Montag, 5. Januar 2009

Thema der Woche 2

Brauchen wir Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate (KH) sind Treibstoffe
KH werden durch Verdauungs- und Stoffwechselprozesse so lange ab und umgebaut, bis daraus ein und dasselbe Endprodukt entsteht: Glukose, auch als Traubenzucker bezeichnet.

Das passiert mit allen verdaulichen KH aus der Nahrung. Mit solchen aus Kartoffeln, Vollkornprodukten, Nudeln genauso wie mit jenen aus Sportlerriegeln, Kuchen, Stärke oder Streuzucker. Ja sogar Milchzucker wird letztlich zu Glukose.

Unser zentrales Nervensystem, also Hirn- und Nervenzellen, sowie die roten Blut-körperchen sind im Prinzip auf den Treibstoff Glukose angewiesen. Um diese zucker-abhängigen Gewebe ausreichend mit Energie zu versorgen sind unter normalen Be-dingungen etwa 100 Gramm Glukose pro Tag nötig. Wir essen täglich weit mehr als 100 Gramm KH, diese Versorgung ist also sichergestellt.

Darüber hinaus werden erhebliche Energiemengen benötigt, um die wichtigsten Körper-funktionen aufrechterhalten zu können. Und natürlich verbraucht jegliche Art von Be-wegung Energie. Je intensiver die Muskeln arbeiten, desto mehr. Da er meist auf grosse Vorräte zurückgreifen kann, setzt der Organismus Glukose bzw. dessen Speicherform, das Glykogen, als energiereichen Treibstoff ein Zum Teil aber auch Fett bzw. dessen Bausteine, die Fettsäuren.

Doch die Körperzellen können Energie am schnellsten und effektivsten aus Glukose beziehen. Diese stellt quasi einen Supertreibstoff dar. Die Energiegewinnung aus Fett verläuft langsamer und ist bei körperlicher Aktivität weniger effizient, Deswegen sind intensiv arbeitende Muskelzellen von einer ausreichenden Kohlenhydratversorgung abhängig. Das ist der Hintergrund, warum Leistungssportler so viele Bananen und Nudeln – populäre Kohlenhydratträger – essen! Doch während Sportler auch einen entsprechend hohen Bedarf haben, liegt dies bei Büroangestellten und ähnlichen Berufen extrem niedrig. Trotzdem verzehrt der Durchschnittsbürger Kohlenhydrat-mengen, als wäre er Profisportler. Selbst bei einer Zufuhrmenge, die dem Bedarf entspricht, speichert der Organismus eine gewisse Menge KH in Form von Glykogen in den Muskel- und Leberzellen. Diese KH-Speicher des Menschen fassen im Schnitt insgesamt etwa 300 bis 400 Gramm.

Es geht auch ohne Kohlenhydrate

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