gewichtszunahme einhergeht. Nach Ansicht vieler Mediziner kann diese Umstellung bis zu einem Jahr nach Beendigung des Rauchens dauern. Kommen zu den Blähungen noch Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit oder ein verändertes Stuhlverhalten hinzu, so sollten die Ursachen mit einem Arzt abgeklärt werden. Es könnten Erkrankungen des Magen-Darmtraktes vorliegen: Reizmagen, Reizdarm, Magenschleimhautentzündung usw. Auch eine Besiedelung des Darms mit sogenannten Candida-Pilzen wäre denkbar.

Auslöser von Blähungen
Zwiebeln und Knoblauch, Kohl, Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen), unreifes Obst, Gurken und generell Rohkost, Schlagobers, Softeis, Eiskaltes und Fettes und Kaffee sind besonders blähungsfördernd. Zudem: Schweinefleisch, Milchzucker, Süßigkeiten, frisches Brot, Vollkornprodukte, all das sind Nahrungsmittel, die mehr Blähungen erzeugen können als andere.

Ballaststoffreiche Lebensmittel wirken vor allem zusammen mit zuckerhaltiger Nahrung sowie mit Obst und Fruchtsäften blähend. Manche Menschen reagieren grundsätzlich auf zuckerhaltige Nahrung mit Blähungen, bei manchen lösen Nahrungsmittelzusätze wie Sorbit (ein Zuckeraustauschstoff) Blähungen aus. Auch Fertiggerichte, Konservenkost oder stark kohlensäurehaltige Mineralwässer können ursächlich sein.

Was schafft Abhilfe?Erleichterung schaffen altbewährte Hausmittel wie Tees aus Kümmel, Fenchel, Melisse, Anis, Pfefferminze und auch Enzian. Äusserlich angewendet hilft Kümmelöl, das in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn auf den Bauch aufgetragen wird. Die Pharmaindustrie bietet sogenannte Entschäumer, die die vielen kleinen Gasbläschen im Verdauungsbrei auflösen, in Kapselform oder als so genannte Suspension an (z.B. Lefaxin® von Bayer). Luft und Darmgase können dadurch vom Körper aufgenommen werden und ihn auf natürlichem Weg verlassen. Der unangenehme Druck und das Spannungsgefühl im Bauch lassen nach. Die Wirkung ist rein physikalisch, der Wirkstoff selbst wird vom Körper nicht aufgenommen und unverändert wieder ausgeschieden.

Tipps:- Essen Sie vorwiegend Speisen, die leicht verdaulich sind. Zu viele Ballaststoffe, scharf gewürzte, zu süße oder zu fette Speisen sollten Sie ebenso meiden, wie zuviel rohes Gemüse. Besser ist blanchiertes oder gedünstetes Gemüse, das aber noch knackig sein darf.
- Langsames Essen und das gute Einspeicheln der Nahrung können Wunder wirken. Außerdem sollte gut gekaut werden.
- Hektisches Essen, Stress, Nervosität und seelische Belastungen - auch das bringt den Darm zum Rumoren.
- Regelmäßige Bewegung bringt auch den Darm in Schwung.
- Mahlzeiten und Stuhlgang sollten zu den gleichen Tageszeiten erfolgen, um der Verdauungstätigkeit eine tageszeitliche Rhythmik zu geben.
- Essen Sie nie zu spät. Am besten nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit vor 19 Uhr ein und verzichten am Abend auf schwere Gerichte, die Ihren Magen belasten.
- Bei Bauchschmerzen helfen Wärme (Thermofor, Warmbad) und eine leichte Bauchmassage.

Wenn Blähbauch und Völlegefühl, womöglich sogar Bauchkrämpfe oder Koliken unabhängig vom Essen bzw. auf leeren Magen auftreten oder auf Dauer alle Hausmittel gegen die Blähungen wirkungslos bleiben, so ist ein Arztbesuch dringend anzuraten.

Quelle: www.gesund.co.at