Fest- oder Fresstage?
Nur noch ein paar Tage und es ist heiliger Abend. Und am heiligen Abend, da beginnen einige schöne Feierlichkeiten und Festivitäten. Um diese Zeit so richtig geniessen zu können, haben die meisten Leute mehrere freie Tage. Freie Tage heisst faulenzen, schön essen und trinken, lang schlafen und sich ausgiebig erholen. Wenn man sich das alles so vorstellt, tönt es doch sehr verlockend. Aber wie sieht es in dieser Zeit mit unseren (Trainings)zielen aus? Wollten wir nicht unsere Figur verbessern, etwas abnehmen und das Herz-Kreislaufsystem nicht vernachlässigen? Von Trainingsbesuchszahlen aus früheren Jahren, wissen wir, dass die meisten in dieser Zeit nicht an ihren Zielen arbeiten. Zwar gibt es einen schönen Spruch, der heisst:
Man nimmt nicht zwischen Weihnacht und Neujahr zu
sondern zwischen Neujahr und Weihnachten!
Dieser Spruch stimmt so allerdings nur bedingt. Betrachten wir einmal wie viel Energie in dieser kurzen Zeit zugeführt wird. Was heisst hier kurze Zeit, nehmen wir ruhig den ganzen Monat Dezember:
Zuerst ist da mal der Klaustag. Überall Nüsse, kleine Schokoladen usw. Dann geht’s weiter mit diversen Einladungen und Geschäftsessen. Jetzt folgen die Weihnachts-Festtage und schliesslich Silvester und Neujahr. Das ganze wird begleitet durch reichlichen Alkoholgenuss und vergessen wir nicht die „Guetzli“!
Immer und überall Guetzli: Zu Hause, im Geschäft, bei Freunden, beim Einkauf und im Ausgang. So ein feines Weihnachtsguetzli kann man wirklich nicht verachten. Aber wie sieht es denn mit den Kalorien aus? Ein Guetzli schlägt durchschnittlich locker mit 50 Kalorien zu Buche. Wenn wir jetzt von täglich 20 Stück ausgehen (eher noch untertrieben), addiert sich das schnell auf 1000 Kilokalorien. 1000 Kilokalorien, die wir zusätzlich verfuttern. Manch einer (und eine) verdoppelt so, zusammen mit den üppigen Essen und dem Alkohol seine Energiezufuhr. Auf der anderen Seite ist jedoch der Energieverbrauch oft gleich Null. Geht irgendwie nicht auf! Und diese Ungleichung schlägt sich dann auf den Hüften, am Bauch oder sonst wo nieder.
Drei bis vier Kilo mehr Gewicht in nur einem Monat? – problemlos möglich!
In diesem Fall heisst dann der obige Spruch:
Man nimmt zwischen Weihnacht und Neujahr zu und braucht dann
die Zeit zwischen Neujahr und Weihnacht um wieder abzunehmen.
Nicht gerade ideal. Da gibt es doch viel bessere Lösungen. Fangen wir beim Essen an:
- Anstelle von einer oder zwei üppigen Mahlzeiten ist es sinnvoller vier- bis fünfmal etwas zu essen. Vor allem an Tagen wo z.B. abends ein Festessen wartet. So bleibt der Zuckerspiegel konstant und man hat kaum Heisshunger.
- Auf das Völlegefühl achten. Das heisst, nicht essen bis einem fast die Wampe platzt, sondern langsam essen, gut kauen und rechtzeitig aufhören.
- Einige „Guetzli“ auf einem Teller schön anrichten und diese geniessen. Besser als beim Vorbeigehen immer wieder zu naschen.
- Etwas Zurückhaltung beim Alkohol. Alkohol begünstigt zusammen mit energiereichen und fetten Mahlzeiten die Fetteinlagerung enorm.
Und was ist der zweite Teil der Lösung? Ihr habt es bestimmt erraten. Genau, möglichst viel bewegen und trainieren. Wer viel futtert, muss auch viel verbrauchen. Bis z.B. 1000 Mehrkalorien verbrannt sind, müsstet ihr mindestens zwei Stunden joggen oder 3 Stunden zügig gehen oder 4 Stunden spazieren.
Also besser etwas Zurückhaltung und das persönliche Training nicht vernachlässigen. Arbeitet auch in dieser Zeit fleissig an eueren Zielen. Nur wer regelmässig und unter Beachtung der Trainingsgrundlagen trainiert erreicht etwas und verbessert sich.
Bei uns im SUN-Fitness habt ihr dazu mannigfaltige Möglichkeiten. Die richtige Zeit um zu trainieren werdet ihr dank unserem Türöffnungssystem bestimmt auch finden. Erkundigt und besprecht das mit eueren Personalcoach’s und Trainern.
Trotz diesen Ermahnungen (nur gut gemeint), geniesst die Weihnachtszeit und erholt euch gut.
Schöne, besinnliche Festtage und viel Erfolg und gute Gesundheit im neuen Jahr, wünscht euch
Euer
SUN-Fitness Team
SUN-Fitness, das familiäre Fitnesscenter in Bürglen, im Herzen des Thurgaus, in der Nähe von Weinfelden. Hier fühlen sich sowohl Fitness- und Spitzensportler wie auch Senioren wohl. Eine ideale Umgebung um regelmässig an seinen Zielen zu arbeiten. Genauso wichtig für den Erfolg ist aber eine effiziente Betreuung. Diese garantiert unser bewährtes Betreuungskonzept und das kompetente Trainerteam. Wir vermitteln Freude und Spass am Sport!
Montag, 21. Dezember 2009
Montag, 14. Dezember 2009
Thema der Woche 51
Essstörung
Genauso wie bei übermässigem Nikotin- oder Alkohohlgenuss, kann auch Essen oder ein bestimmtes Essverhalten zur Sucht werden. Dabei können verschiedene Suchtverhalten oder Essstörungen entstehen. Hauptsächlich kann man folgende unterscheiden:
Magersucht (Anorexia nervosa):Führt nicht zu Übergewicht sondern im Gegenteil meistens zu Untergewicht (Magersucht) der betroffenen Personen. Magersüchtige essen sehr, sehr wenig oder manchmal tagelang gar nichts. Sie treiben oft zusätzlich exzessiv Sport und fühlen sich immer noch zu dick. Massive Mangelerscheinungen können auftreten. (Zu tiefe Zufuhr an Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen etc.)
Ess-Brechsucht (Bulimie):“Fress-Attacken“ mit anschliessendem Erbrechen zum Entleeren des Magens. Sehr oft mit Unterstützung von Medikamenten wie Abführpillen. Personen mit Bulimie weisen meist ein normales Körpergewicht auf.
Essanfälle ohne Erbrechen (Binge Eating Disorder):Betroffene Personen essen sehr, sehr grosse Portionen (Tausende von Kalorien). Da ein richtiges Sättigungsgefühl fehlt, hören sie erst auf, wenn der Bauch schmerzt. Im Gegensatz zur Bulimie erfolgen anschliessend keine Gegenmassnahmen (z.B. Erbrechen). Aus diesem Grunde findet man in dieser Gruppe sehr viele übergewichtige Personen.
Süsshunger:Süsshunger ist keine eigentliche Essstörung, kann sich aber zu einer richtigen Sucht entwickeln. Dabei wird immer wieder die Lust auf süsse, zuckerhaltige Lebensmittel geweckt. Diese Lust wird gestillt, oftmals durch eine ganze Tafel Schokolade, Kuchenstücke, Gummibärchen oder ähnlichem. Dieser Süsshunger führt oft dazu, das angestrebte Gewichtsreduktionen scheitern.
Da die erstgenannten Essstörungen oder Süchte wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating Disorder sehr speziell sind und zur Behandlung langwierige Therapien und Betreuung notwendig ist, gehen wir innerhalb diesem „Thema der Woche“ nicht weiter darauf ein. Wir konzentrieren uns auf das Thema Süsshunger.
Wie entsteht eine Sucht?Sucht entsteht oft aus einer Gewohnheit, durch längeren Entzug oder ein Verbot. Manchmal besteht auch eine bestimmte Veranlagung oder eine allgemeine Labilität.
Wie komme ich wieder davon los?Nur sehr schwer! Meist leidet man unter Entzugserscheinungen wie beim Versuch sich das Rauchen oder ähnliches abzugewöhnen. Eine Zeitlang geht’s und dann überfällt einem der Heisshunger oder eine unbändige Lust etwas Süsses zu essen. Es ist einfacher mit dem Rauchen aufzuhören, als eine Ess-Sucht zu loszuwerden. Eines der Hauptprobleme dabei ist: Essen muss man!
Absolutes Verbot von Süssigkeiten oder “Fettigkeiten“ hilft nicht. Besser ist, sich eine bestimmte Portion an Süssem zu erlauben. Die Kunst besteht jedoch darin, einen Weg zu finden, anschliessend nicht noch mehr zu wollen. Hier muss mit allen Tricks und Kniffs gearbeitet werden.
Wenn z.B. Süssigkeiten im Haushalt vorhanden sind, ist die Versuchung immer da. Und wenn man der Versuchung erst mal nachgegeben hat, gibt es kein Halten mehr. Dann wird der gute Vorsatz auf den nächsten Tag verschoben usw.
Tipps oder Lösungsmöglickeiten:
- Bewusst jeden Tag etwas Süsses frisch einkaufen (nur eine kleine Portion).
- Einer anderen Person (Partner) die Süssigkeiten zur Verwahrung geben.
- Alle 2 bis 3 Stunden vollwertige Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Gemüse konsumieren. Damit bleibt der Zuckerspiegel konstant und es gibt keine grossen Schwankungen, die den Heisshunger auslösen können.
- Keine Produkte mit Süssstoffen konsumieren. Bewirken ebenfalls Heiss- oder Süsshunger-Attacken.
- Ausgleiche schaffen oder Ablenkung erzeugen. z.B. mehr bewegen! Wir essen nicht zuviel, sondern bewegen uns für das, was wir essen, zu wenig!
- Ursachen und Probleme beseitigen und Lösungen dafür suchen. Stress, Nervosität, Depressionen, Unzufriedenheit etc.
Vorbeugen
Besser als von einer Sucht loszukommen, ist sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Einfacher gesagt als getan. Aber wenn man bedenkt, dass viele Gewohnheiten und speziell der Süsshunger bereits in der Kindheit (evt. schon im Säuglingsalter) entstehen, lohnt es sich dazu einige Gedanken zu machen und den Hebel frühzeitig anzusetzen. Denn so wie auf dem Bild…
….. darf es nicht sein!!!
Quelle: sueddeutsche.de
Genauso wie bei übermässigem Nikotin- oder Alkohohlgenuss, kann auch Essen oder ein bestimmtes Essverhalten zur Sucht werden. Dabei können verschiedene Suchtverhalten oder Essstörungen entstehen. Hauptsächlich kann man folgende unterscheiden:
Magersucht (Anorexia nervosa):Führt nicht zu Übergewicht sondern im Gegenteil meistens zu Untergewicht (Magersucht) der betroffenen Personen. Magersüchtige essen sehr, sehr wenig oder manchmal tagelang gar nichts. Sie treiben oft zusätzlich exzessiv Sport und fühlen sich immer noch zu dick. Massive Mangelerscheinungen können auftreten. (Zu tiefe Zufuhr an Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen etc.)
Ess-Brechsucht (Bulimie):“Fress-Attacken“ mit anschliessendem Erbrechen zum Entleeren des Magens. Sehr oft mit Unterstützung von Medikamenten wie Abführpillen. Personen mit Bulimie weisen meist ein normales Körpergewicht auf.
Essanfälle ohne Erbrechen (Binge Eating Disorder):Betroffene Personen essen sehr, sehr grosse Portionen (Tausende von Kalorien). Da ein richtiges Sättigungsgefühl fehlt, hören sie erst auf, wenn der Bauch schmerzt. Im Gegensatz zur Bulimie erfolgen anschliessend keine Gegenmassnahmen (z.B. Erbrechen). Aus diesem Grunde findet man in dieser Gruppe sehr viele übergewichtige Personen.
Süsshunger:Süsshunger ist keine eigentliche Essstörung, kann sich aber zu einer richtigen Sucht entwickeln. Dabei wird immer wieder die Lust auf süsse, zuckerhaltige Lebensmittel geweckt. Diese Lust wird gestillt, oftmals durch eine ganze Tafel Schokolade, Kuchenstücke, Gummibärchen oder ähnlichem. Dieser Süsshunger führt oft dazu, das angestrebte Gewichtsreduktionen scheitern.
Da die erstgenannten Essstörungen oder Süchte wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating Disorder sehr speziell sind und zur Behandlung langwierige Therapien und Betreuung notwendig ist, gehen wir innerhalb diesem „Thema der Woche“ nicht weiter darauf ein. Wir konzentrieren uns auf das Thema Süsshunger.
Wie entsteht eine Sucht?Sucht entsteht oft aus einer Gewohnheit, durch längeren Entzug oder ein Verbot. Manchmal besteht auch eine bestimmte Veranlagung oder eine allgemeine Labilität.
Wie komme ich wieder davon los?Nur sehr schwer! Meist leidet man unter Entzugserscheinungen wie beim Versuch sich das Rauchen oder ähnliches abzugewöhnen. Eine Zeitlang geht’s und dann überfällt einem der Heisshunger oder eine unbändige Lust etwas Süsses zu essen. Es ist einfacher mit dem Rauchen aufzuhören, als eine Ess-Sucht zu loszuwerden. Eines der Hauptprobleme dabei ist: Essen muss man!
Absolutes Verbot von Süssigkeiten oder “Fettigkeiten“ hilft nicht. Besser ist, sich eine bestimmte Portion an Süssem zu erlauben. Die Kunst besteht jedoch darin, einen Weg zu finden, anschliessend nicht noch mehr zu wollen. Hier muss mit allen Tricks und Kniffs gearbeitet werden.
Wenn z.B. Süssigkeiten im Haushalt vorhanden sind, ist die Versuchung immer da. Und wenn man der Versuchung erst mal nachgegeben hat, gibt es kein Halten mehr. Dann wird der gute Vorsatz auf den nächsten Tag verschoben usw.
Tipps oder Lösungsmöglickeiten:
- Bewusst jeden Tag etwas Süsses frisch einkaufen (nur eine kleine Portion).
- Einer anderen Person (Partner) die Süssigkeiten zur Verwahrung geben.
- Alle 2 bis 3 Stunden vollwertige Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Gemüse konsumieren. Damit bleibt der Zuckerspiegel konstant und es gibt keine grossen Schwankungen, die den Heisshunger auslösen können.
- Keine Produkte mit Süssstoffen konsumieren. Bewirken ebenfalls Heiss- oder Süsshunger-Attacken.
- Ausgleiche schaffen oder Ablenkung erzeugen. z.B. mehr bewegen! Wir essen nicht zuviel, sondern bewegen uns für das, was wir essen, zu wenig!
- Ursachen und Probleme beseitigen und Lösungen dafür suchen. Stress, Nervosität, Depressionen, Unzufriedenheit etc.
Vorbeugen
Besser als von einer Sucht loszukommen, ist sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Einfacher gesagt als getan. Aber wenn man bedenkt, dass viele Gewohnheiten und speziell der Süsshunger bereits in der Kindheit (evt. schon im Säuglingsalter) entstehen, lohnt es sich dazu einige Gedanken zu machen und den Hebel frühzeitig anzusetzen. Denn so wie auf dem Bild…
….. darf es nicht sein!!!
Quelle: sueddeutsche.de
Montag, 7. Dezember 2009
Thema der Woche 50
Trainieren mit Verletzungen?
Ein gesunder Körper ist wahrscheinlich das wertvollste Gut, dass man besitzen kann. Gesundheit und verletzungsfrei zu sein wird jedoch oft zu wenig geschätzt. Es ist einfach selbstverständlich. Erst, wenn man eine Verletzung erleidet, merkt man, wie eingeschränkt und oftmals hilflos man plötzlich ist.
Eine Verletzung bedeutet meist, der Körper kann nicht mehr in seinem üblichen Funktionsumfang gebraucht werden. Aber müssen dann auch sämtliche (sportlichen) Aktivitäten unterbrochen werden? Muss der gesamte Körper pausieren?
Vielfach ist das die Empfehlung oder sogar das Gebot des behandelnden Arztes. Ich masse mir auch gar nicht an, diese Order zu hinterfragen und behaupte hier keinesfalls, dass der Rat des Arztes ignoriert werden soll. Aber wenn man sich verletzt hat, ist die Zeit gekommen, in der man beim Training Erfindungsgeist zeigen, Fragen stellen und verschiedene Trainingsmethoden und/ oder Übungen ausprobieren sollte.
Nachdem man sich eine Verletzung zugezogen hat, wird in der Regel sofort empfohlen, zusätzlich zu den medizinischen und evt. therapeutischen Massnahmen, eine längere Ruhephase einzulegen. Das heisst, kein spezifisches Training. Ohne weiteres Training, ist es jedoch naheliegend, dass die ganzen, bisher erzielten Trainingsfortschritte, wieder verloren gehen, oder zumindest stark reduziert werden. Das muss nicht sein!
Eine Ruhephase bedeutet, keine Aktivitäten zu unternehmen, die den Schmerz in dem verletzten Körperbereich verstärken. Stattdessen soll man sich auf ein Rehabilitations- und Trainingsprogramm, das den Heilungsprozess fördert, den Schmerz verringert und den körperlichen Bewegungsbereich verbessert, konzentrieren. Dadurch sollen weitere Verletzungen vermieden werden und - am wichtigsten - der Rest des Körpers soll in Form bleiben.
Eine Möglichkeit dafür besteht darin, sich auf Muskelgruppen zu konzentrieren, die nicht direkt von der Verletzung betroffen sind. Sollte eine Schulter das Problem sein, dann nutzte die Zeit und Energie, um Oberschenkel vorn und hinten, Waden, Bauchmuskeln, sowie den unteren Rücken zu trainieren. Konzentriere dich auf Übungen, die die Schulter nicht schmerzhaft strapazieren. Es ist ausserdem eine gute Gelegenheit, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen und mehr Ausdauertraining zu absolvieren. Falls du meinst, die Muskeln würden dahinschwinden, wenn du leichtes und lang andauerndes Ausdauertraining betreibst, dann versuche es mal mit Intervalltraining, um die anabolen Hormone zu stimulieren und den Fettabbau auszulösen.
Sollte z.B. eine Beinregion von einer Verletzung betroffen sein, dann konzentriere dich auf deinen Oberkörper und mach Übungen für deine Brust-, die Rücken-, die Schulter- und deine Armmuskeln. Falls die Verletzung es zulässt, natürlich auch den Bauch und den unteren Rücken. Ich habe schon oft Trainierende gesehen, die mit den Krücken von Gerät zu Gerät gehumpelt sind. Du musst es nur wollen!
Einige andere Methoden, die du bei Verletzungen anwenden kannst:
-Trainiere mit leichten Gewichten
-Verringere das Trainingspensum
-Ändere den Bewegungsbereich (auf einen scherzfreien Bereich verkürzen)
-Verändere den Winkel, aus dem du die Gewichte hebst
(Kurzhanteln verwenden oder durch unterschiedliche Hand- und Fussstellungen)
Versuche es auch mal mit Übungen, die du normalerweise nicht absolvierst und die den Schmerz in dem verletzten Körperbereich nicht verschlimmern. Ein Training mit hoher Wiederholungszahl (20 bis 100) und mit ultraleichten Gewichten ist äusserst anspruchsvoll. Oft werden dadurch die Gelenke nicht so sehr strapaziert, wie mit sieben bis zwölf schweren Wiederholungen.
Die verordnete Therapie oder das Rehabilitationsprogramm solltest du als Training betrachten. In den Anfangsphasen werden oft Behandlungsmethoden wie Ultraschall, elektrische Stimulation, Eis- und/oder Wärmebehandlungen, sowie Übungen für den Bewegungsbereich (Gelenkigkeit) angewandt. Aber auch manuelle Therapietechniken wie Gelenkaktivierung, die Mobilisierung des Weichgewebes und therapeutische Übungen sollten schrittweise miteinbezogen und gesteigert werden. Nachdem die akute Phase deiner Verletzung vorbei ist und die Symptome anfangen nachzulassen, sollte der therapeutische Übungsabschnitt deines Reha-Progammes auf jeden Fall intensiviert werden.
In den letzten Phasen des Reha-Programmes solltest du damit beginnen, dein ursprüngliches Trainingsprogramm einzubeziehen - vielleicht mit einigen Veränderungen, so dass du dich nicht erneut verletzt. Die Reha-Übungen können als Teil deines Trainingsprogramms absolviert werden. Einige dieser Übungen sollten auch nach der Ausheilung der Verletzung weiterhin praktiziert werden, falls muskuläres Ungleichgewicht oder Probleme hinsichtlich der Gelenkigkeit auftreten und um zu gewährleisten, dass die Verletzung nicht wieder auftritt.
Abschliessend zu bemerken ist, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen liegt, wie schnell und gut eine Verletzung ausheilt und ob die notwendigen Massnahmen befolgt werden. Ein weiterführendes Training und regelmässige Bewegung können dabei den Heilungsprozess der verletzten Körperregion fördern und aktiv beschleunigen.
Die Trainer(-innen) des SUN-Fitness unterstützen dich bei den verschiedenen Massnahmen und stehen dir innerhalb unseres Betreuungskonzeptes für Fragen gerne zur Verfügung.
Auszüge im Text von Guillermo Escalante aus der Sportrevue 12/09
Ein gesunder Körper ist wahrscheinlich das wertvollste Gut, dass man besitzen kann. Gesundheit und verletzungsfrei zu sein wird jedoch oft zu wenig geschätzt. Es ist einfach selbstverständlich. Erst, wenn man eine Verletzung erleidet, merkt man, wie eingeschränkt und oftmals hilflos man plötzlich ist.
Eine Verletzung bedeutet meist, der Körper kann nicht mehr in seinem üblichen Funktionsumfang gebraucht werden. Aber müssen dann auch sämtliche (sportlichen) Aktivitäten unterbrochen werden? Muss der gesamte Körper pausieren?
Vielfach ist das die Empfehlung oder sogar das Gebot des behandelnden Arztes. Ich masse mir auch gar nicht an, diese Order zu hinterfragen und behaupte hier keinesfalls, dass der Rat des Arztes ignoriert werden soll. Aber wenn man sich verletzt hat, ist die Zeit gekommen, in der man beim Training Erfindungsgeist zeigen, Fragen stellen und verschiedene Trainingsmethoden und/ oder Übungen ausprobieren sollte.
Nachdem man sich eine Verletzung zugezogen hat, wird in der Regel sofort empfohlen, zusätzlich zu den medizinischen und evt. therapeutischen Massnahmen, eine längere Ruhephase einzulegen. Das heisst, kein spezifisches Training. Ohne weiteres Training, ist es jedoch naheliegend, dass die ganzen, bisher erzielten Trainingsfortschritte, wieder verloren gehen, oder zumindest stark reduziert werden. Das muss nicht sein!
Eine Ruhephase bedeutet, keine Aktivitäten zu unternehmen, die den Schmerz in dem verletzten Körperbereich verstärken. Stattdessen soll man sich auf ein Rehabilitations- und Trainingsprogramm, das den Heilungsprozess fördert, den Schmerz verringert und den körperlichen Bewegungsbereich verbessert, konzentrieren. Dadurch sollen weitere Verletzungen vermieden werden und - am wichtigsten - der Rest des Körpers soll in Form bleiben.
Eine Möglichkeit dafür besteht darin, sich auf Muskelgruppen zu konzentrieren, die nicht direkt von der Verletzung betroffen sind. Sollte eine Schulter das Problem sein, dann nutzte die Zeit und Energie, um Oberschenkel vorn und hinten, Waden, Bauchmuskeln, sowie den unteren Rücken zu trainieren. Konzentriere dich auf Übungen, die die Schulter nicht schmerzhaft strapazieren. Es ist ausserdem eine gute Gelegenheit, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen und mehr Ausdauertraining zu absolvieren. Falls du meinst, die Muskeln würden dahinschwinden, wenn du leichtes und lang andauerndes Ausdauertraining betreibst, dann versuche es mal mit Intervalltraining, um die anabolen Hormone zu stimulieren und den Fettabbau auszulösen.
Sollte z.B. eine Beinregion von einer Verletzung betroffen sein, dann konzentriere dich auf deinen Oberkörper und mach Übungen für deine Brust-, die Rücken-, die Schulter- und deine Armmuskeln. Falls die Verletzung es zulässt, natürlich auch den Bauch und den unteren Rücken. Ich habe schon oft Trainierende gesehen, die mit den Krücken von Gerät zu Gerät gehumpelt sind. Du musst es nur wollen!
Einige andere Methoden, die du bei Verletzungen anwenden kannst:
-Trainiere mit leichten Gewichten
-Verringere das Trainingspensum
-Ändere den Bewegungsbereich (auf einen scherzfreien Bereich verkürzen)
-Verändere den Winkel, aus dem du die Gewichte hebst
(Kurzhanteln verwenden oder durch unterschiedliche Hand- und Fussstellungen)
Versuche es auch mal mit Übungen, die du normalerweise nicht absolvierst und die den Schmerz in dem verletzten Körperbereich nicht verschlimmern. Ein Training mit hoher Wiederholungszahl (20 bis 100) und mit ultraleichten Gewichten ist äusserst anspruchsvoll. Oft werden dadurch die Gelenke nicht so sehr strapaziert, wie mit sieben bis zwölf schweren Wiederholungen.
Die verordnete Therapie oder das Rehabilitationsprogramm solltest du als Training betrachten. In den Anfangsphasen werden oft Behandlungsmethoden wie Ultraschall, elektrische Stimulation, Eis- und/oder Wärmebehandlungen, sowie Übungen für den Bewegungsbereich (Gelenkigkeit) angewandt. Aber auch manuelle Therapietechniken wie Gelenkaktivierung, die Mobilisierung des Weichgewebes und therapeutische Übungen sollten schrittweise miteinbezogen und gesteigert werden. Nachdem die akute Phase deiner Verletzung vorbei ist und die Symptome anfangen nachzulassen, sollte der therapeutische Übungsabschnitt deines Reha-Progammes auf jeden Fall intensiviert werden.
In den letzten Phasen des Reha-Programmes solltest du damit beginnen, dein ursprüngliches Trainingsprogramm einzubeziehen - vielleicht mit einigen Veränderungen, so dass du dich nicht erneut verletzt. Die Reha-Übungen können als Teil deines Trainingsprogramms absolviert werden. Einige dieser Übungen sollten auch nach der Ausheilung der Verletzung weiterhin praktiziert werden, falls muskuläres Ungleichgewicht oder Probleme hinsichtlich der Gelenkigkeit auftreten und um zu gewährleisten, dass die Verletzung nicht wieder auftritt.
Abschliessend zu bemerken ist, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen liegt, wie schnell und gut eine Verletzung ausheilt und ob die notwendigen Massnahmen befolgt werden. Ein weiterführendes Training und regelmässige Bewegung können dabei den Heilungsprozess der verletzten Körperregion fördern und aktiv beschleunigen.
Die Trainer(-innen) des SUN-Fitness unterstützen dich bei den verschiedenen Massnahmen und stehen dir innerhalb unseres Betreuungskonzeptes für Fragen gerne zur Verfügung.
Auszüge im Text von Guillermo Escalante aus der Sportrevue 12/09
Dienstag, 1. Dezember 2009
Thema der Woche 49
Differenziertes Bauchmuskeltraining
Hüftbeuger-Ausschaltung
Beim differenzierten Bauchmuskeltraining macht es Sinn, ein breites Sortiment an Bauchmuskelübungen einzusetzen, bei denen jegliche dynamische und auch weitgehend statische Hüftbeugeraktivität unterbunden ist. Ein explizites differenziertes Hüftbeugertraining ist ebenfalls wichtig; eine der hierfür geeigneten Übungen ist das Beinheben am Hüftpendel. Bauch-/Hüftbeuger-Schlingenübungen stellen schliesslich äusserst umsetzungsstarke Kraftübungen dar, jedoch bedürfen sie einer ausreichenden Bauchmuskelkraft und einer guten Koordination, damit keine ungünstigen Belastungen beim Übenden entstehen.
Nun haben alle Hüftbeuger ihren Ansatz am Bein. Hohe dynamische Hüftbeugeraktion finden wie demnach bei Beinhebeübungen, z.B. am Beinheber-Gerät, am Reck frei hängend oder beim Leg-raise sowie bei Übungen wie den Sit-ups. Um nun dynamische Hüftbeugeraktivitäten beim Bauchtraining zu unterbinden, sind lediglich zwei einfache regeln zu befolgen: Erstens dürfen keinerlei Bewegung im Hüftgelenk erfolgen. Zweitens muss in der konzentrischen Phase auf die Kyphosierung der BWS und LWS geachtet werden, d.h. also einrollen statt geradem aufrichten ist Pflicht!
Bleibt die Frage der statischen Hüftbeugeraktivität. Jegliche statische Hüftbeugeraktivität lässt sich verhindern, wenn man gemäss dem mechanischen Grundprinzip „Actio = Reactio“ die Hüftbeuger über ihre Fixpunkte am Bein den vollen Zug nicht übertragen können. Dieses Prinzip sei an folgendem Beispiel erläutert:
Sind also beim Bauchtraining Ihre Füsse z.B. mit einer Fussrolle oder die Oberschenkel mit einem Gurt fixiert, so können Ihre Hüftbeuger die volle Zugkraft über das Bein auf die Rolle/Gurt übertragen. Sind die Beine jedoch nicht fixiert, kann keine Kraft übertragen werden. Maximal kann dann nur noch gegen das reine Beingewicht gezogen werden, dann wäre die Hüftbeugerkraft grösser, würde sich das Bein sofort bewegen, die Hüfte beugen, und bei den freien Übungen würde der Übende schliesslich das Gleichgewicht verlieren.
Eine andere Methode, mit der jeglicher Hüftbeugerzug verhindert werden kann, benutzt das Prinzip der antagonistischen Hemmung. Demnach kommt es bei Kontraktion eines Muskels zur reflektorischen Entspannung seines Antagonisten. Aktiviert man beim Bauchtraining gezielt die Hüftstrecker (Gesäss oder hintere Oberschenkel), so werden die antagonistischen Hüftbeuger reflektorisch entspannt. Dies lässt sich sehr einfach über eine Beinfixierung mittels Fersenzug gegen eine Strebe (Zug über hinter Oberschenkelmuskulatur) oder über Fersendruck auf den Boden (Zug über die Gesässmuskulatur) realisieren.
Beim dynamischen Training des geraden Bauchmuskels muss natürlich u.a. die obere LWS flektiert werden, was auch eine Verkürzung der oberen Fasern des Hüftbeugers (Psoas) bedeutet. Wegen der reflektorischen Entspannung bzw. aufgrund der fehlenden Zugmöglichkeit kann er jedoch keine oder nur sehr geringe mechanische Arbeit leisten; die Bauchmuskulatur muss somit die Hauptarbeit erbringen und kann dabei auch noch über die volle Amplitude beübt werden.
Quelle: Buch „Differenziertes Krafttraining“, Axel Gottlob
Hüftbeuger-Ausschaltung
Beim differenzierten Bauchmuskeltraining macht es Sinn, ein breites Sortiment an Bauchmuskelübungen einzusetzen, bei denen jegliche dynamische und auch weitgehend statische Hüftbeugeraktivität unterbunden ist. Ein explizites differenziertes Hüftbeugertraining ist ebenfalls wichtig; eine der hierfür geeigneten Übungen ist das Beinheben am Hüftpendel. Bauch-/Hüftbeuger-Schlingenübungen stellen schliesslich äusserst umsetzungsstarke Kraftübungen dar, jedoch bedürfen sie einer ausreichenden Bauchmuskelkraft und einer guten Koordination, damit keine ungünstigen Belastungen beim Übenden entstehen.
Nun haben alle Hüftbeuger ihren Ansatz am Bein. Hohe dynamische Hüftbeugeraktion finden wie demnach bei Beinhebeübungen, z.B. am Beinheber-Gerät, am Reck frei hängend oder beim Leg-raise sowie bei Übungen wie den Sit-ups. Um nun dynamische Hüftbeugeraktivitäten beim Bauchtraining zu unterbinden, sind lediglich zwei einfache regeln zu befolgen: Erstens dürfen keinerlei Bewegung im Hüftgelenk erfolgen. Zweitens muss in der konzentrischen Phase auf die Kyphosierung der BWS und LWS geachtet werden, d.h. also einrollen statt geradem aufrichten ist Pflicht!
Bleibt die Frage der statischen Hüftbeugeraktivität. Jegliche statische Hüftbeugeraktivität lässt sich verhindern, wenn man gemäss dem mechanischen Grundprinzip „Actio = Reactio“ die Hüftbeuger über ihre Fixpunkte am Bein den vollen Zug nicht übertragen können. Dieses Prinzip sei an folgendem Beispiel erläutert:
Sind also beim Bauchtraining Ihre Füsse z.B. mit einer Fussrolle oder die Oberschenkel mit einem Gurt fixiert, so können Ihre Hüftbeuger die volle Zugkraft über das Bein auf die Rolle/Gurt übertragen. Sind die Beine jedoch nicht fixiert, kann keine Kraft übertragen werden. Maximal kann dann nur noch gegen das reine Beingewicht gezogen werden, dann wäre die Hüftbeugerkraft grösser, würde sich das Bein sofort bewegen, die Hüfte beugen, und bei den freien Übungen würde der Übende schliesslich das Gleichgewicht verlieren.
Eine andere Methode, mit der jeglicher Hüftbeugerzug verhindert werden kann, benutzt das Prinzip der antagonistischen Hemmung. Demnach kommt es bei Kontraktion eines Muskels zur reflektorischen Entspannung seines Antagonisten. Aktiviert man beim Bauchtraining gezielt die Hüftstrecker (Gesäss oder hintere Oberschenkel), so werden die antagonistischen Hüftbeuger reflektorisch entspannt. Dies lässt sich sehr einfach über eine Beinfixierung mittels Fersenzug gegen eine Strebe (Zug über hinter Oberschenkelmuskulatur) oder über Fersendruck auf den Boden (Zug über die Gesässmuskulatur) realisieren.
Beim dynamischen Training des geraden Bauchmuskels muss natürlich u.a. die obere LWS flektiert werden, was auch eine Verkürzung der oberen Fasern des Hüftbeugers (Psoas) bedeutet. Wegen der reflektorischen Entspannung bzw. aufgrund der fehlenden Zugmöglichkeit kann er jedoch keine oder nur sehr geringe mechanische Arbeit leisten; die Bauchmuskulatur muss somit die Hauptarbeit erbringen und kann dabei auch noch über die volle Amplitude beübt werden.
Quelle: Buch „Differenziertes Krafttraining“, Axel Gottlob
Montag, 23. November 2009
Thema der Woche 48
Die Füsse – Ausdruck des Lebensprinzips Bewegung
Mit den Füssen bewegen wir uns durchs Leben. Auf eigenen Beinen zu stehen und selbständig die ersten Schritte zu machen, ist wohl für jeden Menschen eine ganz bedeutende Entwicklungsphase.
Die Füsse spiegeln auch die energetische Verbindung zur Erde, die Erdung, die Verwurzelung wider. Ein Mensch, der fest auf seinen beiden Beinen steht, ist durch nichts leicht erschütterbar.
Der Fuss ist ein ganz besonderer Körperteil. Er ist der einzige Körperteil mit einer derart hohen Konzentration an Gelenken: 26 Knochen und 31 Gelenke ermöglichen eine extreme Bewegungsmöglichkeit. Die meisten dieser Gelenke bewegen sich in drei Raumrichtungen. Für jede Bewegung gibt es einen Muskel für die Hin- und einen für die Rückbewegung. Die Fusssohle vollführt somit Hunderte von Bewegungen.
Unsere Füsse haben sogar die Evolution des Menschen angeführt. Lange glaubten die Wissenschaftler, dass das Gehirn das wesentliche Merkmal sei, mit dem sich aus den Affen Menschen entwickelten. Erst im 20. Jahrhundert erkannten sie anhand früherer Menschenknochen, dass in Wirklichkeit die Füsse sich zuerst entwickelt hatten: spätestens vor knapp vier Millionen Jahren.
Als Zweibeiner steht der Mensch, wenn er auf seinen Füssen steht, in einem Gleichgewicht, dass ständig ausbalanciert werden muss. Und genau das ist Aufgabe der Fusssohle. Funktioniert diese nicht - fällt man auf die Nase.
Die Fusssohle ist auch eine Spiegelung sämtlicher Aktivitäten des restlichen Körpers. Wenn die Fusssohle eingeschränkt ist, sind auch sämtliche zugehörige Funktionen im restlichen Körper entsprechend eingeschränkt. Eine Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen oberhalb des Sprunggelenkes können auf eine eingeschränkte Fusssohle zurückgeführt werden.
Der moderne Mensch lässt seine Fusssohle sträflich verkümmern. Noch bevor der Mensch Laufen kann, werden bereits im Krabbelalter Schuhe und Strümpfe angezogen. Naturvölker sind mit ihren Zehen genauso geschickt, wie mit den Fingern. Naturvölker ziehen auch keine Schuhe an, obwohl sie in der Lage sind, auch diese herzustellen. Sie sind bloss nicht dumm genug dazu.
Mit dem Tragen von Schuhen wird verhindert, dass die Fussaktivität sich entwickelt. Das, was an Fähigkeiten vorhanden ist, wird mit jedem Tag weniger. Irgendwann ist der Fuss derart verkümmert, dass ohne Schuhe nicht mehr gelaufen werden kann, von den feineren Funktionen ganz zu schweigen. Man sieht dies daran, wie schmerzlich das Gehen ist, wenn ein Schuhträger plötzlich barfuss laufen muss.
Wenn der Mensch einen Schritt tut, dann ist dies eine Bewegung von hinten nach vorne. Hierzu muss er festen Kontakt mit dem Boden bekommen und die vorwärtstreibende Kraft vom Körper in den Boden übertragen. Dazu dienen die Zehen. Beim normalen Gehen werden die Zehen des rückwärtigen Beines in den Boden gedrückt, bis sie festen Halt finden. Danach wird der Körper mit der Muskelkraft der Zehen nach vorwärts bewegt.
Wenn das aktive Benutzen der Zehen nicht mehr genutzt wird, dann werden die Zehen angehoben, der Körper verzichtet auf seine Zehenfunktion und nutzt nur noch Mittel- und Rückfuss. Das Gehen wird zum Abrollen. Dies ist der Gang des modernen Menschen. Er geht nicht mehr, er rollt ab. Mit dieser Abrolltechnik verzichtet der Mensch auf die vorwärtstreibende Kraft der Zehen und damit auf 2/3 seiner Beinmuskulatur.
Unsere Schritte sind mittlerweile oft viel zu gross und die Abstimmung zwischen Beinarbeit und Vorwärtsbewegung stimmt nicht mehr. Wir lassen den Körper bei jedem Schritt nach vorn fallen und fangen ihn mit den Beinen ab. Die Muskeln werden dabei allerdings kaum gefordert. Unser Knochengerüst und unsere Gelenke dagegen werden bei dieser Gehweise völlig durchgeschüttelt. Wenn man einen gesunden Gang analysiert, sieht man leicht, worauf es ankommt. Die Schritte sind kleiner und die Beine werden ohne Gewicht nach vorn gesetzt. Dafür werden die Beinmuskeln aktiviert. Das Körpergewicht folgt erst, wenn die Füsse angekommen sind, dabei bleibt die Wirbelsäule gerade. So können die Muskeln den Körper auffangen und die Knochen werden geschont. Die Ferse stösst nicht hart auf den Boden, sondern der ganze Fuss wird flächig und weich aufgesetzt.
Damit die verkümmerte Fusssohle sich wieder entwickeln kann, muss zunächst als einfachste Übung das Barfuss laufen wieder geübt werden. Ohne Schuhe können sich die Füsse frei bewegen, die Muskeln sind voll in Aktion. Beim Barfuss laufen tritt man behutsamer auf, dämpft die Stösse und gleicht Unebenheiten aus. Gleichzeitig zwingt ein solcher Untergrund dazu, eine optimale gesunde Fussstellung anzunehmen. Automatisch wird das Gewicht von der empfindlicheren Haut der Wölbung auf die unempfindlichen Aussenkanten der Füsse verlagert. Dazu stützt man kräftig mit den Zehen ab und richtet das Fussgewölbe auf. Vor allem die Füsse von Kindern können sich Barfuss uneingeschränkt entwickeln. Sie bilden so die richtigen Wölbungen aus.
Barfuss laufen kann man zu Hause, im Garten, im Urlaub, auf speziellen Barfusspfaden, ja eigentlich überall. Bereits nach wenigen Minuten Barfuss laufen auf unebenem Boden oder speziell auf Geröll werden die Spannungen im Fuss merkbar nachlassen und es geht Euren Füssen und Euch besser.
Quelle: Reflexzonenmassage, Dr. Franz Wagner, GU-Verlag
Mit den Füssen bewegen wir uns durchs Leben. Auf eigenen Beinen zu stehen und selbständig die ersten Schritte zu machen, ist wohl für jeden Menschen eine ganz bedeutende Entwicklungsphase.
Die Füsse spiegeln auch die energetische Verbindung zur Erde, die Erdung, die Verwurzelung wider. Ein Mensch, der fest auf seinen beiden Beinen steht, ist durch nichts leicht erschütterbar.
Der Fuss ist ein ganz besonderer Körperteil. Er ist der einzige Körperteil mit einer derart hohen Konzentration an Gelenken: 26 Knochen und 31 Gelenke ermöglichen eine extreme Bewegungsmöglichkeit. Die meisten dieser Gelenke bewegen sich in drei Raumrichtungen. Für jede Bewegung gibt es einen Muskel für die Hin- und einen für die Rückbewegung. Die Fusssohle vollführt somit Hunderte von Bewegungen.
Unsere Füsse haben sogar die Evolution des Menschen angeführt. Lange glaubten die Wissenschaftler, dass das Gehirn das wesentliche Merkmal sei, mit dem sich aus den Affen Menschen entwickelten. Erst im 20. Jahrhundert erkannten sie anhand früherer Menschenknochen, dass in Wirklichkeit die Füsse sich zuerst entwickelt hatten: spätestens vor knapp vier Millionen Jahren.
Als Zweibeiner steht der Mensch, wenn er auf seinen Füssen steht, in einem Gleichgewicht, dass ständig ausbalanciert werden muss. Und genau das ist Aufgabe der Fusssohle. Funktioniert diese nicht - fällt man auf die Nase.
Die Fusssohle ist auch eine Spiegelung sämtlicher Aktivitäten des restlichen Körpers. Wenn die Fusssohle eingeschränkt ist, sind auch sämtliche zugehörige Funktionen im restlichen Körper entsprechend eingeschränkt. Eine Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen oberhalb des Sprunggelenkes können auf eine eingeschränkte Fusssohle zurückgeführt werden.
Der moderne Mensch lässt seine Fusssohle sträflich verkümmern. Noch bevor der Mensch Laufen kann, werden bereits im Krabbelalter Schuhe und Strümpfe angezogen. Naturvölker sind mit ihren Zehen genauso geschickt, wie mit den Fingern. Naturvölker ziehen auch keine Schuhe an, obwohl sie in der Lage sind, auch diese herzustellen. Sie sind bloss nicht dumm genug dazu.
Mit dem Tragen von Schuhen wird verhindert, dass die Fussaktivität sich entwickelt. Das, was an Fähigkeiten vorhanden ist, wird mit jedem Tag weniger. Irgendwann ist der Fuss derart verkümmert, dass ohne Schuhe nicht mehr gelaufen werden kann, von den feineren Funktionen ganz zu schweigen. Man sieht dies daran, wie schmerzlich das Gehen ist, wenn ein Schuhträger plötzlich barfuss laufen muss.
Wenn der Mensch einen Schritt tut, dann ist dies eine Bewegung von hinten nach vorne. Hierzu muss er festen Kontakt mit dem Boden bekommen und die vorwärtstreibende Kraft vom Körper in den Boden übertragen. Dazu dienen die Zehen. Beim normalen Gehen werden die Zehen des rückwärtigen Beines in den Boden gedrückt, bis sie festen Halt finden. Danach wird der Körper mit der Muskelkraft der Zehen nach vorwärts bewegt.
Wenn das aktive Benutzen der Zehen nicht mehr genutzt wird, dann werden die Zehen angehoben, der Körper verzichtet auf seine Zehenfunktion und nutzt nur noch Mittel- und Rückfuss. Das Gehen wird zum Abrollen. Dies ist der Gang des modernen Menschen. Er geht nicht mehr, er rollt ab. Mit dieser Abrolltechnik verzichtet der Mensch auf die vorwärtstreibende Kraft der Zehen und damit auf 2/3 seiner Beinmuskulatur.
Unsere Schritte sind mittlerweile oft viel zu gross und die Abstimmung zwischen Beinarbeit und Vorwärtsbewegung stimmt nicht mehr. Wir lassen den Körper bei jedem Schritt nach vorn fallen und fangen ihn mit den Beinen ab. Die Muskeln werden dabei allerdings kaum gefordert. Unser Knochengerüst und unsere Gelenke dagegen werden bei dieser Gehweise völlig durchgeschüttelt. Wenn man einen gesunden Gang analysiert, sieht man leicht, worauf es ankommt. Die Schritte sind kleiner und die Beine werden ohne Gewicht nach vorn gesetzt. Dafür werden die Beinmuskeln aktiviert. Das Körpergewicht folgt erst, wenn die Füsse angekommen sind, dabei bleibt die Wirbelsäule gerade. So können die Muskeln den Körper auffangen und die Knochen werden geschont. Die Ferse stösst nicht hart auf den Boden, sondern der ganze Fuss wird flächig und weich aufgesetzt.
Damit die verkümmerte Fusssohle sich wieder entwickeln kann, muss zunächst als einfachste Übung das Barfuss laufen wieder geübt werden. Ohne Schuhe können sich die Füsse frei bewegen, die Muskeln sind voll in Aktion. Beim Barfuss laufen tritt man behutsamer auf, dämpft die Stösse und gleicht Unebenheiten aus. Gleichzeitig zwingt ein solcher Untergrund dazu, eine optimale gesunde Fussstellung anzunehmen. Automatisch wird das Gewicht von der empfindlicheren Haut der Wölbung auf die unempfindlichen Aussenkanten der Füsse verlagert. Dazu stützt man kräftig mit den Zehen ab und richtet das Fussgewölbe auf. Vor allem die Füsse von Kindern können sich Barfuss uneingeschränkt entwickeln. Sie bilden so die richtigen Wölbungen aus.
Barfuss laufen kann man zu Hause, im Garten, im Urlaub, auf speziellen Barfusspfaden, ja eigentlich überall. Bereits nach wenigen Minuten Barfuss laufen auf unebenem Boden oder speziell auf Geröll werden die Spannungen im Fuss merkbar nachlassen und es geht Euren Füssen und Euch besser.
Quelle: Reflexzonenmassage, Dr. Franz Wagner, GU-Verlag
Montag, 16. November 2009
Thema der Woche 47
Körpertypen + (Voraussetzungen für) KrafttrainingTrainierst du, für einen Body a la “Arnold Schwarzenegger“? Oder möchtest du durch dein Training eine Figur wie Giselle Bündchen erhalten?
Viele sporteln ungeachtet individueller Voraussetzungen dem perfekten Traum-körper hinterher und…. werden immer frustrierter. Denn, gewisse körperliche Gegebenheiten lassen sich einfach nicht “feintunen“.
Kein Fitnesstraining dieser Welt macht aus einem eher rundlichen Mann einen grazilen Adonis. Jeder Körper hat eine ganz bestimmte Form, die von Natur aus gegeben ist und die man, ohne Operationen, immer nur eingeschränkt und bis zu einem gewissen Punkt verändern kann.
Um besonders effektiv trainieren zu können, ist es wichtig, die von Natur gegebenen Körpermerkmale anzunehmen und dein Training danach zu gestalten. Denn so können Schwächen ausgeglichen oder abgeschwächt und Stärken betont werden. Es ergibt sich so eine bessere und harmonischere Optik. Die Gesundheit wird gefördert und der Frust einem unerreichbaren Ziel nachzujagen bleibt aus.
Nach William Sheldon unterscheidet man 3 Körpertypen
Mesomorphbreite Schultern - schmale Hüfte - grosser Brustkorb
sehr Muskulös - optimale Regenation - optimaler Muskelaufbau
- wenig Fettansammlung
Der mesomorphe (athletische) Typ ist der klassische Sportlertyp. Die Kennzeichen: breite Schultern und schmale Hüften plus healthunit.com schlanke Beine. Vertreter sind Sprinter oder Zehnkämpfer.
Stärken: Auch ohne Training sieht dieser Typ oft erstaunlich sportlich aus. Mesomorphe sind oft abenteuerlustig, scheuen keine körperliche Anstrengung
und haben einen niedrigen Körperfettanteil.
Schwächen: Oft mangelt es an Beweglichkeit und Koordination. Bei Sport-abstinenz setzt auch der athletische Typ Fett an.
Trainingshinweise: Das Training sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Optimal ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kraft und Ausdauertraining. Im Krafttraining den ganzen Körper trainieren, Programme
und Übungen variieren.
Lebensweise: Um ein Übertraining zu vermeiden, ist zuviel Aktivität zu vermeiden, auch wenn man sich dazu in der Lage fühlt. Auf alle Fälle Ruhetage einhalten und auf die Zeichen des Körpers hören.
Andere Sportarten: Verschiedene Sportarten betreiben, Funsport für die Abenteuerlust und Spielsportarten oder Aerobic für die Koordination ausprobieren
Ernährung: 4-5 Mahlzeiten sind meist ausreichend, wichtig ist eine genügende Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen. Eher mehr Kohlenhydrate und dafür weniger Fett.
Endomorphbreite Schultern – breite Hüfte – breite und kräftige Knochenstruktur – gutes Muskelwachstum – hoher Körperfettanteil – schlechte Nahrungsverwertungsrate
Ein endomorpher (pyknischer) Mensch ist kräftig und kompakt, vielleicht ein bisschen klein und rundlich, Arme und Beine sind healthunit.com eher kurz. Typische Vertreter sind Gewichtheber und Ringer.
Stärken: Kräftige Muskulatur und schnelle Trainingserfolge beim Krafttraining
Schwächen: Neigung zu Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Gelenk- und Rückenproblemen
Trainingshinweise: Häufiges Training ist notwendig für die Anregung des Stoffwechsels. Krafttraining wie auch Ausdauertraining ist in beidem Masse wichtig.
Der Schwerpunkt sollte auf Ausdauertraining liegen; bei Übergewicht gelenk-schonendes Rad fahren, Walking oder Schwimmen. Beim Krafttraining ist es sinnvoll nicht zuviel Muskelaufbautraining, sondern mehr Muskelausdauer und Kraft,-Straffungstraining zu betreiben. Falls das Becken breiter ist als der Oberkörper, kann man das ganze optisch ausgleichen durch einen Aufbau des Oberkörpers.
Lebensweise: Auch im Alltag so viel wie möglich in Bewegung ausführen: zu Fuss gehen, mit dem Rad fahren, Treppen anstatt Lift, nicht zuviel am Stück sitzen etc.
Andere Sportarten: Aerobic, Joggen, Walken, Schwimmen etc.
Ernährung: 5-6 Mahlzeiten mit viel Gemüse, Obst, Ballaststoffen. Langsam essen
EktomorphSchmale Schultern – schmale Hüfte – schmaler Brustkorb –
wenig Muskelmasse – geringer Fettanteil – schlechte Regenation
schlechter Muskelaufbau – lange Arme & Beine – hohe
Nahrungsverwertungsrate healthunit.com Ein ektomorpher (leptosomer) Mensch ist schlank, manchmal sogar dünn und knochig. Sein Körperbau ist schmal und nicht muskulös. Ihr Vorteil ist aber, dass sie essen können was sie wollen ohne dabei dick zu werden. Bei gutem Training ist ihre Muskulatur sehr definiert. Typisch sind Langstreckenläufer oder Hochspringer.
Stärken: schnell, beweglich, zäh
Schwächen: wenig Muskelmasse und schlechte Körperhaltung, Ausdauer oft entwicklungsfähig und überbewegliche Gelenke
Trainingshinweise: Der Schwerpunkt im Krafttraining ist auf Muskelaufbau zu legen. Muskeln können so wachsen und die zierlichen Gelenke werden dann bei anderen Sportarten entlastet und geschützt. Werden Schultermuskeln und Muskeln der oberen Rückenpartie sowie die Muskeln der Beine aufgebaut, wird der Oberkörper breiter und die schmalen Beine kräftiger. Somit ergibt sich eine bessere Optik. Zudem sollte der Rumpf für eine bessere Körperhaltung und Wirbelsäulenstabilisation gekräftigt werden. Ausdauertraining ist auch wichtig- aber nicht zum Abnehmen, sondern um Herz und Kreislauf in Schwung zu bringen.
Lebensweise: Durch die von Natur aus hohe Stoffwechselrate sollte der ektomorphe Typ versuchen, Stress zu senken und lernen sich zu entspannen. Ebenso ist viel Schlaf (8 Stunden) notwendig für eine gute Regeneration.
Andere Sportarten: Yoga, Thai Chi etc. zur Entspannung und Stresssenkung - Walken, Radfahren, Schwimmen als Ausdauertraining mit geringer Gelenkbelastung zu Beginn - dann kraftbetonte Sportarten wie Rudern, Klettern etc.
Ernährung: 5-7 kleine Gerichte am Tag (alle 2-3 Stunden) 50-55% Kohlenhydrate, 20-30% Eiweiß, 20-25% Fett
Die meisten von uns sind in Sachen Körperbau recht variabel und vereinen meistens 2 der Körpertypen in sich. Wichtig ist es dann, dass Training nach beiden Typen auszurichten.
Viele sporteln ungeachtet individueller Voraussetzungen dem perfekten Traum-körper hinterher und…. werden immer frustrierter. Denn, gewisse körperliche Gegebenheiten lassen sich einfach nicht “feintunen“.
Kein Fitnesstraining dieser Welt macht aus einem eher rundlichen Mann einen grazilen Adonis. Jeder Körper hat eine ganz bestimmte Form, die von Natur aus gegeben ist und die man, ohne Operationen, immer nur eingeschränkt und bis zu einem gewissen Punkt verändern kann.
Um besonders effektiv trainieren zu können, ist es wichtig, die von Natur gegebenen Körpermerkmale anzunehmen und dein Training danach zu gestalten. Denn so können Schwächen ausgeglichen oder abgeschwächt und Stärken betont werden. Es ergibt sich so eine bessere und harmonischere Optik. Die Gesundheit wird gefördert und der Frust einem unerreichbaren Ziel nachzujagen bleibt aus.
Nach William Sheldon unterscheidet man 3 Körpertypen
Mesomorphbreite Schultern - schmale Hüfte - grosser Brustkorb
sehr Muskulös - optimale Regenation - optimaler Muskelaufbau
- wenig Fettansammlung
Der mesomorphe (athletische) Typ ist der klassische Sportlertyp. Die Kennzeichen: breite Schultern und schmale Hüften plus healthunit.com schlanke Beine. Vertreter sind Sprinter oder Zehnkämpfer.
Stärken: Auch ohne Training sieht dieser Typ oft erstaunlich sportlich aus. Mesomorphe sind oft abenteuerlustig, scheuen keine körperliche Anstrengung
und haben einen niedrigen Körperfettanteil.
Schwächen: Oft mangelt es an Beweglichkeit und Koordination. Bei Sport-abstinenz setzt auch der athletische Typ Fett an.
Trainingshinweise: Das Training sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Optimal ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kraft und Ausdauertraining. Im Krafttraining den ganzen Körper trainieren, Programme
und Übungen variieren.
Lebensweise: Um ein Übertraining zu vermeiden, ist zuviel Aktivität zu vermeiden, auch wenn man sich dazu in der Lage fühlt. Auf alle Fälle Ruhetage einhalten und auf die Zeichen des Körpers hören.
Andere Sportarten: Verschiedene Sportarten betreiben, Funsport für die Abenteuerlust und Spielsportarten oder Aerobic für die Koordination ausprobieren
Ernährung: 4-5 Mahlzeiten sind meist ausreichend, wichtig ist eine genügende Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen. Eher mehr Kohlenhydrate und dafür weniger Fett.
Endomorphbreite Schultern – breite Hüfte – breite und kräftige Knochenstruktur – gutes Muskelwachstum – hoher Körperfettanteil – schlechte Nahrungsverwertungsrate
Ein endomorpher (pyknischer) Mensch ist kräftig und kompakt, vielleicht ein bisschen klein und rundlich, Arme und Beine sind healthunit.com eher kurz. Typische Vertreter sind Gewichtheber und Ringer.
Stärken: Kräftige Muskulatur und schnelle Trainingserfolge beim Krafttraining
Schwächen: Neigung zu Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Gelenk- und Rückenproblemen
Trainingshinweise: Häufiges Training ist notwendig für die Anregung des Stoffwechsels. Krafttraining wie auch Ausdauertraining ist in beidem Masse wichtig.
Der Schwerpunkt sollte auf Ausdauertraining liegen; bei Übergewicht gelenk-schonendes Rad fahren, Walking oder Schwimmen. Beim Krafttraining ist es sinnvoll nicht zuviel Muskelaufbautraining, sondern mehr Muskelausdauer und Kraft,-Straffungstraining zu betreiben. Falls das Becken breiter ist als der Oberkörper, kann man das ganze optisch ausgleichen durch einen Aufbau des Oberkörpers.
Lebensweise: Auch im Alltag so viel wie möglich in Bewegung ausführen: zu Fuss gehen, mit dem Rad fahren, Treppen anstatt Lift, nicht zuviel am Stück sitzen etc.
Andere Sportarten: Aerobic, Joggen, Walken, Schwimmen etc.
Ernährung: 5-6 Mahlzeiten mit viel Gemüse, Obst, Ballaststoffen. Langsam essen
EktomorphSchmale Schultern – schmale Hüfte – schmaler Brustkorb –
wenig Muskelmasse – geringer Fettanteil – schlechte Regenation
schlechter Muskelaufbau – lange Arme & Beine – hohe
Nahrungsverwertungsrate healthunit.com Ein ektomorpher (leptosomer) Mensch ist schlank, manchmal sogar dünn und knochig. Sein Körperbau ist schmal und nicht muskulös. Ihr Vorteil ist aber, dass sie essen können was sie wollen ohne dabei dick zu werden. Bei gutem Training ist ihre Muskulatur sehr definiert. Typisch sind Langstreckenläufer oder Hochspringer.
Stärken: schnell, beweglich, zäh
Schwächen: wenig Muskelmasse und schlechte Körperhaltung, Ausdauer oft entwicklungsfähig und überbewegliche Gelenke
Trainingshinweise: Der Schwerpunkt im Krafttraining ist auf Muskelaufbau zu legen. Muskeln können so wachsen und die zierlichen Gelenke werden dann bei anderen Sportarten entlastet und geschützt. Werden Schultermuskeln und Muskeln der oberen Rückenpartie sowie die Muskeln der Beine aufgebaut, wird der Oberkörper breiter und die schmalen Beine kräftiger. Somit ergibt sich eine bessere Optik. Zudem sollte der Rumpf für eine bessere Körperhaltung und Wirbelsäulenstabilisation gekräftigt werden. Ausdauertraining ist auch wichtig- aber nicht zum Abnehmen, sondern um Herz und Kreislauf in Schwung zu bringen.
Lebensweise: Durch die von Natur aus hohe Stoffwechselrate sollte der ektomorphe Typ versuchen, Stress zu senken und lernen sich zu entspannen. Ebenso ist viel Schlaf (8 Stunden) notwendig für eine gute Regeneration.
Andere Sportarten: Yoga, Thai Chi etc. zur Entspannung und Stresssenkung - Walken, Radfahren, Schwimmen als Ausdauertraining mit geringer Gelenkbelastung zu Beginn - dann kraftbetonte Sportarten wie Rudern, Klettern etc.
Ernährung: 5-7 kleine Gerichte am Tag (alle 2-3 Stunden) 50-55% Kohlenhydrate, 20-30% Eiweiß, 20-25% Fett
Die meisten von uns sind in Sachen Körperbau recht variabel und vereinen meistens 2 der Körpertypen in sich. Wichtig ist es dann, dass Training nach beiden Typen auszurichten.
Montag, 9. November 2009
Thema der Woche 46
Gezieltes Abnehmen an den Problemzonen
Ein flacher Bauch, ein knackiger Po, wohlgeformte Beine, Schultern und Arme…
weniger Körperfett und schön definierte Muskeln genau an dieser oder jener Stelle – wer hätte das nicht gerne? Man kann gar nicht sagen, wie oft wir als Trainer schon folgende Wünsche gehört haben:
- „Genau da (mit Griff an die erwähnte Stelle) möchte ich weniger haben“
- „Kannst Du mir eine Übung zeigen, mit der ich genau hier ein paar Zentimeter verliere?“
In zahlreichen Zeitschriften werden uns alle Jahre wieder ganz neue, innovative Trainingsprogramme mit gezielten Übungen aufgezeigt, mit denen man "nun aber wirklich" das Fett an genau den oder den Stellen wegkriegt...Und wie viele unzählige Sportgeräte wurden allein für die Problemzone Bauch entwickelt…?
Nun könnte man durchaus glauben, dass mit vielen Bauchübungen der „Schwimmring“ um die Taillenregion schwindet oder mit ganz gezielten Übungen für den Po dieser kleiner und knackiger wird. Besonders im Frühjahr sehen wir dann auch viele von euch ganz fleissig bei den Bauchübungen. Scheinbar hält sich das Gerücht äusserst hartnäckig, man könne mit dutzenden oder gar hunderten von Wiederholungen, wenn möglich noch dazu täglich, den Bauchumfang reduzieren!
Aber was passiert, wenn z.B. 2-3x pro Woche einige Zeit gezielt Übungen für den Bauch gemacht werden? Richtig, der Bauchmuskel wächst. Nur leider verschwindet die Fettschicht, die obendrauf sitzt nicht automatisch mit dem Muskelwachstum. Das Ergebnis der fleissigen Bauchübungen: Noch mehr Umfang an der Taille! Die Mühe hat sich nicht gelohnt, es funktioniert bei mir nicht. Und wenn das nicht funktioniert, dann kann ich das Training genauso gut ganz weglassen. So oder ähnlich ist das Denken nach den ersten Misserfolgen.
Wir können nicht gezielt abnehmen, da wir grundsätzlich nur am ganzen Körper Fettanteile verlieren können. Denn unser Stoffwechsel funktioniert ganzheitlich und nicht nur an der oder der Stelle, die ganz gezielt bearbeitet wird.
Zudem reicht es nicht aus nur gezielte Übungen zu machen oder nur Ausdauer zu trainieren oder nur weniger zu essen. Es muss eine Balance zwischen Ernährung, Krafttraining und Ausdauertraining bestehen, wenn man den Körper definieren will.
Zudem sind auch die Lösungen für einen Fettabbau und gezielte Körperdefinition sehr individuell! Denn ihr seid alle sehr unterschiedlich: im Körperbau, im Leistungszustand und Stoffwechsel. Zudem hat jeder und jede andere Problemzonen und Ziele.
Für euch alle gelten aber in jedem Fall:
- Individuell dosiertes Ausdauertraining entsprechend dem Leistungszustand
- Dem Körperbau angepasstes Kraft- und Flexibilitätstraining
- Eine optimierte Ernährung
- Spass am Training!
- Dranbleiben und Regelmässigkeit!
Die Beachtung dieser Eckpunkte führt garantiert zum Erfolg! Ihr müsst diese nur Schritt für Schritt und auch dauerhaft in Euer Leben integrieren. Blitzdiäten und Wunder-programme helfen selten. Eure Zähne bleiben ja auch nur gesund, wenn ihr sie jeden Tag putzt...
Unterstützung, Beratung und Motivation findet Ihr wie immer beim
SUN - Fitness-Trainerteam
Damit Ihr euch in diesem komplexem Thema besser zurechtfindet und zugleich besser Informiert seit, bieten wir euch zudem folgendes an:
- Folgekurs 1 (über Ernährung, abnehmen oder das Gegenteil zunehmen und ganz allgemein über den Stoffwechsel)
- Unsere aktuellen Themen der Woche und natürlich unser Themen-Archiv auf der Homepage, www.sun-fitness.ch oder auf unserem Blog: sun-fitness.blogspot.com
- Fachbücher (Das Ernährungssystem und unser Studio-Handbuch „Trainiere erfolgreich im SUN-Fitness“)
- Unseren, einfach durchzuführenden Ernährungsplan, den Ihr von euerem Personalcoach erhaltet und erklärt bekommt.
Ein flacher Bauch, ein knackiger Po, wohlgeformte Beine, Schultern und Arme…
weniger Körperfett und schön definierte Muskeln genau an dieser oder jener Stelle – wer hätte das nicht gerne? Man kann gar nicht sagen, wie oft wir als Trainer schon folgende Wünsche gehört haben:
- „Genau da (mit Griff an die erwähnte Stelle) möchte ich weniger haben“
- „Kannst Du mir eine Übung zeigen, mit der ich genau hier ein paar Zentimeter verliere?“
In zahlreichen Zeitschriften werden uns alle Jahre wieder ganz neue, innovative Trainingsprogramme mit gezielten Übungen aufgezeigt, mit denen man "nun aber wirklich" das Fett an genau den oder den Stellen wegkriegt...Und wie viele unzählige Sportgeräte wurden allein für die Problemzone Bauch entwickelt…?
Nun könnte man durchaus glauben, dass mit vielen Bauchübungen der „Schwimmring“ um die Taillenregion schwindet oder mit ganz gezielten Übungen für den Po dieser kleiner und knackiger wird. Besonders im Frühjahr sehen wir dann auch viele von euch ganz fleissig bei den Bauchübungen. Scheinbar hält sich das Gerücht äusserst hartnäckig, man könne mit dutzenden oder gar hunderten von Wiederholungen, wenn möglich noch dazu täglich, den Bauchumfang reduzieren!
Aber was passiert, wenn z.B. 2-3x pro Woche einige Zeit gezielt Übungen für den Bauch gemacht werden? Richtig, der Bauchmuskel wächst. Nur leider verschwindet die Fettschicht, die obendrauf sitzt nicht automatisch mit dem Muskelwachstum. Das Ergebnis der fleissigen Bauchübungen: Noch mehr Umfang an der Taille! Die Mühe hat sich nicht gelohnt, es funktioniert bei mir nicht. Und wenn das nicht funktioniert, dann kann ich das Training genauso gut ganz weglassen. So oder ähnlich ist das Denken nach den ersten Misserfolgen.
Wir können nicht gezielt abnehmen, da wir grundsätzlich nur am ganzen Körper Fettanteile verlieren können. Denn unser Stoffwechsel funktioniert ganzheitlich und nicht nur an der oder der Stelle, die ganz gezielt bearbeitet wird.
Zudem reicht es nicht aus nur gezielte Übungen zu machen oder nur Ausdauer zu trainieren oder nur weniger zu essen. Es muss eine Balance zwischen Ernährung, Krafttraining und Ausdauertraining bestehen, wenn man den Körper definieren will.
Zudem sind auch die Lösungen für einen Fettabbau und gezielte Körperdefinition sehr individuell! Denn ihr seid alle sehr unterschiedlich: im Körperbau, im Leistungszustand und Stoffwechsel. Zudem hat jeder und jede andere Problemzonen und Ziele.
Für euch alle gelten aber in jedem Fall:
- Individuell dosiertes Ausdauertraining entsprechend dem Leistungszustand
- Dem Körperbau angepasstes Kraft- und Flexibilitätstraining
- Eine optimierte Ernährung
- Spass am Training!
- Dranbleiben und Regelmässigkeit!
Die Beachtung dieser Eckpunkte führt garantiert zum Erfolg! Ihr müsst diese nur Schritt für Schritt und auch dauerhaft in Euer Leben integrieren. Blitzdiäten und Wunder-programme helfen selten. Eure Zähne bleiben ja auch nur gesund, wenn ihr sie jeden Tag putzt...
Unterstützung, Beratung und Motivation findet Ihr wie immer beim
SUN - Fitness-Trainerteam
Damit Ihr euch in diesem komplexem Thema besser zurechtfindet und zugleich besser Informiert seit, bieten wir euch zudem folgendes an:
- Folgekurs 1 (über Ernährung, abnehmen oder das Gegenteil zunehmen und ganz allgemein über den Stoffwechsel)
- Unsere aktuellen Themen der Woche und natürlich unser Themen-Archiv auf der Homepage, www.sun-fitness.ch oder auf unserem Blog: sun-fitness.blogspot.com
- Fachbücher (Das Ernährungssystem und unser Studio-Handbuch „Trainiere erfolgreich im SUN-Fitness“)
- Unseren, einfach durchzuführenden Ernährungsplan, den Ihr von euerem Personalcoach erhaltet und erklärt bekommt.
Montag, 2. November 2009
Thema der Woche 45
Leistungsfähige Beweglichkeit
Ein Beweglichkeitsgewinn ist nicht nur durch diverse Dehntechniken, sondern auch durch differenziertes Krafttraining zu erreichen. So konnte im Rahmen einer 8-wöchigen Studie gezeigt werden, dass durch ein differenziertes Krafttraining der Hüftabduktoren die Hüftabduktionsfähigkeit bzw. der maximale Abduktionswinkel im Hüftgelenk ohne jegliche Dehnungsmassnahme um durchschnittlich 8° gesteigert wurde.
Die überholte Vorstellung, dass Muskeln durch ein Krafttraining verkürzt werden, konnte Wiemann klar widerlegen, und diverse Sportler mit hoher Muskelmasse, wie z.B. Gewichtheber oder sogar die extrem schweren Sumoringer, demonstrieren eine weit überdurchschnittliche Beweglichkeit; so beherrschen vieler dieser Sportler den Spagat.
Nun wird eine erweiterte Beweglichkeit erst dann alltagstauglich oder als therapeutisches Korrektiv wirksam, wenn sie auch funktionell und leistungsfähig ist. Das heisst, der Körper muss auch in diesem erweiterten Bewegungsbereich Kräfte erzeugen, aufnehmen und sicher ableiten können.
Um z.B. bei einem Wurf tatsächlich weiter ausholen oder einen Seitkick im Kampfsport höher führen zu können, sind zum einen in dieser erweiterten Maximalposition auch Beschleunigungskräfte zu erzeugen. Zum anderen muss das Gelenksystem gerade in diesem erweiterten Bewegungsbereich muskulär voll gesichert werden, und es benötigt ausreichende Festigkeiten für diese neuen Kraftrichtungen. Schliesslich muss auch die exzentrische Muskelarbeit für die Abbremsvorgänge in den neuen Bewegungspunkten erarbeitet werden.
Eine erhöhte Beweglichkeit allein ist also nur ein Teilziel; ein differenziertes Krafttraining kann hieraus eine sichere und leistungsfähige Beweglichkeit erzeugen.
Quelle: Differenziertes Krafttraining, Dr. Axel Gottlob
Ein Beweglichkeitsgewinn ist nicht nur durch diverse Dehntechniken, sondern auch durch differenziertes Krafttraining zu erreichen. So konnte im Rahmen einer 8-wöchigen Studie gezeigt werden, dass durch ein differenziertes Krafttraining der Hüftabduktoren die Hüftabduktionsfähigkeit bzw. der maximale Abduktionswinkel im Hüftgelenk ohne jegliche Dehnungsmassnahme um durchschnittlich 8° gesteigert wurde.
Die überholte Vorstellung, dass Muskeln durch ein Krafttraining verkürzt werden, konnte Wiemann klar widerlegen, und diverse Sportler mit hoher Muskelmasse, wie z.B. Gewichtheber oder sogar die extrem schweren Sumoringer, demonstrieren eine weit überdurchschnittliche Beweglichkeit; so beherrschen vieler dieser Sportler den Spagat.
Nun wird eine erweiterte Beweglichkeit erst dann alltagstauglich oder als therapeutisches Korrektiv wirksam, wenn sie auch funktionell und leistungsfähig ist. Das heisst, der Körper muss auch in diesem erweiterten Bewegungsbereich Kräfte erzeugen, aufnehmen und sicher ableiten können.
Um z.B. bei einem Wurf tatsächlich weiter ausholen oder einen Seitkick im Kampfsport höher führen zu können, sind zum einen in dieser erweiterten Maximalposition auch Beschleunigungskräfte zu erzeugen. Zum anderen muss das Gelenksystem gerade in diesem erweiterten Bewegungsbereich muskulär voll gesichert werden, und es benötigt ausreichende Festigkeiten für diese neuen Kraftrichtungen. Schliesslich muss auch die exzentrische Muskelarbeit für die Abbremsvorgänge in den neuen Bewegungspunkten erarbeitet werden.
Eine erhöhte Beweglichkeit allein ist also nur ein Teilziel; ein differenziertes Krafttraining kann hieraus eine sichere und leistungsfähige Beweglichkeit erzeugen.
Quelle: Differenziertes Krafttraining, Dr. Axel Gottlob
Montag, 26. Oktober 2009
Thema der Woche 44
Gesund essen - trotz Stress und Zeitmangel
Wer kennt das nicht: Eigentlich will man sich gesünder ernähren…wenn nicht der tägliche Stress wäre, in dem alle guten Vorsätze untergehen.
Den ganzen Tag isst man sehr wenig oder nur ungesunde Sachen, nimmt sich keine Zeit fürs Essen, nascht stattdessen zwischendurch diverse süsse und fettige Sachen. Und wenn dann endlich Feierabend ist, gönnt man sich was Schönes.
Da holt man sich eben mal eine Tiefkühlpizza oder greift zu anderen diversen Fertigprodukten. Die wenige kostbare Zeit am Abend will man schliesslich nicht noch in der Küche mit Kochen verbringen…denken jedenfalls die meisten.
Mal ist eine Tiefkühlpizza vollkommen in Ordnung, aber nicht als Dauerlösung. Vor allem wenn man zu Übergewicht neigt, sollte man sich bei Tiefkühlpizzen zurückhalten, da sie viel Fett enthalten. Folgender Tipp: Eine Pizza kaufen, die nur mit Tomaten und Mozzarella belegt ist, am besten mit Dinkelteig, und diese mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse belegen. Oder man nimmt fertige Tomatensosse, schneidet ein paar frische Tomaten dazu und hat eine schnelle Sosse für Nudeln.
Je mehr künstliche Produkte man zu sich nimmt, desto mehr riskiert man, dass man auf die Inhaltsstoffe reagiert. Künstliche Produkte enthalten einfach zu viele E-Stoffe, die unsere Gesundheit dauerhaft schädigen. Zudem enthalten Fertigprodukte oft zu viel Salz und zu viel Fett. Das Geschmacksempfinden wird durch die Fertigprodukte so verändert, dass gesundes und selbstgekochtes Essen im Vergleich fade schmecken kann, weil die künstlichen Geschmacksverstärker fehlen.
Nicht alle Fertigprodukte sind ungesund und fett. Es gibt auch Nudelpfannen oder Wok-Gerichte, die man durchaus empfehlen kann. Man muss genau die Zutatenliste studieren. Je grösser und länger diese ist, desto ungesünder ist oft das Produkt. Und je weiter vorne eine Zutat steht, desto mehr ist sie im Produkt enthalten. Wenn an zweiter Stelle z.B. pflanzliches Öl steht, ist das Produkt oft zu fetthaltig. Das kann einem auch bei einem Gemüsegericht passieren, zum Beispiel bei fertigem Brokkoli mit Sahnesoße und Mandelsplittern. In 100 Gramm sind etwa 10 Gramm Fett enthalten. Als Beilage isst man 200 bis 300 Gramm, also 20 bis 30 Gramm Fett. Für Normalgewichtige werden aber nur 60 bis 80 Gramm Fett am Tag empfohlen - das heisst, allein mit dem Brokkoli ist die Hälfte verbraucht.
Eine Fertigpizza enthält sogar zwischen 60 und 80 Gramm Fett, also unter Umständen mehr, als für den ganzen Tag empfohlen wird. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten, mehr als 20 Gramm Fett für eine Hauptmahlzeit sollten es nicht sein.
Trotz wenig Zeit ist es möglich sich gesund zu ernähren. Planung ist alles. Am besten setzt man sich am Samstagmorgen in Ruhe mit einer Tasse Tee hin und überlegt, was man die Woche über vor hat, wie oft man zu Hause isst und was man dafür braucht. Die meisten Sachen kann man am Wochenende einkaufen, dann muss man während der Woche nur noch ein- bis zweimal los, um frische Zutaten zu besorgen. Wenn man jeden Abend planlos in den Supermarkt rennt, kostet das mehr Zeit. Am besten probiert man am Wochenende in Ruhe neue Gerichte aus, die man dann während der Woche schnell und routiniert zubereiten kann.
Zudem kann man sich auch schnell, gesund und einfach etwas zubereiten, wenn man Produkte aus der Tiefkühltruhe nimmt. Kauft am Wochenende Tiefkühlgemüse wie Brokkoli. Diesen kann man nach einem langen Arbeitstag bequem fertig geputzt und portioniert aus dem Tiefkühlfach holen, dann einfach dünsten, salzen, pfeffern, einen Esslöffel Frischkäse dazu. Nebenbei Kartoffeln kochen und schon ist das Abendessen fertig. Wer mag, brät sich Fleisch dazu an - auch das kann man übrigens problemlos einfrieren. Lieber frisch essen sollte man Nudeln, Kartoffeln, Wurst, Frischkäse, in Scheiben geschnittenen Käse, Spinat und Pilze - ansonsten darf alles tiefgekühlt werden.
Und was hilft gegen den Griff zur Süssigkeiten-Schublade im Büro?
Oft kommt der Heißhunger vormittags, bei Leuten, die nicht gefrühstückt haben. Der Grund: Über Nacht leeren sich die Energiespeicher. Um leistungsfähig zu sein, braucht man ein gesundes Frühstück. Gibt es das nicht, geht der Blutzuckerspiegel runter und Heißhunger entwickelt sich. Ein Frühstück ist also ein absolutes Muss für ein gesünderes Essverhalten.
Falls Ihr auf Arbeit einen Kühlschrank habt, so deponiert doch dort Käse, Joghurt und andere leckere Milchprodukte. So habt Ihr immer ein gesundes Znüni/Zvieri parat. Ihr müsst dann nicht in der Kantine/beim Bäcker Brötchen kaufen, die meistens sehr üppig und fetthaltig mit viel Margarine/Mayo und doppelt Käse oder Wurst belegt sind.
Leert Eure Süssigkeiten-Schublade und lagert dort stattdessen Dörrobst und Nüsse. Nehmt genügend Obst und Gemüse mit und nascht an diesem statt an Süssem.
Quelle: www.brigitte.de
Wer kennt das nicht: Eigentlich will man sich gesünder ernähren…wenn nicht der tägliche Stress wäre, in dem alle guten Vorsätze untergehen.
Den ganzen Tag isst man sehr wenig oder nur ungesunde Sachen, nimmt sich keine Zeit fürs Essen, nascht stattdessen zwischendurch diverse süsse und fettige Sachen. Und wenn dann endlich Feierabend ist, gönnt man sich was Schönes.
Da holt man sich eben mal eine Tiefkühlpizza oder greift zu anderen diversen Fertigprodukten. Die wenige kostbare Zeit am Abend will man schliesslich nicht noch in der Küche mit Kochen verbringen…denken jedenfalls die meisten.
Mal ist eine Tiefkühlpizza vollkommen in Ordnung, aber nicht als Dauerlösung. Vor allem wenn man zu Übergewicht neigt, sollte man sich bei Tiefkühlpizzen zurückhalten, da sie viel Fett enthalten. Folgender Tipp: Eine Pizza kaufen, die nur mit Tomaten und Mozzarella belegt ist, am besten mit Dinkelteig, und diese mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse belegen. Oder man nimmt fertige Tomatensosse, schneidet ein paar frische Tomaten dazu und hat eine schnelle Sosse für Nudeln.
Je mehr künstliche Produkte man zu sich nimmt, desto mehr riskiert man, dass man auf die Inhaltsstoffe reagiert. Künstliche Produkte enthalten einfach zu viele E-Stoffe, die unsere Gesundheit dauerhaft schädigen. Zudem enthalten Fertigprodukte oft zu viel Salz und zu viel Fett. Das Geschmacksempfinden wird durch die Fertigprodukte so verändert, dass gesundes und selbstgekochtes Essen im Vergleich fade schmecken kann, weil die künstlichen Geschmacksverstärker fehlen.
Nicht alle Fertigprodukte sind ungesund und fett. Es gibt auch Nudelpfannen oder Wok-Gerichte, die man durchaus empfehlen kann. Man muss genau die Zutatenliste studieren. Je grösser und länger diese ist, desto ungesünder ist oft das Produkt. Und je weiter vorne eine Zutat steht, desto mehr ist sie im Produkt enthalten. Wenn an zweiter Stelle z.B. pflanzliches Öl steht, ist das Produkt oft zu fetthaltig. Das kann einem auch bei einem Gemüsegericht passieren, zum Beispiel bei fertigem Brokkoli mit Sahnesoße und Mandelsplittern. In 100 Gramm sind etwa 10 Gramm Fett enthalten. Als Beilage isst man 200 bis 300 Gramm, also 20 bis 30 Gramm Fett. Für Normalgewichtige werden aber nur 60 bis 80 Gramm Fett am Tag empfohlen - das heisst, allein mit dem Brokkoli ist die Hälfte verbraucht.
Eine Fertigpizza enthält sogar zwischen 60 und 80 Gramm Fett, also unter Umständen mehr, als für den ganzen Tag empfohlen wird. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten, mehr als 20 Gramm Fett für eine Hauptmahlzeit sollten es nicht sein.
Trotz wenig Zeit ist es möglich sich gesund zu ernähren. Planung ist alles. Am besten setzt man sich am Samstagmorgen in Ruhe mit einer Tasse Tee hin und überlegt, was man die Woche über vor hat, wie oft man zu Hause isst und was man dafür braucht. Die meisten Sachen kann man am Wochenende einkaufen, dann muss man während der Woche nur noch ein- bis zweimal los, um frische Zutaten zu besorgen. Wenn man jeden Abend planlos in den Supermarkt rennt, kostet das mehr Zeit. Am besten probiert man am Wochenende in Ruhe neue Gerichte aus, die man dann während der Woche schnell und routiniert zubereiten kann.
Zudem kann man sich auch schnell, gesund und einfach etwas zubereiten, wenn man Produkte aus der Tiefkühltruhe nimmt. Kauft am Wochenende Tiefkühlgemüse wie Brokkoli. Diesen kann man nach einem langen Arbeitstag bequem fertig geputzt und portioniert aus dem Tiefkühlfach holen, dann einfach dünsten, salzen, pfeffern, einen Esslöffel Frischkäse dazu. Nebenbei Kartoffeln kochen und schon ist das Abendessen fertig. Wer mag, brät sich Fleisch dazu an - auch das kann man übrigens problemlos einfrieren. Lieber frisch essen sollte man Nudeln, Kartoffeln, Wurst, Frischkäse, in Scheiben geschnittenen Käse, Spinat und Pilze - ansonsten darf alles tiefgekühlt werden.
Und was hilft gegen den Griff zur Süssigkeiten-Schublade im Büro?
Oft kommt der Heißhunger vormittags, bei Leuten, die nicht gefrühstückt haben. Der Grund: Über Nacht leeren sich die Energiespeicher. Um leistungsfähig zu sein, braucht man ein gesundes Frühstück. Gibt es das nicht, geht der Blutzuckerspiegel runter und Heißhunger entwickelt sich. Ein Frühstück ist also ein absolutes Muss für ein gesünderes Essverhalten.
Falls Ihr auf Arbeit einen Kühlschrank habt, so deponiert doch dort Käse, Joghurt und andere leckere Milchprodukte. So habt Ihr immer ein gesundes Znüni/Zvieri parat. Ihr müsst dann nicht in der Kantine/beim Bäcker Brötchen kaufen, die meistens sehr üppig und fetthaltig mit viel Margarine/Mayo und doppelt Käse oder Wurst belegt sind.
Leert Eure Süssigkeiten-Schublade und lagert dort stattdessen Dörrobst und Nüsse. Nehmt genügend Obst und Gemüse mit und nascht an diesem statt an Süssem.
Quelle: www.brigitte.de
Montag, 12. Oktober 2009
Thema der Woche 42
Möglichkeiten des Ausdauertrainings(Vor- und Nachteile)
Indoortraining / OutdoortrainingAusdauertraining kann in so genanntes In- und Outdoortraining unterschieden werden. Outdoortraining bezeichnet das Ausdauertraining in der freien Natur und mit Indoortraining ist das Ausdauertraining in einem geschlossenen Gebäude, in unserem Fall innerhalb einer Fitnessanlage gemeint.
Indoor stehen verschiedene Ausdauergeräte zur Verfügung, wie Laufband, Wave, Crosstrainer, Stepper, div. Bike’s und Rudergeräte. Dazu kommen Spinning und einige Kurse in der Aerobic, aber auch z.B das Seilspringen.
Outdoor sind die Möglichkeiten genauso vielfältig: Walking, Laufen, Bergwandern, Radfahren, Inlinen, Schwimmen, Langlaufen, Wandern, etc.
Bei der Auswahl der Geräte oder der Bewegungsart für das persönliche Training müssen verschiedene Kriterien berücksichtigt werden:
- Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
- Koordinative Voraussetzungen
- Individuelle Vorlieben
Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
Orthopädische Gesichtspunkte sollten berücksichtigt werden, damit bestehende Probleme am Bewegungsapparat nicht verstärkt werden. Damit sind z.B. Knieprobleme (evt. Operationen), Rückenprobleme (z.B. Bandscheibenvorfall), oder andere Verletzungen, aber auch zu hohes Körpergewicht gemeint.
Bestehende Risikofaktoren und Krankheiten müssen unter Umständen abgeklärt werden. Sie sind bei der Durchführung eines Ausdauertrainings und der Auswahl der Sportart zu berücksichtigen.
Koordinative Voraussetzungen
Bei bestimmten Ausdauersportarten wie z.B. Rad fahren oder Crosstrainer spielen gute koordinative Fähigkeiten weniger eine Rolle, sehr wohl aber beim Laufen, Inlineskaten, Rudern, Schwimmen und je nach technischer Ausführung beim Stepper. Eine gute Bewegungstechnik und somit ausreichend koordinative Fähigkeiten erlauben es, Bewegungen mit geringem Aufwand an Muskelkraft durchzuführen und damit energiesparend zu trainieren.
Ein hohes Niveau an koordinativen Fähigkeiten erlaubt ein rationelles Erlernen von sporttechnischen Fertigkeiten auch in anderen Bereichen, d.h. neue Bewegungen werden aufgrund der Bewegungserfahrung leichter gelernt.
Individuelle Vorlieben
Jeder und jede Trainierende hat bestimmte Vorlieben, wenn es um die Entscheidung für oder gegen einen Gerätetyp oder eine Ausdauersportart geht. Wichtig ist, dass mit der Zeit auch unterschiedliche Möglichkeiten und Angebote ausprobiert und kennen gelernt werden. Abwechslung fördert die Motivation und resultiert in vielfältigen Erfahrungen.
Viel Spass beim Training!
Indoortraining / OutdoortrainingAusdauertraining kann in so genanntes In- und Outdoortraining unterschieden werden. Outdoortraining bezeichnet das Ausdauertraining in der freien Natur und mit Indoortraining ist das Ausdauertraining in einem geschlossenen Gebäude, in unserem Fall innerhalb einer Fitnessanlage gemeint.
Indoor stehen verschiedene Ausdauergeräte zur Verfügung, wie Laufband, Wave, Crosstrainer, Stepper, div. Bike’s und Rudergeräte. Dazu kommen Spinning und einige Kurse in der Aerobic, aber auch z.B das Seilspringen.
Outdoor sind die Möglichkeiten genauso vielfältig: Walking, Laufen, Bergwandern, Radfahren, Inlinen, Schwimmen, Langlaufen, Wandern, etc.
Bei der Auswahl der Geräte oder der Bewegungsart für das persönliche Training müssen verschiedene Kriterien berücksichtigt werden:
- Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
- Koordinative Voraussetzungen
- Individuelle Vorlieben
Bewegungsapparat und bestehende Risikofaktoren
Orthopädische Gesichtspunkte sollten berücksichtigt werden, damit bestehende Probleme am Bewegungsapparat nicht verstärkt werden. Damit sind z.B. Knieprobleme (evt. Operationen), Rückenprobleme (z.B. Bandscheibenvorfall), oder andere Verletzungen, aber auch zu hohes Körpergewicht gemeint.
Bestehende Risikofaktoren und Krankheiten müssen unter Umständen abgeklärt werden. Sie sind bei der Durchführung eines Ausdauertrainings und der Auswahl der Sportart zu berücksichtigen.
Koordinative Voraussetzungen
Bei bestimmten Ausdauersportarten wie z.B. Rad fahren oder Crosstrainer spielen gute koordinative Fähigkeiten weniger eine Rolle, sehr wohl aber beim Laufen, Inlineskaten, Rudern, Schwimmen und je nach technischer Ausführung beim Stepper. Eine gute Bewegungstechnik und somit ausreichend koordinative Fähigkeiten erlauben es, Bewegungen mit geringem Aufwand an Muskelkraft durchzuführen und damit energiesparend zu trainieren.
Ein hohes Niveau an koordinativen Fähigkeiten erlaubt ein rationelles Erlernen von sporttechnischen Fertigkeiten auch in anderen Bereichen, d.h. neue Bewegungen werden aufgrund der Bewegungserfahrung leichter gelernt.
Individuelle Vorlieben
Jeder und jede Trainierende hat bestimmte Vorlieben, wenn es um die Entscheidung für oder gegen einen Gerätetyp oder eine Ausdauersportart geht. Wichtig ist, dass mit der Zeit auch unterschiedliche Möglichkeiten und Angebote ausprobiert und kennen gelernt werden. Abwechslung fördert die Motivation und resultiert in vielfältigen Erfahrungen.
Viel Spass beim Training!
Montag, 5. Oktober 2009
Thema der Woche 41
Blähungen
Fast jeder Dritte leidet darunter, niemand spricht gern darüber, unangenehm sind sie trotzdem: Blähungen.Während gelegentliche Blähungen störend aber harmlos sind, kann die übermässige Produktion und Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt quälend werden, wenn die Gase nicht entweichen können und sich der Darm aufbläht wie ein Ballon. Woher die Blähungen kommen und was Sie dagegen tun können, versuchen wir an dieser Stelle für Sie zu beantworten.
Die Medizin bezeichnet die Aufblähung des Magens bzw. des Darms durch bei der Verdauung gebildete Gase (z.B. Methan, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und andere Gär- bzw. Faulgase) mit zum Teil reichlichem Abgang von Darmgasen (Winde) als Flatulenz (lat. flatus „Wind, Blähung“). Sitzen diese Darmgase fest und können nicht entweichen, kann es zu äußerst schmerzhaften Bauchkrämpfen bis hin zu Koliken kommen. Diese festsitzenden Blähungen werden als Blähsucht oder Meteorismus bezeichnet.
UrsachenBlähungen entstehen in erster Linie durch Verdauungsprozesse, an denen Darmbakterien und Enzyme beteiligt sind. Etwa 11 Liter Gase erzeugt der Darm pro Tag, die zunächst auf 2 Liter komprimiert und dann großteils über die Darmwand in den Blutkreislauf rückgeführt und ausgeatmet werden. Der Rest macht sich als Wind mehr oder weniger stark, in jedem Fall aber unrühmlich bemerkbar. im Durchschnitt hat der Mensch täglich ganze 15 bis 20 Mal eine Flatulenz und stößt dabei 500 bis 1500 Milliliter Gase aus. Die müssen aber nicht zwangläufig laut und übelriechend sein; viele verpuffen einfach ungehört und unbemerkt.
Grundsätzlich entstehen bei jedem Verdauungsvorgang Gase. Sie werden von Bakterien produziert, die all jene Speisen im Dickdarm zersetzen, die vorher im Verdauungstrakt nicht verdaut werden konnten. Kleine Mengen an Luft geraten außerdem beim Essen und Trinken ins Verdauungssystem. Wir verschlucken sie, wenn wir beim Essen viel reden, uns nicht die nötige Zeit lassen und unter Stress stehen. Bei hastigem Essen wird etwa doppelt so viel Luft mit heruntergeschluckt als normalerweise.
Das Auftreten einer Flatulenz wird natürlich vor allem durch die Ernährung bestimmt. Eine deutliche Steigerung der üblichen Gasproduktion kann z. B. durch Hülsenfrüchte bewirkt werden. Aber auch bei Milchallergie (Unverträglichkeit gegenüber Kuhmilcheiweiss), Histamin-Intoleranz und Lactoseintoleranz (Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker) kann es zu starker Flatulenz kommen. Auch Zöliakie, also die Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweis des Getreides) kann für übermässige Blähungen verantwortlich sein. Eine sichere Diagnostik kann in diesem Fall allerdings nur durch eine Dünndarmbiopsie erfolgen. Weitere Ursachen oder zumindest Verstärker der Flatulenz sind:
- Nikotin
- zu viel Kaffee
- frisches Brot
- übermäßiger Konsum von Alkohol (besonders Bier)
Gar nicht selten ist das Auftreten verstärkter Blähungen nach der Raucherentwöhnung. Nach langjährigem rauchen bedeutet der Wegfall gewisser (verdauungsfördernder) Rauchinhaltsstoffe eine ziemliche Umstellung für den Körper, die nicht selten mit Blähungen und Gewichtszunahme einhergeht. Nach Ansicht vieler Mediziner kann diese Umstellung bis zu einem Jahr nach Beendigung des Rauchens dauern. Kommen zu den Blähungen noch Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit oder ein verändertes Stuhlverhalten hinzu, so sollten die Ursachen mit einem Arzt abgeklärt werden. Es könnten Erkrankungen des Magen-Darmtraktes vorliegen: Reizmagen, Reizdarm, Magenschleimhautentzündung usw. Auch eine Besiedelung des Darms mit sogenannten Candida-Pilzen wäre denkbar.
Auslöser von Blähungen
Zwiebeln und Knoblauch, Kohl, Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen), unreifes Obst, Gurken und generell Rohkost, Schlagobers, Softeis, Eiskaltes und Fettes und Kaffee sind besonders blähungsfördernd. Zudem: Schweinefleisch, Milchzucker, Süßigkeiten, frisches Brot, Vollkornprodukte, all das sind Nahrungsmittel, die mehr Blähungen erzeugen können als andere.
Ballaststoffreiche Lebensmittel wirken vor allem zusammen mit zuckerhaltiger Nahrung sowie mit Obst und Fruchtsäften blähend. Manche Menschen reagieren grundsätzlich auf zuckerhaltige Nahrung mit Blähungen, bei manchen lösen Nahrungsmittelzusätze wie Sorbit (ein Zuckeraustauschstoff) Blähungen aus. Auch Fertiggerichte, Konservenkost oder stark kohlensäurehaltige Mineralwässer können ursächlich sein.
Was schafft Abhilfe?Erleichterung schaffen altbewährte Hausmittel wie Tees aus Kümmel, Fenchel, Melisse, Anis, Pfefferminze und auch Enzian. Äusserlich angewendet hilft Kümmelöl, das in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn auf den Bauch aufgetragen wird. Die Pharmaindustrie bietet sogenannte Entschäumer, die die vielen kleinen Gasbläschen im Verdauungsbrei auflösen, in Kapselform oder als so genannte Suspension an (z.B. Lefaxin® von Bayer). Luft und Darmgase können dadurch vom Körper aufgenommen werden und ihn auf natürlichem Weg verlassen. Der unangenehme Druck und das Spannungsgefühl im Bauch lassen nach. Die Wirkung ist rein physikalisch, der Wirkstoff selbst wird vom Körper nicht aufgenommen und unverändert wieder ausgeschieden.
Tipps:- Essen Sie vorwiegend Speisen, die leicht verdaulich sind. Zu viele Ballaststoffe, scharf gewürzte, zu süße oder zu fette Speisen sollten Sie ebenso meiden, wie zuviel rohes Gemüse. Besser ist blanchiertes oder gedünstetes Gemüse, das aber noch knackig sein darf.
- Langsames Essen und das gute Einspeicheln der Nahrung können Wunder wirken. Außerdem sollte gut gekaut werden.
- Hektisches Essen, Stress, Nervosität und seelische Belastungen - auch das bringt den Darm zum Rumoren.
- Regelmäßige Bewegung bringt auch den Darm in Schwung.
- Mahlzeiten und Stuhlgang sollten zu den gleichen Tageszeiten erfolgen, um der Verdauungstätigkeit eine tageszeitliche Rhythmik zu geben.
- Essen Sie nie zu spät. Am besten nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit vor 19 Uhr ein und verzichten am Abend auf schwere Gerichte, die Ihren Magen belasten.
- Bei Bauchschmerzen helfen Wärme (Thermofor, Warmbad) und eine leichte Bauchmassage.
Wenn Blähbauch und Völlegefühl, womöglich sogar Bauchkrämpfe oder Koliken unabhängig vom Essen bzw. auf leeren Magen auftreten oder auf Dauer alle Hausmittel gegen die Blähungen wirkungslos bleiben, so ist ein Arztbesuch dringend anzuraten.
Quelle: www.gesund.co.at
Fast jeder Dritte leidet darunter, niemand spricht gern darüber, unangenehm sind sie trotzdem: Blähungen.Während gelegentliche Blähungen störend aber harmlos sind, kann die übermässige Produktion und Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt quälend werden, wenn die Gase nicht entweichen können und sich der Darm aufbläht wie ein Ballon. Woher die Blähungen kommen und was Sie dagegen tun können, versuchen wir an dieser Stelle für Sie zu beantworten.
Die Medizin bezeichnet die Aufblähung des Magens bzw. des Darms durch bei der Verdauung gebildete Gase (z.B. Methan, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und andere Gär- bzw. Faulgase) mit zum Teil reichlichem Abgang von Darmgasen (Winde) als Flatulenz (lat. flatus „Wind, Blähung“). Sitzen diese Darmgase fest und können nicht entweichen, kann es zu äußerst schmerzhaften Bauchkrämpfen bis hin zu Koliken kommen. Diese festsitzenden Blähungen werden als Blähsucht oder Meteorismus bezeichnet.
UrsachenBlähungen entstehen in erster Linie durch Verdauungsprozesse, an denen Darmbakterien und Enzyme beteiligt sind. Etwa 11 Liter Gase erzeugt der Darm pro Tag, die zunächst auf 2 Liter komprimiert und dann großteils über die Darmwand in den Blutkreislauf rückgeführt und ausgeatmet werden. Der Rest macht sich als Wind mehr oder weniger stark, in jedem Fall aber unrühmlich bemerkbar. im Durchschnitt hat der Mensch täglich ganze 15 bis 20 Mal eine Flatulenz und stößt dabei 500 bis 1500 Milliliter Gase aus. Die müssen aber nicht zwangläufig laut und übelriechend sein; viele verpuffen einfach ungehört und unbemerkt.
Grundsätzlich entstehen bei jedem Verdauungsvorgang Gase. Sie werden von Bakterien produziert, die all jene Speisen im Dickdarm zersetzen, die vorher im Verdauungstrakt nicht verdaut werden konnten. Kleine Mengen an Luft geraten außerdem beim Essen und Trinken ins Verdauungssystem. Wir verschlucken sie, wenn wir beim Essen viel reden, uns nicht die nötige Zeit lassen und unter Stress stehen. Bei hastigem Essen wird etwa doppelt so viel Luft mit heruntergeschluckt als normalerweise.
Das Auftreten einer Flatulenz wird natürlich vor allem durch die Ernährung bestimmt. Eine deutliche Steigerung der üblichen Gasproduktion kann z. B. durch Hülsenfrüchte bewirkt werden. Aber auch bei Milchallergie (Unverträglichkeit gegenüber Kuhmilcheiweiss), Histamin-Intoleranz und Lactoseintoleranz (Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker) kann es zu starker Flatulenz kommen. Auch Zöliakie, also die Unverträglichkeit von Gluten (Klebereiweis des Getreides) kann für übermässige Blähungen verantwortlich sein. Eine sichere Diagnostik kann in diesem Fall allerdings nur durch eine Dünndarmbiopsie erfolgen. Weitere Ursachen oder zumindest Verstärker der Flatulenz sind:
- Nikotin
- zu viel Kaffee
- frisches Brot
- übermäßiger Konsum von Alkohol (besonders Bier)
Gar nicht selten ist das Auftreten verstärkter Blähungen nach der Raucherentwöhnung. Nach langjährigem rauchen bedeutet der Wegfall gewisser (verdauungsfördernder) Rauchinhaltsstoffe eine ziemliche Umstellung für den Körper, die nicht selten mit Blähungen und Gewichtszunahme einhergeht. Nach Ansicht vieler Mediziner kann diese Umstellung bis zu einem Jahr nach Beendigung des Rauchens dauern. Kommen zu den Blähungen noch Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit oder ein verändertes Stuhlverhalten hinzu, so sollten die Ursachen mit einem Arzt abgeklärt werden. Es könnten Erkrankungen des Magen-Darmtraktes vorliegen: Reizmagen, Reizdarm, Magenschleimhautentzündung usw. Auch eine Besiedelung des Darms mit sogenannten Candida-Pilzen wäre denkbar.
Auslöser von Blähungen
Zwiebeln und Knoblauch, Kohl, Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen), unreifes Obst, Gurken und generell Rohkost, Schlagobers, Softeis, Eiskaltes und Fettes und Kaffee sind besonders blähungsfördernd. Zudem: Schweinefleisch, Milchzucker, Süßigkeiten, frisches Brot, Vollkornprodukte, all das sind Nahrungsmittel, die mehr Blähungen erzeugen können als andere.
Ballaststoffreiche Lebensmittel wirken vor allem zusammen mit zuckerhaltiger Nahrung sowie mit Obst und Fruchtsäften blähend. Manche Menschen reagieren grundsätzlich auf zuckerhaltige Nahrung mit Blähungen, bei manchen lösen Nahrungsmittelzusätze wie Sorbit (ein Zuckeraustauschstoff) Blähungen aus. Auch Fertiggerichte, Konservenkost oder stark kohlensäurehaltige Mineralwässer können ursächlich sein.
Was schafft Abhilfe?Erleichterung schaffen altbewährte Hausmittel wie Tees aus Kümmel, Fenchel, Melisse, Anis, Pfefferminze und auch Enzian. Äusserlich angewendet hilft Kümmelöl, das in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn auf den Bauch aufgetragen wird. Die Pharmaindustrie bietet sogenannte Entschäumer, die die vielen kleinen Gasbläschen im Verdauungsbrei auflösen, in Kapselform oder als so genannte Suspension an (z.B. Lefaxin® von Bayer). Luft und Darmgase können dadurch vom Körper aufgenommen werden und ihn auf natürlichem Weg verlassen. Der unangenehme Druck und das Spannungsgefühl im Bauch lassen nach. Die Wirkung ist rein physikalisch, der Wirkstoff selbst wird vom Körper nicht aufgenommen und unverändert wieder ausgeschieden.
Tipps:- Essen Sie vorwiegend Speisen, die leicht verdaulich sind. Zu viele Ballaststoffe, scharf gewürzte, zu süße oder zu fette Speisen sollten Sie ebenso meiden, wie zuviel rohes Gemüse. Besser ist blanchiertes oder gedünstetes Gemüse, das aber noch knackig sein darf.
- Langsames Essen und das gute Einspeicheln der Nahrung können Wunder wirken. Außerdem sollte gut gekaut werden.
- Hektisches Essen, Stress, Nervosität und seelische Belastungen - auch das bringt den Darm zum Rumoren.
- Regelmäßige Bewegung bringt auch den Darm in Schwung.
- Mahlzeiten und Stuhlgang sollten zu den gleichen Tageszeiten erfolgen, um der Verdauungstätigkeit eine tageszeitliche Rhythmik zu geben.
- Essen Sie nie zu spät. Am besten nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit vor 19 Uhr ein und verzichten am Abend auf schwere Gerichte, die Ihren Magen belasten.
- Bei Bauchschmerzen helfen Wärme (Thermofor, Warmbad) und eine leichte Bauchmassage.
Wenn Blähbauch und Völlegefühl, womöglich sogar Bauchkrämpfe oder Koliken unabhängig vom Essen bzw. auf leeren Magen auftreten oder auf Dauer alle Hausmittel gegen die Blähungen wirkungslos bleiben, so ist ein Arztbesuch dringend anzuraten.
Quelle: www.gesund.co.at
Montag, 28. September 2009
Thema der Woche 40
Sport als Medizin
Sport als vorbeugendes Mittel gegen Krankheiten, ist sicher jedem bekannt. Sport bewirkt aber weit mehr. Er kann nicht nur Krankheiten verhindern, er kann sie sogar heilen:
Eine Patientin mit der Diagnose multiple Sklerose wiesen die Ärzte in eine Klinik ein, verordneten ihr Medikamente und absolute Schonung. In ihren Beruf, könne sie niemals mehr zurückkehren. Nach fünf Monaten im Krankenhaus kam die Patientin schließlich völlig geschwächt nach Hause. Und fällte einen einsamen Entschluss: Sie hatte immer gern Sport getrieben, und sie würde es auch jetzt, gegen den ärztlichen Rat, wieder tun. Zunächst waren es winzige tägliche Einheiten, zehn Minuten leichtes Hanteltraining, später kamen Walken, Biken und Skaten dazu. Die zehn Kilo, die sie durch Medikamente und die verordnete Untätigkeit zugenommen hatte, waren schließlich ebenso verschwunden wie die Migräne, unter der sie schon länger litt: "Ich habe mich regelrecht entgiftet gefühlt." Sie fängt wieder an zu arbeiten, halbtags, fährt jeden Tag sieben Kilometer mit dem Fahrrad ins Büro. Heute, zwanzig Jahre später, treibt sie noch immer jeden Tag eine halbe Stunde Sport. Sie hat einen neuen Beruf als Gesundheitsberaterin und einen Mann, der sagt: "Ohne deinen Sport wärest du nicht mehr am Leben."Bisher galt: Ein kranker Körper braucht vor allem Ruhe. Doch dieses Dogma wankt. Wissenschaftler stellen inzwischen fest: Sport kann nicht nur Krankheiten verhüten, sondern manchmal sogar heilen, in einigen Fällen besser als kostspielige Medikamente.
Bewegung kann Darmkrebs demnach nicht nur vorbeugen. Bereits erkrankte Menschen können möglicherweise ihr Leben retten, wenn sie körperlich aktiv werden. Das Rückfallrisiko bei Darmkrebs wird durch regelmässige Bewegung erheblich gesenkt- und nicht nur dort. Auch Brustkrebs-Patientinnen, die trotz der lähmenden Diagnose bald mit Sport beginnen, erhöhen deutlich ihre Chance, die Krankheit zu überleben. Ein leichtes Training mit Gewichten wirkt bei Krebspatientinnen besonders gut gegen Abgeschlagenheit, Depressionen und Ängste, ergab eine Untersuchung der Universität von Minnesota. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Zuwachs an Muskelkraft den Frauen ermöglicht, sich in ihrem angegriffenen Körper wieder sicher zu fühlen. Eine Brustkrebs-Patientin bestätigt: Obwohl die 50-Jährige zuvor nie Sport getrieben hatte, nahm ihre Onko-Walking-Gruppe nach der Operation sehr schnell einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Weil die Bewegung sie stärker machte. "Jedes Mal konnte ich wieder ein bisschen mehr. Das hat mir das Vertrauen in meinen Körper zurückgegeben." Auch Gesunde können von solchen heilsamen Effekten profitieren: "Das Wissen um die eigene sportliche Leistung, verbunden mit dem Gefühl, Situationen meistern zu können", erklärt Sportwissenschaftler Walter Brehm, "macht innerlich stark und selbstbewusst."Eine Studie an Patienten mit stark verengten Herzkranzgefäßen zeigt: Nur 20 Minuten Sportprogramm täglich wirkten besser und nachhaltiger als eine operative Erweiterung der Gefäße. Die körperlich aktiven Teilnehmer klagten im Verlauf eines Jahres weit seltener über Beschwerden und Schmerzen als jene, die chirurgisch behandelt worden waren und bei denen der Eingriff zum Teil sogar wiederholt werden musste. Bei Migräne-Patientinnen stellten türkische Forscher bereits nach sechs Wochen Ausdauersport deutliche Erfolge fest: Die Anfälle traten nur noch halb so häufig auf und waren ein Drittel weniger stark. Und bei einer Langzeitstudie aus den USA war der Effekt von Krafttraining doppelt so groß wie der Nutzen von Osteoporose-Tabletten: Zwei Stunden Muskeltraining pro Woche senkten das Risiko einer Hüftfraktur um mehr als ein Drittel.
Dass Sport außerdem nicht nur schlechte Laune vertreibt, sondern auch eine wirksame Therapie gegen psychische Erkrankungen und Störungen sein kann, haben jetzt mehrere neue Studien belegt. Eine amerikanisch-kanadische Forschergruppe zum Beispiel verordnete einer Gruppe schwer depressiver Patientinnen und Patienten, regelmäßig mindestens 30 Minuten zu Fuß zu gehen oder Fahrrad zu fahren. Allein durch dieses Bewegungsprogramm nahmen die Symptome der Krankheit um bis zu 50 Prozent ab. Eine Untersuchung an der Berliner Charité deutet darauf hin, dass auch Angststörungen mit Bewegung gebessert werden können: Die Ärzte hatten gesunden Menschen einen Panik auslösenden Stoff injiziert und sie anschließend eine halbe Stunde aufs Laufband geschickt: Atemnot, Herzrasen und auch Übelkeit gingen daraufhin zurück.
Schwedische Forscher fanden heraus, dass Menschen, die in ihren mittleren Jahren mindestens zweimal pro Woche Sport trieben, Jahrzehnte später nur halb so häufig von Alzheimer betroffen waren wie träge Altergenossen. Immer mehr Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis ins hohe Alter neue Nervenzellen im Gehirn entstehen, wenn man sie geistig und körperlich fördert. Und genau diese frischen Neuronen bilden möglicherweise den besten Schutz vor Demenz und Depressionen.
Sport ist eine Medizin, die man in keiner Apotheke kaufen kann. Kein Pharma-Unternehmen bemüht sich um ihre Vermarktung, keine Arzneimittelbehörde prüft Nutzen und Nebenwirkungen. Wahrscheinlich blieb ihre heilsame Kraft deshalb lange Zeit unerforscht. Nur wer sie am eigenen Leib erprobt hat, manchmal sogar gegen den Rat der Ärzte, schwört darauf- auch ohne wissenschaftliche Beweise.
Quelle: www.brigitte.de
Sport als vorbeugendes Mittel gegen Krankheiten, ist sicher jedem bekannt. Sport bewirkt aber weit mehr. Er kann nicht nur Krankheiten verhindern, er kann sie sogar heilen:
Eine Patientin mit der Diagnose multiple Sklerose wiesen die Ärzte in eine Klinik ein, verordneten ihr Medikamente und absolute Schonung. In ihren Beruf, könne sie niemals mehr zurückkehren. Nach fünf Monaten im Krankenhaus kam die Patientin schließlich völlig geschwächt nach Hause. Und fällte einen einsamen Entschluss: Sie hatte immer gern Sport getrieben, und sie würde es auch jetzt, gegen den ärztlichen Rat, wieder tun. Zunächst waren es winzige tägliche Einheiten, zehn Minuten leichtes Hanteltraining, später kamen Walken, Biken und Skaten dazu. Die zehn Kilo, die sie durch Medikamente und die verordnete Untätigkeit zugenommen hatte, waren schließlich ebenso verschwunden wie die Migräne, unter der sie schon länger litt: "Ich habe mich regelrecht entgiftet gefühlt." Sie fängt wieder an zu arbeiten, halbtags, fährt jeden Tag sieben Kilometer mit dem Fahrrad ins Büro. Heute, zwanzig Jahre später, treibt sie noch immer jeden Tag eine halbe Stunde Sport. Sie hat einen neuen Beruf als Gesundheitsberaterin und einen Mann, der sagt: "Ohne deinen Sport wärest du nicht mehr am Leben."Bisher galt: Ein kranker Körper braucht vor allem Ruhe. Doch dieses Dogma wankt. Wissenschaftler stellen inzwischen fest: Sport kann nicht nur Krankheiten verhüten, sondern manchmal sogar heilen, in einigen Fällen besser als kostspielige Medikamente.
Bewegung kann Darmkrebs demnach nicht nur vorbeugen. Bereits erkrankte Menschen können möglicherweise ihr Leben retten, wenn sie körperlich aktiv werden. Das Rückfallrisiko bei Darmkrebs wird durch regelmässige Bewegung erheblich gesenkt- und nicht nur dort. Auch Brustkrebs-Patientinnen, die trotz der lähmenden Diagnose bald mit Sport beginnen, erhöhen deutlich ihre Chance, die Krankheit zu überleben. Ein leichtes Training mit Gewichten wirkt bei Krebspatientinnen besonders gut gegen Abgeschlagenheit, Depressionen und Ängste, ergab eine Untersuchung der Universität von Minnesota. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Zuwachs an Muskelkraft den Frauen ermöglicht, sich in ihrem angegriffenen Körper wieder sicher zu fühlen. Eine Brustkrebs-Patientin bestätigt: Obwohl die 50-Jährige zuvor nie Sport getrieben hatte, nahm ihre Onko-Walking-Gruppe nach der Operation sehr schnell einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Weil die Bewegung sie stärker machte. "Jedes Mal konnte ich wieder ein bisschen mehr. Das hat mir das Vertrauen in meinen Körper zurückgegeben." Auch Gesunde können von solchen heilsamen Effekten profitieren: "Das Wissen um die eigene sportliche Leistung, verbunden mit dem Gefühl, Situationen meistern zu können", erklärt Sportwissenschaftler Walter Brehm, "macht innerlich stark und selbstbewusst."Eine Studie an Patienten mit stark verengten Herzkranzgefäßen zeigt: Nur 20 Minuten Sportprogramm täglich wirkten besser und nachhaltiger als eine operative Erweiterung der Gefäße. Die körperlich aktiven Teilnehmer klagten im Verlauf eines Jahres weit seltener über Beschwerden und Schmerzen als jene, die chirurgisch behandelt worden waren und bei denen der Eingriff zum Teil sogar wiederholt werden musste. Bei Migräne-Patientinnen stellten türkische Forscher bereits nach sechs Wochen Ausdauersport deutliche Erfolge fest: Die Anfälle traten nur noch halb so häufig auf und waren ein Drittel weniger stark. Und bei einer Langzeitstudie aus den USA war der Effekt von Krafttraining doppelt so groß wie der Nutzen von Osteoporose-Tabletten: Zwei Stunden Muskeltraining pro Woche senkten das Risiko einer Hüftfraktur um mehr als ein Drittel.
Dass Sport außerdem nicht nur schlechte Laune vertreibt, sondern auch eine wirksame Therapie gegen psychische Erkrankungen und Störungen sein kann, haben jetzt mehrere neue Studien belegt. Eine amerikanisch-kanadische Forschergruppe zum Beispiel verordnete einer Gruppe schwer depressiver Patientinnen und Patienten, regelmäßig mindestens 30 Minuten zu Fuß zu gehen oder Fahrrad zu fahren. Allein durch dieses Bewegungsprogramm nahmen die Symptome der Krankheit um bis zu 50 Prozent ab. Eine Untersuchung an der Berliner Charité deutet darauf hin, dass auch Angststörungen mit Bewegung gebessert werden können: Die Ärzte hatten gesunden Menschen einen Panik auslösenden Stoff injiziert und sie anschließend eine halbe Stunde aufs Laufband geschickt: Atemnot, Herzrasen und auch Übelkeit gingen daraufhin zurück.
Schwedische Forscher fanden heraus, dass Menschen, die in ihren mittleren Jahren mindestens zweimal pro Woche Sport trieben, Jahrzehnte später nur halb so häufig von Alzheimer betroffen waren wie träge Altergenossen. Immer mehr Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis ins hohe Alter neue Nervenzellen im Gehirn entstehen, wenn man sie geistig und körperlich fördert. Und genau diese frischen Neuronen bilden möglicherweise den besten Schutz vor Demenz und Depressionen.
Sport ist eine Medizin, die man in keiner Apotheke kaufen kann. Kein Pharma-Unternehmen bemüht sich um ihre Vermarktung, keine Arzneimittelbehörde prüft Nutzen und Nebenwirkungen. Wahrscheinlich blieb ihre heilsame Kraft deshalb lange Zeit unerforscht. Nur wer sie am eigenen Leib erprobt hat, manchmal sogar gegen den Rat der Ärzte, schwört darauf- auch ohne wissenschaftliche Beweise.
Quelle: www.brigitte.de
Montag, 14. September 2009
Thema der Woche 38
Die Pille als Handicap?
Moderates Krafttraining hat sich längst von der abschreckenden Bodybuilder-Muskelprotz-Ästhetik emanzipiert. Es ist eine der wichtigsten Strategien gegen Zivilisationskrankheiten. Sowohl Rückenbeschwerden als auch Entgleisungen des Stoffwechsels wie Diabetes bessern sich, wenn die Fettmasse zugunsten der Muskelmasse abnimmt. Besonders junge, körperbewusste Menschen achten auf ihre Fitness und trainieren auch ohne Beschwerden ihre Muskeln regelmässig. Die Frauen unter ihnen müssen jedoch plötzlich erkennen, dass sie sich wie Sisyphus vergeblich mühen, wenn sie mittels Hormonen oder eben via Pille verhüten.
Amerikanische Forscher um Chang-Wook Lee haben an den Universitäten von Texas und Pittsburg 34 Frauen, die Hormone zur Verhütung einnahmen, und 39 Frauen, die keine Pillen nahmen, über zehn Wochen beim Fitnesstraining beobachtet. Sie waren zwischen 18 und 31 Jahren alt und hielten gleiche Trainings- und Ernährungs-bedingungen ein. Das Resultat überraschte in seiner Eindeutigkeit sogar die Forscher selbst: Unter der Pille baut man 60 Prozent weniger Muskelmasse auf, als wenn „frau“ auf Hormone verzichtet. Eine umfassende Erklärung gibt es noch nicht. Allerdings fällt auf, dass katabole (muskelabbauende) Kortisonabkömmlinge, also solche, die bei Stressreaktionen hochgefahren werden, bei den Pillennehmerinnen erhöht waren.
Das sind auf Dauer unerwünschte Kandidaten. Denn sie kurbeln beispielsweise den Knochenabbau an. So verwundert es nicht, dass das Knochengerüst von heran-wachsenden Frauen unter der Pille an Stabilität einbüsst, wie eine fünf Jahre dauernde Beobachtungsstudie soeben gezeigt hat. Nur nach Absetzen nahm die Knochendichte wieder zu. Acht von zehn Frauen in den USA nehmen zu einer Zeit die Pille, da der Körper besonders aktiv Knochenaufbau betreibt. Ihnen empfiehlt man, unter der Pille ihre Ernährung mittels Calciumpräparaten konsequent zu ergänzen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass jenen Frauen offenbar etwas fehlt, die während der hormonellen Verhütung nicht auf zusätzliches Calcium achten. Die Pille hemmt überdies den Kollagenaufbau in Sehnen, Knochen und Muskeln. Wie dem zu begegnen wäre, ist nicht untersucht.
Unterschwellige RisikenAm Beispiel der ausgebremsten Fitness sieht man, dass manche Nachteile nicht sofort auffallen, vor allem, wenn sie nicht spektakulär sind. Sie werden erst wahrgenommen, wenn jemand gezielt danach sucht. Deshalb sind schwerwiegende Nebenwirkungen der Pille etwa Lungenembolien, derentwegen junge Frauen in die Schlagzeilen geraten, auch nur die Spitze des Eisbergs. Die langfristigen Risiken der Pille für den Stoff-wechsel junger Frauen sind nämlich erste in Ansätzen erforscht. Sie sind umso schwieriger zu erfassen, als es sich oft um unterschwellige Veränderungen handelt, die womöglich erst nach Jahren ihr gesamtes Schadenpotenzial offenbaren.
So hat man inzwischen etliche Hinweise, dass die Einnahme der Pille den Zuckerstoff-wechsel beeinträchtigt, die Glukoseverarbeitung verschlechtert und die Empfindlichkeit für Insulin herabsetzt. Ob man Frauen, die zuckerkrank sind, überhaupt eine Pille verschreiben sollte, war lange umstritten. Es gäbe auch - so eine umfassende Analyse von unabhängiger Seite - keine klare wissenschaftliche Antwort darauf, ob durch die neueren Pillenpräparate bei diesen kranken Frauen tatsächlich keine Verschlechterung zu befürchten seien. Aber auch Untersuchungen an gesunden Frauen geben keine Entwarnung. In einer finnischen Studie wurde eine Verschlechterung des Zucker-Insulin-Haushaltes festgestellt, die Hormonverhütung ging mit höheren Blutdruckwerten einher, Substanzen, die Entzündung fördern, wurden vermehrt gemessen, die Konzentration der schützenden Cholesterinpartikel (HDL) war verringert, innerhalb der Gruppe der Bluttfette waren zudem die Triglyceride erhöht. Diese Befunde bestätigen sich auch für Frauen anderer Völkerstämme, wie eine Studie mit afroamerikanischen Frauen zeigt. Die finnischen Untersucher rufen ausdrücklich zu einer kritischen Verschreibungspraxis auf, weil hier der Grundstein gelegt würde für spätere Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.
Nicht die Pille nehmen sollte, wer…..So wird die Pille zum einen zur Wegbereiterin von Zivilisationskrankheiten. Die aufge-listeten Veränderungen treten nämlich als so genanntes metabolisches Syndrom bevorzugt im Zusammenhang mit Übergewicht und mangelnder körperlicher Bewegung auf. Zum anderen verschlechtert sie bei Frauen, die bereits aus anderen Gründen zu solchen Erkrankungen neigen ihre ohnehin schlechte Ausgangsbasis. Das gilt für über-höhten Blutdruck, Diabetes, Nierenleiden und anderer Gefässerkrankungen aber auch für Migräne. Bei Frauen, die an einer Migräne leiden, die sich regelmässig durch Vorzeichen ankündigt, etwa Trugwahrnehmungen (Aura), Ist die Verschreibung kombinierter Hormonpillen sogar streng untersagt.
Professor Hartmut Gülker vom Herzzentrum in Wuppertal weist nachdrücklich auf die extreme Gefährdung durch die Kombination von Rauchen und Pille hin. Die Infarkt-Rate habe deshalb besonders bei jungen Frauen drastisch zugenommen, obwohl dies kaum bekannt sei. Er beziffert die Zahl der Raucherinnen unter den 13- bis 19jährigen Frauen auf 35 Prozent. Bei einer jungen Raucherin steigert sich das Risiko einer Herzer-krankung auf das drei - biss elffache der Nichtraucherin gleichen Alters. Unter der Pille vervielfacht sich diese Gefahr auf das 20- bis 87-fache.
Teufelskreis für junge FrauenTatsache ist, dass immer mehr junge Frauen unter ebenjenen Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems und Stoffwechsels leiden, für die die Pille womöglich einen weiteren Risikobaustein darstellt. Sie dürften von vorneherein eine Hormontherapie nur unter Vorbehalt oder eher überhaupt nicht verschrieben bekommen. Diese Krankheiten sind zudem solche, die in der Regel unentdeckt bleiben - vor allem bei jungen Menschen. Ein Fünftel der unter 35jährigen hat jüngsten Erhebungen zufolge schon einen erhöhten Blutdruck. Der Anteil der jungen Frauen, die bereits im gebärfähigen Alter unter Hochdruck und Diabetes leiden, hat sogar drastisch zugenommen, das immer häufiger davor gewarnt wird, sie mit eigentlich gut wirksamen, aber frucht-schädigenden Blutdrucksenkern zu behandeln. Wollen diese Frauen ihren Diabetes und ihren Hochdruck „natürlich“ senken, so können sie dies, wie jeder andere Kranke, am besten durch Sport und Ernährung. Man weiss, dass Krafttraining für Diabetiker sogar besonders günstig ist. Hier schliesst sich leider ein Teufelskreis: Wer mit der Pille verhütet, dem nützt das Krafttraining herzlich wenig, wie wir soeben dazu gelernt haben.
Quelle: VE news
www.lady-comp.ch
Moderates Krafttraining hat sich längst von der abschreckenden Bodybuilder-Muskelprotz-Ästhetik emanzipiert. Es ist eine der wichtigsten Strategien gegen Zivilisationskrankheiten. Sowohl Rückenbeschwerden als auch Entgleisungen des Stoffwechsels wie Diabetes bessern sich, wenn die Fettmasse zugunsten der Muskelmasse abnimmt. Besonders junge, körperbewusste Menschen achten auf ihre Fitness und trainieren auch ohne Beschwerden ihre Muskeln regelmässig. Die Frauen unter ihnen müssen jedoch plötzlich erkennen, dass sie sich wie Sisyphus vergeblich mühen, wenn sie mittels Hormonen oder eben via Pille verhüten.
Amerikanische Forscher um Chang-Wook Lee haben an den Universitäten von Texas und Pittsburg 34 Frauen, die Hormone zur Verhütung einnahmen, und 39 Frauen, die keine Pillen nahmen, über zehn Wochen beim Fitnesstraining beobachtet. Sie waren zwischen 18 und 31 Jahren alt und hielten gleiche Trainings- und Ernährungs-bedingungen ein. Das Resultat überraschte in seiner Eindeutigkeit sogar die Forscher selbst: Unter der Pille baut man 60 Prozent weniger Muskelmasse auf, als wenn „frau“ auf Hormone verzichtet. Eine umfassende Erklärung gibt es noch nicht. Allerdings fällt auf, dass katabole (muskelabbauende) Kortisonabkömmlinge, also solche, die bei Stressreaktionen hochgefahren werden, bei den Pillennehmerinnen erhöht waren.
Das sind auf Dauer unerwünschte Kandidaten. Denn sie kurbeln beispielsweise den Knochenabbau an. So verwundert es nicht, dass das Knochengerüst von heran-wachsenden Frauen unter der Pille an Stabilität einbüsst, wie eine fünf Jahre dauernde Beobachtungsstudie soeben gezeigt hat. Nur nach Absetzen nahm die Knochendichte wieder zu. Acht von zehn Frauen in den USA nehmen zu einer Zeit die Pille, da der Körper besonders aktiv Knochenaufbau betreibt. Ihnen empfiehlt man, unter der Pille ihre Ernährung mittels Calciumpräparaten konsequent zu ergänzen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass jenen Frauen offenbar etwas fehlt, die während der hormonellen Verhütung nicht auf zusätzliches Calcium achten. Die Pille hemmt überdies den Kollagenaufbau in Sehnen, Knochen und Muskeln. Wie dem zu begegnen wäre, ist nicht untersucht.
Unterschwellige RisikenAm Beispiel der ausgebremsten Fitness sieht man, dass manche Nachteile nicht sofort auffallen, vor allem, wenn sie nicht spektakulär sind. Sie werden erst wahrgenommen, wenn jemand gezielt danach sucht. Deshalb sind schwerwiegende Nebenwirkungen der Pille etwa Lungenembolien, derentwegen junge Frauen in die Schlagzeilen geraten, auch nur die Spitze des Eisbergs. Die langfristigen Risiken der Pille für den Stoff-wechsel junger Frauen sind nämlich erste in Ansätzen erforscht. Sie sind umso schwieriger zu erfassen, als es sich oft um unterschwellige Veränderungen handelt, die womöglich erst nach Jahren ihr gesamtes Schadenpotenzial offenbaren.
So hat man inzwischen etliche Hinweise, dass die Einnahme der Pille den Zuckerstoff-wechsel beeinträchtigt, die Glukoseverarbeitung verschlechtert und die Empfindlichkeit für Insulin herabsetzt. Ob man Frauen, die zuckerkrank sind, überhaupt eine Pille verschreiben sollte, war lange umstritten. Es gäbe auch - so eine umfassende Analyse von unabhängiger Seite - keine klare wissenschaftliche Antwort darauf, ob durch die neueren Pillenpräparate bei diesen kranken Frauen tatsächlich keine Verschlechterung zu befürchten seien. Aber auch Untersuchungen an gesunden Frauen geben keine Entwarnung. In einer finnischen Studie wurde eine Verschlechterung des Zucker-Insulin-Haushaltes festgestellt, die Hormonverhütung ging mit höheren Blutdruckwerten einher, Substanzen, die Entzündung fördern, wurden vermehrt gemessen, die Konzentration der schützenden Cholesterinpartikel (HDL) war verringert, innerhalb der Gruppe der Bluttfette waren zudem die Triglyceride erhöht. Diese Befunde bestätigen sich auch für Frauen anderer Völkerstämme, wie eine Studie mit afroamerikanischen Frauen zeigt. Die finnischen Untersucher rufen ausdrücklich zu einer kritischen Verschreibungspraxis auf, weil hier der Grundstein gelegt würde für spätere Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.
Nicht die Pille nehmen sollte, wer…..So wird die Pille zum einen zur Wegbereiterin von Zivilisationskrankheiten. Die aufge-listeten Veränderungen treten nämlich als so genanntes metabolisches Syndrom bevorzugt im Zusammenhang mit Übergewicht und mangelnder körperlicher Bewegung auf. Zum anderen verschlechtert sie bei Frauen, die bereits aus anderen Gründen zu solchen Erkrankungen neigen ihre ohnehin schlechte Ausgangsbasis. Das gilt für über-höhten Blutdruck, Diabetes, Nierenleiden und anderer Gefässerkrankungen aber auch für Migräne. Bei Frauen, die an einer Migräne leiden, die sich regelmässig durch Vorzeichen ankündigt, etwa Trugwahrnehmungen (Aura), Ist die Verschreibung kombinierter Hormonpillen sogar streng untersagt.
Professor Hartmut Gülker vom Herzzentrum in Wuppertal weist nachdrücklich auf die extreme Gefährdung durch die Kombination von Rauchen und Pille hin. Die Infarkt-Rate habe deshalb besonders bei jungen Frauen drastisch zugenommen, obwohl dies kaum bekannt sei. Er beziffert die Zahl der Raucherinnen unter den 13- bis 19jährigen Frauen auf 35 Prozent. Bei einer jungen Raucherin steigert sich das Risiko einer Herzer-krankung auf das drei - biss elffache der Nichtraucherin gleichen Alters. Unter der Pille vervielfacht sich diese Gefahr auf das 20- bis 87-fache.
Teufelskreis für junge FrauenTatsache ist, dass immer mehr junge Frauen unter ebenjenen Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems und Stoffwechsels leiden, für die die Pille womöglich einen weiteren Risikobaustein darstellt. Sie dürften von vorneherein eine Hormontherapie nur unter Vorbehalt oder eher überhaupt nicht verschrieben bekommen. Diese Krankheiten sind zudem solche, die in der Regel unentdeckt bleiben - vor allem bei jungen Menschen. Ein Fünftel der unter 35jährigen hat jüngsten Erhebungen zufolge schon einen erhöhten Blutdruck. Der Anteil der jungen Frauen, die bereits im gebärfähigen Alter unter Hochdruck und Diabetes leiden, hat sogar drastisch zugenommen, das immer häufiger davor gewarnt wird, sie mit eigentlich gut wirksamen, aber frucht-schädigenden Blutdrucksenkern zu behandeln. Wollen diese Frauen ihren Diabetes und ihren Hochdruck „natürlich“ senken, so können sie dies, wie jeder andere Kranke, am besten durch Sport und Ernährung. Man weiss, dass Krafttraining für Diabetiker sogar besonders günstig ist. Hier schliesst sich leider ein Teufelskreis: Wer mit der Pille verhütet, dem nützt das Krafttraining herzlich wenig, wie wir soeben dazu gelernt haben.
Quelle: VE news
www.lady-comp.ch
Montag, 7. September 2009
Thema der Woche 37
Nach dem Ausdauertraining – Essen oder Fasten?
Egal ob Sie abnehmen oder die Form steigern wollen – nach dem Training braucht Ihr Körper Kalorien und Nährstoffe!
Viele Trainierende unterdrücken nach dem Ausdauertraining ihr Hungergefühl: Sie stürmen nicht den Kühlschrank, sondern fasten geschlagene zwei Stunden. Die Theorie: Wer direkt nach der Belastung keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, verbrennt mehr Fett – und nimmt so schneller ab. Weg mit diesem Fitnessmythos!
Denn egal ob Sie laufen oder Rad fahren um abzunehmen, oder trainieren, um Ihre Leistung zu steigern – nach dem Training sollten Sie die entleerten Energiespeicher in jedem Fall wieder auffüllen.
1. Fasten fürs Fatburning? Nein!„Fasten klingt zunächst nach einer guten Idee“, sagt Experte Prof. Kuno Hottenrott. „Sind die Kohlenhydratreserven durch das Training erschöpft, regt das Fasten auch den Fettstoffwechsel an. Allerdings auf Kosten der Regenerationszeit.“ Denn nach dem Training läuft die sogenannte Glukoneogenese. Das heisst: Der Körper bildet Glykogen, um die entleerten Energiedepots der Muskulatur aufzufüllen – und dazu braucht er neue Nahrungsenergie. Die nötigen Kohlenhydrate kann der Körper am besten unmittelbar nach dem Training einlagern, bereits nach zwei Stunden sinkt die Aufnahmerate. Essen Sie also nichts, bleiben die Speicher leer, und die Regeneration verzögert sich. Schlimmer noch: Der Körper greift auf die eigenen Reserven zurück, aber nicht nur auf die Fette, sondern bedient sich aus dem Proteinpool, baut also Muskel ab.
Auch wenn bei der Glukoneogenese Energie verbraucht wird, überschätzen viele Freizeitsportler zudem die Höhe dieses Nachbrenneffektes. „Selbst nach intensiven Belastungen sind dies maximal 300 Kalorien in den ersten zwei Stunden“, sagt Prof. Hottenrott. „Entscheidend für das Abnehmen ist aber nicht der Nachbrenneffekt, sondern eine negative Energiebilanz. „Ganz einfach: Sie verbrauchen dafür mehr Energie, als Sie zu sich nehmen – über längere Zeit. „Wollen Sie abnehmen, passen Sie lieber in den zwei Stunden vor und während des Trainings die Ernährung an und vermeiden Sie in diesen Phasen Kohlenhydrate“, rät Professor Hottenrott. Sein Tipp: „Fahren Sie am Abend den Kohlenhydratanteil runter und nehmen Sie stattdessen mehr Eiweiss zu sich.“
2. Klug essen für die Topform„Viele Sportler beginnen Ihr Training mit vollem Bauch und fasten danach. Sinnvoller ist es genau umgekehrt“, sagt der Experte Prof. Hottenrott. Dies gilt insbesondere bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf. „Dann ist High-Carb-Training empfehlenswert, bei dem der Körper stets ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung hat, um nicht in ein Leistungsloch zu fallen“, so Hottenrott. Im Rennen gilt es auszunutzen, dass der Körper mit Fructose in der richtigem Zusammensetzung deutlich mehr Kohlenhydrate aufnehmen kann als bisher vermutet – nämlich 80 bis 90 Gramm pro Stunde (Kombination von Glukose und Fruktose im Verhältnis 2:1).
Als Snack nach dem Training eignen sich vor allem Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index (z.B. Cornflakes, gekochte Karotten und Rosinen). Optimal ist dabei die Kombination mit Proteinen, die der Organismus ebenfalls benötigt, um durch das Training zerstörte Muskelstrukturen wiederherzustellen. Der Effekt: Durch die Kohlenhydrate steigt der Blutzuckerspiegel, da es zu einer Insulinausschüttung kommt. Dieses Insulin wiederum öffnet sozusagen die Zellen für die im Eiweiss enthaltenen Aminosäuren – und beschleunigt dadurch die Produktion von Körperproteinen.
Quelle: FIT FOR FUN 09/09
Egal ob Sie abnehmen oder die Form steigern wollen – nach dem Training braucht Ihr Körper Kalorien und Nährstoffe!
Viele Trainierende unterdrücken nach dem Ausdauertraining ihr Hungergefühl: Sie stürmen nicht den Kühlschrank, sondern fasten geschlagene zwei Stunden. Die Theorie: Wer direkt nach der Belastung keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, verbrennt mehr Fett – und nimmt so schneller ab. Weg mit diesem Fitnessmythos!
Denn egal ob Sie laufen oder Rad fahren um abzunehmen, oder trainieren, um Ihre Leistung zu steigern – nach dem Training sollten Sie die entleerten Energiespeicher in jedem Fall wieder auffüllen.
1. Fasten fürs Fatburning? Nein!„Fasten klingt zunächst nach einer guten Idee“, sagt Experte Prof. Kuno Hottenrott. „Sind die Kohlenhydratreserven durch das Training erschöpft, regt das Fasten auch den Fettstoffwechsel an. Allerdings auf Kosten der Regenerationszeit.“ Denn nach dem Training läuft die sogenannte Glukoneogenese. Das heisst: Der Körper bildet Glykogen, um die entleerten Energiedepots der Muskulatur aufzufüllen – und dazu braucht er neue Nahrungsenergie. Die nötigen Kohlenhydrate kann der Körper am besten unmittelbar nach dem Training einlagern, bereits nach zwei Stunden sinkt die Aufnahmerate. Essen Sie also nichts, bleiben die Speicher leer, und die Regeneration verzögert sich. Schlimmer noch: Der Körper greift auf die eigenen Reserven zurück, aber nicht nur auf die Fette, sondern bedient sich aus dem Proteinpool, baut also Muskel ab.
Auch wenn bei der Glukoneogenese Energie verbraucht wird, überschätzen viele Freizeitsportler zudem die Höhe dieses Nachbrenneffektes. „Selbst nach intensiven Belastungen sind dies maximal 300 Kalorien in den ersten zwei Stunden“, sagt Prof. Hottenrott. „Entscheidend für das Abnehmen ist aber nicht der Nachbrenneffekt, sondern eine negative Energiebilanz. „Ganz einfach: Sie verbrauchen dafür mehr Energie, als Sie zu sich nehmen – über längere Zeit. „Wollen Sie abnehmen, passen Sie lieber in den zwei Stunden vor und während des Trainings die Ernährung an und vermeiden Sie in diesen Phasen Kohlenhydrate“, rät Professor Hottenrott. Sein Tipp: „Fahren Sie am Abend den Kohlenhydratanteil runter und nehmen Sie stattdessen mehr Eiweiss zu sich.“
2. Klug essen für die Topform„Viele Sportler beginnen Ihr Training mit vollem Bauch und fasten danach. Sinnvoller ist es genau umgekehrt“, sagt der Experte Prof. Hottenrott. Dies gilt insbesondere bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf. „Dann ist High-Carb-Training empfehlenswert, bei dem der Körper stets ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung hat, um nicht in ein Leistungsloch zu fallen“, so Hottenrott. Im Rennen gilt es auszunutzen, dass der Körper mit Fructose in der richtigem Zusammensetzung deutlich mehr Kohlenhydrate aufnehmen kann als bisher vermutet – nämlich 80 bis 90 Gramm pro Stunde (Kombination von Glukose und Fruktose im Verhältnis 2:1).
Als Snack nach dem Training eignen sich vor allem Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index (z.B. Cornflakes, gekochte Karotten und Rosinen). Optimal ist dabei die Kombination mit Proteinen, die der Organismus ebenfalls benötigt, um durch das Training zerstörte Muskelstrukturen wiederherzustellen. Der Effekt: Durch die Kohlenhydrate steigt der Blutzuckerspiegel, da es zu einer Insulinausschüttung kommt. Dieses Insulin wiederum öffnet sozusagen die Zellen für die im Eiweiss enthaltenen Aminosäuren – und beschleunigt dadurch die Produktion von Körperproteinen.
Quelle: FIT FOR FUN 09/09
Montag, 31. August 2009
Thema der Woche 36
Gewohnheiten, die süchtig machen
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Habt Ihr schon mal panisch nach Eurem Lippenbalsam gesucht oder geht es Euch erst nach einer Tasse Kaffee besser? Für viele der ganz normale Alltag. Warum uns manche Gewohnheiten süchtig machen und wie wir wieder davon loskommen.
Koffein
Wie die Abhängigkeit entsteht:Fit sein, nicht müde wirken - dafür greifen viele zu Kaffeetasse oder Colaflasche. Viele Liter Kaffee und Cola werden getrunken, weil's aufputscht - und schmeckt.
Was im Körper passiert:Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem. Puls und Blutdruck steigen an, verbessern die Durchblutung im Gehirn und die Konzentrationsfähigkeit, sogar die Stimmung hellt sich auf. Je nach Dosierung und Sensibilität treten allerdings auch Symptome wie Herzrasen, Übelkeit und Schlaflosigkeit auf. Experten streiten noch, ob man tatsächlich von einer Abhängigkeit sprechen kann, da suchttypische Merkmale wie ständige Dosissteigerung oder ein Rauschzustand fehlen. Doch viele Menschen verspüren ein körperliches Verlangen nach den Aufputsch-Drinks. Einige meinen sogar, bei Entzug unter Kopfschmerzen und schlechter Laune zu leiden. Und für andere hat der permanente Griff zum Kaffeebecher oder zur Colaflasche schlicht eine Menge mit Gewohnheit zu tun.
Wie man davon loskommt:Wer sich an seiner Kaffeesucht stört, sucht ein anderes Ritual gegen Müdigkeit, etwa fünf tiefe Atemzüge am offenen Fenster oder ein paar Kniebeugen. Auch gut: grüner, schwarzer oder Mate-Tee - das enthaltene Koffein wirkt zwar weniger stark, wird dafür aber auch langsamer vom Organismus abgebaut. Cola-light-Fans, die die süße Brause als Wasserersatz trinken, könnten z.B. auf Wasser mit Zitrone, Ingwer oder Kräutern "umtrainieren".
Nasenspray
Wie die Abhängigkeit entsteht:Ein Schnupfen genügt. Um trotz verstopfter Nase ruhig schlafen zu können, greifen wir zum erlösenden Spray. Auf der Packungsbeilage steht aber deutlich: "Nicht länger als fünf Tage anwenden. Dauergebrauch kann zu chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut führen."
Was im Körper passiert:Wirkstoffe im Spray verengen die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Man kann endlich wieder frei durchatmen. Doch bei Dauergebrauch folgt bereits nach wenigen Tagen eine unerwünschte Gegenreaktion. Sobald der Wirkstoff vom Organismus abgebaut ist, werden die Schleimhäute umso stärker durchblutet, schwellen an - und die Atemwege sind bald vollends verstopft.
Wie man davon loskommt:Auf Meersalz-Nasenspray, homöopathische Nasenspray oder sanfte Präparate für Kinder umsteigen. Auch die "Ein-Loch-Methode" kann helfen: eine Zeit lang nur noch in ein Nasenloch sprühen, dann kann das andere sich erholen, bis man vom Wirkstoff entwöhnt ist.
Kaugummi
Wie die Abhängigkeit entsteht:Oft startet die ungezügelte Kaulust als Ersatzhandlung, etwa während einer Diät oder nach dem Rauchstopp. Oder man kaut einfach aus Stress oder Langeweile.
Was im Körper passiert:
Kauen beruhigt. Zum einen, weil es normalerweise signalisiert, dass gleich wichtige Nährstoffe im Körper landen, zum anderen, weil sich durch die mahlende Kieferbewegung Aggressionen regelrecht "wegbeißen" lassen. Eine Studie der Universität Erlangen belegt: Wer Kaugummi kaut, liefert bei geistigen Leistungstests ein um bis zu 30 Prozent besseres Ergebnis ab, weil das Gehirn besser durchblutet wird. Nachteile der Kaulust: Zuckerhaltiger Kaugummi ist schlecht für die Zähne, und Zuckerersatzstoffe können in großer Menge abführend wirken bzw. sind die meisten von ihnen sehr gesundheitsschädigend. Ansonsten ist diese "Abhängigkeit" aber völlig harmlos.
Wie man davon loskommt:Entspannungsmethoden erlernen und diese bei Stress anwenden. Oder nur noch pantomimisch kauen, um den Kiefer zu lockern. Ansonsten auf regelmäßige Mahlzeiten achten, um ständige Beißlust zu vermeiden
Lippenbalsam
Wie die Abhängigkeit entsteht:Frauen sind deutlich anfälliger als Männer. Sie starten ihre Lippenpflege-Karriere oft schon als Teenie, damit der Kussmund immer zart und verführerisch wirkt. Da die Lippenhaut selbst keine schützende Talgschicht produzieren kann, neigt sie zum Austrocknen, etwa durch Kälte, Hitze, Wind und Sonne oder wenn man die Lippen häufig mit der Zunge befeuchtet. Hat man sich das dauernde Nachfetten erst mal angewöhnt, wird man richtig nervös, wenn man gerade keinen Stift zur Hand hat.
Was im Körper passiert:Lippenbalsam legt eine Fettschicht auf die Lippenhaut und verhindert, dass Feuchtigkeit entweicht. Dieses geschmeidige Gefühl wird laut Experten als so angenehm empfunden, dass man die natürliche Trockenheit auf den Lippen irgendwann kaum noch aushalten kann. Manche Substanzen wie Duft-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe in den Pflegeprodukten können die Lippen noch zusätzlich austrocknen. Laut Öko-Test sollte man bei Bedarf deshalb einen Balsam ohne Erdölprodukte und chemische UV-Filter wählen. Besser: natürliche Inhaltsstoffe und physikalischer UV-Schutz etwa auf Basis von Zinkoxid.
Wie man davon loskommt:Es ist zwar völlig unbedenklich, wenn man sich ständig die Lippen balsamiert. Aber wenn man davon weg will, muss man das Gefühl normal trockener Lippen wieder aushalten lernen und darf auch nicht dauernd mit der Zunge darüberlecken. Nach drei Wochen Abstinenz ist es geschafft. Bei wirklich rissigen, spröden Lippen eine natürliche Pflege ohne Zusätze verwenden. Auch gelegentlich dünn aufgetragener Honig oder Quark macht die Lippen glatt.
Quelle: http://www.brigitte.de/
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Habt Ihr schon mal panisch nach Eurem Lippenbalsam gesucht oder geht es Euch erst nach einer Tasse Kaffee besser? Für viele der ganz normale Alltag. Warum uns manche Gewohnheiten süchtig machen und wie wir wieder davon loskommen.
Koffein
Wie die Abhängigkeit entsteht:Fit sein, nicht müde wirken - dafür greifen viele zu Kaffeetasse oder Colaflasche. Viele Liter Kaffee und Cola werden getrunken, weil's aufputscht - und schmeckt.
Was im Körper passiert:Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem. Puls und Blutdruck steigen an, verbessern die Durchblutung im Gehirn und die Konzentrationsfähigkeit, sogar die Stimmung hellt sich auf. Je nach Dosierung und Sensibilität treten allerdings auch Symptome wie Herzrasen, Übelkeit und Schlaflosigkeit auf. Experten streiten noch, ob man tatsächlich von einer Abhängigkeit sprechen kann, da suchttypische Merkmale wie ständige Dosissteigerung oder ein Rauschzustand fehlen. Doch viele Menschen verspüren ein körperliches Verlangen nach den Aufputsch-Drinks. Einige meinen sogar, bei Entzug unter Kopfschmerzen und schlechter Laune zu leiden. Und für andere hat der permanente Griff zum Kaffeebecher oder zur Colaflasche schlicht eine Menge mit Gewohnheit zu tun.
Wie man davon loskommt:Wer sich an seiner Kaffeesucht stört, sucht ein anderes Ritual gegen Müdigkeit, etwa fünf tiefe Atemzüge am offenen Fenster oder ein paar Kniebeugen. Auch gut: grüner, schwarzer oder Mate-Tee - das enthaltene Koffein wirkt zwar weniger stark, wird dafür aber auch langsamer vom Organismus abgebaut. Cola-light-Fans, die die süße Brause als Wasserersatz trinken, könnten z.B. auf Wasser mit Zitrone, Ingwer oder Kräutern "umtrainieren".
Nasenspray
Wie die Abhängigkeit entsteht:Ein Schnupfen genügt. Um trotz verstopfter Nase ruhig schlafen zu können, greifen wir zum erlösenden Spray. Auf der Packungsbeilage steht aber deutlich: "Nicht länger als fünf Tage anwenden. Dauergebrauch kann zu chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut führen."
Was im Körper passiert:Wirkstoffe im Spray verengen die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Man kann endlich wieder frei durchatmen. Doch bei Dauergebrauch folgt bereits nach wenigen Tagen eine unerwünschte Gegenreaktion. Sobald der Wirkstoff vom Organismus abgebaut ist, werden die Schleimhäute umso stärker durchblutet, schwellen an - und die Atemwege sind bald vollends verstopft.
Wie man davon loskommt:Auf Meersalz-Nasenspray, homöopathische Nasenspray oder sanfte Präparate für Kinder umsteigen. Auch die "Ein-Loch-Methode" kann helfen: eine Zeit lang nur noch in ein Nasenloch sprühen, dann kann das andere sich erholen, bis man vom Wirkstoff entwöhnt ist.
Kaugummi
Wie die Abhängigkeit entsteht:Oft startet die ungezügelte Kaulust als Ersatzhandlung, etwa während einer Diät oder nach dem Rauchstopp. Oder man kaut einfach aus Stress oder Langeweile.
Was im Körper passiert:
Kauen beruhigt. Zum einen, weil es normalerweise signalisiert, dass gleich wichtige Nährstoffe im Körper landen, zum anderen, weil sich durch die mahlende Kieferbewegung Aggressionen regelrecht "wegbeißen" lassen. Eine Studie der Universität Erlangen belegt: Wer Kaugummi kaut, liefert bei geistigen Leistungstests ein um bis zu 30 Prozent besseres Ergebnis ab, weil das Gehirn besser durchblutet wird. Nachteile der Kaulust: Zuckerhaltiger Kaugummi ist schlecht für die Zähne, und Zuckerersatzstoffe können in großer Menge abführend wirken bzw. sind die meisten von ihnen sehr gesundheitsschädigend. Ansonsten ist diese "Abhängigkeit" aber völlig harmlos.
Wie man davon loskommt:Entspannungsmethoden erlernen und diese bei Stress anwenden. Oder nur noch pantomimisch kauen, um den Kiefer zu lockern. Ansonsten auf regelmäßige Mahlzeiten achten, um ständige Beißlust zu vermeiden
Lippenbalsam
Wie die Abhängigkeit entsteht:Frauen sind deutlich anfälliger als Männer. Sie starten ihre Lippenpflege-Karriere oft schon als Teenie, damit der Kussmund immer zart und verführerisch wirkt. Da die Lippenhaut selbst keine schützende Talgschicht produzieren kann, neigt sie zum Austrocknen, etwa durch Kälte, Hitze, Wind und Sonne oder wenn man die Lippen häufig mit der Zunge befeuchtet. Hat man sich das dauernde Nachfetten erst mal angewöhnt, wird man richtig nervös, wenn man gerade keinen Stift zur Hand hat.
Was im Körper passiert:Lippenbalsam legt eine Fettschicht auf die Lippenhaut und verhindert, dass Feuchtigkeit entweicht. Dieses geschmeidige Gefühl wird laut Experten als so angenehm empfunden, dass man die natürliche Trockenheit auf den Lippen irgendwann kaum noch aushalten kann. Manche Substanzen wie Duft-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe in den Pflegeprodukten können die Lippen noch zusätzlich austrocknen. Laut Öko-Test sollte man bei Bedarf deshalb einen Balsam ohne Erdölprodukte und chemische UV-Filter wählen. Besser: natürliche Inhaltsstoffe und physikalischer UV-Schutz etwa auf Basis von Zinkoxid.
Wie man davon loskommt:Es ist zwar völlig unbedenklich, wenn man sich ständig die Lippen balsamiert. Aber wenn man davon weg will, muss man das Gefühl normal trockener Lippen wieder aushalten lernen und darf auch nicht dauernd mit der Zunge darüberlecken. Nach drei Wochen Abstinenz ist es geschafft. Bei wirklich rissigen, spröden Lippen eine natürliche Pflege ohne Zusätze verwenden. Auch gelegentlich dünn aufgetragener Honig oder Quark macht die Lippen glatt.
Quelle: http://www.brigitte.de/
Montag, 13. Juli 2009
Thema der Woche 29
Abnehmen
Sport, Sport und noch mal Sport
Wer langfristig seine überflüssigen Pfunde zum Schmelzen bringen will, sollte fünfmal wöchentlich 55 Minuten trainieren, zeigt das Ergebnis einer US-Studie.
Weniger Kalorien, mehr Sport – diese Devise gilt als wirksames Konzept im Kampf gegen ungeliebte Speckröllchen. Allerdings kommt es offenbar auf die optimale Dosis Sport an, haben amerikanische Wissenschaftler nun herausgefunden. Die Faustregel, fünfmal wöchentlich 30 Minuten zu schwitzen, ist damit passé.
Kilokalorien verbrennen
Das Forscherteam um John M. Jakicic von der Universität Pittsburgh nahm den Langzeiteffekt von mehr als 200 übergewichtigen Frauen unter die Lupe, die zwischen 1999 und 2003 an einem Programm zur Gewichtsreduzierung teilgenommen hatten. Alle Probandinnen durften während dieser Phase zwischen 1200 bis 1500 Kalorien am Tag zu sich zu nehmen.
Für das sportliche Programm teilten die Forscher die Frauen in zwei Gruppen ein: Die einen mussten 1000 Kilokalorien pro Woche auf sportliche Weise verbrennen, für die anderen lag das Ziel bei 2000 Kilokalorien pro Woche. Unterstützung fanden die Teilnehmerinnen in Gruppentreffen, in denen sie Rat in Sachen Ernährungsumstellung und Training bekamen.
Einsatz bringt Erfolg
Das kurzfristige Ergebnis konnte sich in beiden Gruppen sehen lassen: Alle Teilnehmerinnen verloren durchschnittlich zwischen acht und zehn Prozent ihres Körpergewichts. Doch mit der Zeit kamen die Kilos bei den meisten wieder drauf. So lagen die meisten Damen zwei Jahre nach Ende des Programms nur noch fünf Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht.
Lediglich die Teilnehmerinnen, die im Schnitt 275 Minuten pro Woche Sport getrieben und dabei 1835 Kilokalorien verbrannt hatten, wogen auch nach zwei Jahren noch mindestens zehn Prozent weniger als vor dem Programm. Umgerechnet entspricht dies einem Sportpensum von 55 Minuten an fünf Tagen mit einer Fatburner-Wirkung von jeweils 367 Kilokalorien.
Quelle: Archives of Internal Medicin
Sport, Sport und noch mal Sport
Wer langfristig seine überflüssigen Pfunde zum Schmelzen bringen will, sollte fünfmal wöchentlich 55 Minuten trainieren, zeigt das Ergebnis einer US-Studie.
Weniger Kalorien, mehr Sport – diese Devise gilt als wirksames Konzept im Kampf gegen ungeliebte Speckröllchen. Allerdings kommt es offenbar auf die optimale Dosis Sport an, haben amerikanische Wissenschaftler nun herausgefunden. Die Faustregel, fünfmal wöchentlich 30 Minuten zu schwitzen, ist damit passé.
Kilokalorien verbrennen
Das Forscherteam um John M. Jakicic von der Universität Pittsburgh nahm den Langzeiteffekt von mehr als 200 übergewichtigen Frauen unter die Lupe, die zwischen 1999 und 2003 an einem Programm zur Gewichtsreduzierung teilgenommen hatten. Alle Probandinnen durften während dieser Phase zwischen 1200 bis 1500 Kalorien am Tag zu sich zu nehmen.
Für das sportliche Programm teilten die Forscher die Frauen in zwei Gruppen ein: Die einen mussten 1000 Kilokalorien pro Woche auf sportliche Weise verbrennen, für die anderen lag das Ziel bei 2000 Kilokalorien pro Woche. Unterstützung fanden die Teilnehmerinnen in Gruppentreffen, in denen sie Rat in Sachen Ernährungsumstellung und Training bekamen.
Einsatz bringt Erfolg
Das kurzfristige Ergebnis konnte sich in beiden Gruppen sehen lassen: Alle Teilnehmerinnen verloren durchschnittlich zwischen acht und zehn Prozent ihres Körpergewichts. Doch mit der Zeit kamen die Kilos bei den meisten wieder drauf. So lagen die meisten Damen zwei Jahre nach Ende des Programms nur noch fünf Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht.
Lediglich die Teilnehmerinnen, die im Schnitt 275 Minuten pro Woche Sport getrieben und dabei 1835 Kilokalorien verbrannt hatten, wogen auch nach zwei Jahren noch mindestens zehn Prozent weniger als vor dem Programm. Umgerechnet entspricht dies einem Sportpensum von 55 Minuten an fünf Tagen mit einer Fatburner-Wirkung von jeweils 367 Kilokalorien.
Quelle: Archives of Internal Medicin
Montag, 6. Juli 2009
Thema der Woche 28
Anabolika
Was ist das?
Anabolika (anabole Steroide) sind künstlich hergestellte Hormone, die auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron zurückgehen. Beim Testosteron unterscheidet man eine androgene (die männlichen Geschlechtsmerkmale beeinflussende) und eine anabole
(stoffwechselbegünstigende, muskelaufbauende) Wirkung. Bei der Herstellung der synthetischen Anabolikaprodukte hat man deshalb versucht, die anabole Komponente auszunutzen. Der androgene Anteil bleibt jedoch als Nebenwirkung erhalten.
Nebenwirkungen von Steroiden
Längst helfen nicht mehr nur Spitzensportler nach, wenn die Leistungsfähigkeit an Grenzen stösst. Seit Mitte der 70er Jahre greifen zunehmend auch Freizeitsportler, vor allem Bodybuilder, zu Dopingmittel. Neben gängigen anabolen Steroiden werden aber auch in der Tierzucht verwendete Mittel oder hierzulande nicht handelsübliche, über den Schwarzmarkt bezogene Abkömmlinge gebraucht. Über Risiken wie Hodenschrumpfung (resp. Klitorisvergrösserung), Unfruchtbarkeit, Lebererkrankungen und -tumoren, Gelbsucht, Herzschäden, Heraustreten der Augäpfel, Brustdrüsenwachstum (beim Mann) und Prostatakrebs wissen die Anwender meist kaum etwas bzw. wollen dies gar nicht hören. Hauterscheinungen wie schwere Akne kommt eine Signalwirkung für Anabolikamissbrauch zu. Auch psychische Auswirkungen geben zu Besorgnis Anlass: Bei regelmässigem Gebrauch mit hohen Dosierungen fallen nicht selten paranoide, schizophrene, aggressive, asoziale, narzisstische und theatralische Wesensänderungen auf. Soweit rückblickende Befragungen der Bodybuilder eine Einschätzung erlauben, unterschieden sich die Charaktere vor Beginn des Missbrauchs nicht wesentlich von denen der Durchschnittsbevölkerung. Nach Absetzen der Anabolika werden auch sehr häufig schwere Depressionen beobachtet.
Steroide oder Natural?
Beachtet Ihr alle wichtigen Trainingsregeln, ernährt Euch zielgerecht, so wird es jedem möglich sein in gewisser Zeit soviel Muskeln aufzubauen wie seine Genetik dies zulässt.
Der Angelpunkt dieser Entscheidung lässt sich auf eine einzige Frage reduzieren:
Will ich massiger sein, als mir von Natur aus möglich ist? Wenn man ständig mehr als das wiegen möchten, so wir man immer wieder Stoffen müssen.Sicherlich werden nun manche sagen, dass sie bis zu Ihrer genetischen Grenze mit Steroiden vorstossen möchten und dann aufhören werden. Die Praxis zeigt leider, dass dies meist nur leere Versprechungen sind. Die meisten haben keine Vorstellung davon, wie schwierig es ist, aus dem Steroidsumpf herauszukommen. Da Bodybuilding bei den meisten Trainierenden irgendwann mal zu einer Art Sucht wird und einen nicht zu kleinen Teil Ihres Lebens bestimmt, ist auch der Wunsch nach immer mehr Masse schnell vorhanden und der Weg für Steroidkonsum geglättet.
Die genetische Grenze in kg (bei Männern) liegt bei den meisten im Bereich Körpergrösse minus 80 bis 90. Sprich ein 180 cm grosser Athlet sollte je nach gen. Veranlagung zwischen 90 und 100 kg natural erreichen und zwar bei geringem Körperfettanteil. Da es wirklich nur äusserst selten echte Hardgainer gibt, sollten durch gutes Training und entsprechende Ernährung ca. 18 kg möglich sein. Dies sind evt. 45er Arme, durchdefiniert, welche bereits gigantisch aussehen. In den Zeitschriften liest man von 55er und 60er Armen. Dies sind verständlicherweise Angaben aus der Offline Season (Nichtwettkampfzeit), wenn noch Fett darüber liegt. Arnold Schwarzenegger gewann einen Mr. Olympia mit 50er Armen, es wird sogar gemunkelt, dass es nur 49 cm waren.
Viele denken, diese Personen nehmen Anabolika ein und werden gross und stark ohne jegliche Probleme. Dem ist nicht so: Die wirklich massigen Wettkampfathleten sind NICHT gesund und NICHT fit, einige Runden schnelles Laufen ums Stadion würden sie nicht ohne Schaden überstehen. Die Probleme während und nach einer Kur sind so mannigfaltig, dass es vollkommen den Rahmen sprengen würde, diese hier aufzulisten.
Wenn man die Trainingsregeln anwendet, sich entsprechend ernährt und mit Freude am Training bleibt, ist es kein Problem bis an seine genetische Grenze Muskeln aufzubauen. Unterhalb der Grenze des Machbaren ist es ist völlig unnötig, sehr ungesund und teils lebensgefährlich, Anabolika zu benutzen.
Je mehr Ihr Euch Eurer genetischen Grenze nähert, wird es immer schwieriger, Masse aufzubauen. Das solltet Ihr jedoch als Herausforderung sehen.
Und wenn gar keine Massezunahme mehr erreicht wird, könnt Ihr Euch auf neue Ziele konzentrieren (mehr Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination…).
Es ist immer möglich noch etwas zu verbessern…Steroide sind dafür in jedem Fall unnötig.
Quelle: www.sportfitness.ch
Sehr interessante Artikel hierzu: www.nzz.ch/2007/01/07/sp/articleESO59.html, www.armsport-ricken.ch/pdf06/Ein_neues_Leben.pdf
Was ist das?
Anabolika (anabole Steroide) sind künstlich hergestellte Hormone, die auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron zurückgehen. Beim Testosteron unterscheidet man eine androgene (die männlichen Geschlechtsmerkmale beeinflussende) und eine anabole
(stoffwechselbegünstigende, muskelaufbauende) Wirkung. Bei der Herstellung der synthetischen Anabolikaprodukte hat man deshalb versucht, die anabole Komponente auszunutzen. Der androgene Anteil bleibt jedoch als Nebenwirkung erhalten.
Nebenwirkungen von Steroiden
Längst helfen nicht mehr nur Spitzensportler nach, wenn die Leistungsfähigkeit an Grenzen stösst. Seit Mitte der 70er Jahre greifen zunehmend auch Freizeitsportler, vor allem Bodybuilder, zu Dopingmittel. Neben gängigen anabolen Steroiden werden aber auch in der Tierzucht verwendete Mittel oder hierzulande nicht handelsübliche, über den Schwarzmarkt bezogene Abkömmlinge gebraucht. Über Risiken wie Hodenschrumpfung (resp. Klitorisvergrösserung), Unfruchtbarkeit, Lebererkrankungen und -tumoren, Gelbsucht, Herzschäden, Heraustreten der Augäpfel, Brustdrüsenwachstum (beim Mann) und Prostatakrebs wissen die Anwender meist kaum etwas bzw. wollen dies gar nicht hören. Hauterscheinungen wie schwere Akne kommt eine Signalwirkung für Anabolikamissbrauch zu. Auch psychische Auswirkungen geben zu Besorgnis Anlass: Bei regelmässigem Gebrauch mit hohen Dosierungen fallen nicht selten paranoide, schizophrene, aggressive, asoziale, narzisstische und theatralische Wesensänderungen auf. Soweit rückblickende Befragungen der Bodybuilder eine Einschätzung erlauben, unterschieden sich die Charaktere vor Beginn des Missbrauchs nicht wesentlich von denen der Durchschnittsbevölkerung. Nach Absetzen der Anabolika werden auch sehr häufig schwere Depressionen beobachtet.
Steroide oder Natural?
Beachtet Ihr alle wichtigen Trainingsregeln, ernährt Euch zielgerecht, so wird es jedem möglich sein in gewisser Zeit soviel Muskeln aufzubauen wie seine Genetik dies zulässt.
Der Angelpunkt dieser Entscheidung lässt sich auf eine einzige Frage reduzieren:
Will ich massiger sein, als mir von Natur aus möglich ist? Wenn man ständig mehr als das wiegen möchten, so wir man immer wieder Stoffen müssen.Sicherlich werden nun manche sagen, dass sie bis zu Ihrer genetischen Grenze mit Steroiden vorstossen möchten und dann aufhören werden. Die Praxis zeigt leider, dass dies meist nur leere Versprechungen sind. Die meisten haben keine Vorstellung davon, wie schwierig es ist, aus dem Steroidsumpf herauszukommen. Da Bodybuilding bei den meisten Trainierenden irgendwann mal zu einer Art Sucht wird und einen nicht zu kleinen Teil Ihres Lebens bestimmt, ist auch der Wunsch nach immer mehr Masse schnell vorhanden und der Weg für Steroidkonsum geglättet.
Die genetische Grenze in kg (bei Männern) liegt bei den meisten im Bereich Körpergrösse minus 80 bis 90. Sprich ein 180 cm grosser Athlet sollte je nach gen. Veranlagung zwischen 90 und 100 kg natural erreichen und zwar bei geringem Körperfettanteil. Da es wirklich nur äusserst selten echte Hardgainer gibt, sollten durch gutes Training und entsprechende Ernährung ca. 18 kg möglich sein. Dies sind evt. 45er Arme, durchdefiniert, welche bereits gigantisch aussehen. In den Zeitschriften liest man von 55er und 60er Armen. Dies sind verständlicherweise Angaben aus der Offline Season (Nichtwettkampfzeit), wenn noch Fett darüber liegt. Arnold Schwarzenegger gewann einen Mr. Olympia mit 50er Armen, es wird sogar gemunkelt, dass es nur 49 cm waren.
Viele denken, diese Personen nehmen Anabolika ein und werden gross und stark ohne jegliche Probleme. Dem ist nicht so: Die wirklich massigen Wettkampfathleten sind NICHT gesund und NICHT fit, einige Runden schnelles Laufen ums Stadion würden sie nicht ohne Schaden überstehen. Die Probleme während und nach einer Kur sind so mannigfaltig, dass es vollkommen den Rahmen sprengen würde, diese hier aufzulisten.
Wenn man die Trainingsregeln anwendet, sich entsprechend ernährt und mit Freude am Training bleibt, ist es kein Problem bis an seine genetische Grenze Muskeln aufzubauen. Unterhalb der Grenze des Machbaren ist es ist völlig unnötig, sehr ungesund und teils lebensgefährlich, Anabolika zu benutzen.
Je mehr Ihr Euch Eurer genetischen Grenze nähert, wird es immer schwieriger, Masse aufzubauen. Das solltet Ihr jedoch als Herausforderung sehen.
Und wenn gar keine Massezunahme mehr erreicht wird, könnt Ihr Euch auf neue Ziele konzentrieren (mehr Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination…).
Es ist immer möglich noch etwas zu verbessern…Steroide sind dafür in jedem Fall unnötig.
Quelle: www.sportfitness.ch
Sehr interessante Artikel hierzu: www.nzz.ch/2007/01/07/sp/articleESO59.html, www.armsport-ricken.ch/pdf06/Ein_neues_Leben.pdf
Montag, 22. Juni 2009
Thema der Woche 26
Sommer, Sonne und Training?
Wenn es darum geht etwas nicht zu tun, sind wir Menschen äusserst kreativ. Speziell dann, wenn es dazu noch anstrengend oder nichts Angenehmes ist. In diesem Fall finden wir tausende, mehr oder weniger glaubwürdige Ausreden.
Das betrifft natürlich auch das körperliche Training. Wir finden viele Gründe das Training auszulassen und meist nur wenige, es trotzdem zu tun. Einer dieser negativen Gründe ist immer wieder „Jetzt ist schönes Wetter“!
Bei schönem Wetter gehe ich doch nicht in einen geschlossenen Raum!
Bei schönem Wetter mache ich viel lieber etwas draussen!
Bei schönem Wetter ist es zu warm zum trainieren!
Bei schönem Wetter……..!
Also bedeutet schönes Wetter für viele Leute eine Trainingspause
Ein Tag schönes Wetter = ein Tag Trainingspause
=> kein Problem
2 bis 3 Tage schönes Wetter = 2 bis 3 Tage Trainingspause
=> mag auch noch gehen
Eine ganze Woche oder mehr schönes Wetter = lange Trainingspause
=> da fangen die Probleme an
Lange Pausen bedeuten grundsätzlich Rückschritt:
Muskelabbau (schon nach 2 Wochen)
Haltung verschlechtert sich
Rückenschmerzen melden sich zurück
Straffes Gewebe wird wieder schlaff
Fett setzt sich an
sofortiger Rückgang der Ausdauerfähigkeit
Verminderung des Wohlbefindens
usw.
Zudem zeigt die Erfahrung, dass es nach längeren Pausen äusserst schwer ist, wieder einen Trainingsrhythmus zu finden. Der Neubeginn wird dann hinausgeschoben von Woche zu Woche, bis schlussendlich vier, fünf Monate vergangen sind. In vielen Fällen wird das Training dann ganz gestrichen mit der Begründung:
- „Hat ja nichts gebracht“ oder
- „Ich war halt wieder mal zu faul“ oder
- „Ich halte nichts längere Zeit durch“ oder ganz einfach
- „Ich habe keine Zeit“!
Dabei wäre es so einfach, wenn wir uns auf die, speziell in unseren Breitengraden etwas besondere Situation „schönes Wetter“, einstellen würden.
Nur schon mit einem Krafttraining pro Woche, reduziert auf die wichtigsten Grundübungen (Dauer ca. ½-Stunde) kann man sein momentanes Kraft- und Muskelniveau erhalten. Eine halbe Stunde, da findet man doch immer die Zeit!
Dazu zwei bis drei Ausdauereinheiten an der frischen Luft. Zeitbedarf je nach Intensität, Zeit, Möglichkeiten, Lust und Laune, zwischen ½- und mehreren Stunden mit den unterschiedlichsten Bewegungsarten. Sei es Joggen, Wandern, Inline-skating, Walking, Schwimmen, Radfahren, Bergsteigen, Biken, etc.; tut was euch Freude macht.
Vergesst dabei einzig nicht, bei all diesen beschriebenen Bewegungsarten handelt es sich um Ausdauertraining. Dieses ersetzt auf keinen Fall das Krafttraining. Man hört z.B. immer wieder, dass beim Nordic Walking 80% der Muskeln gebraucht werden. Das stimmt, sie werden gebraucht, aber nicht auf Kraft trainiert und aufgebaut. Diese Muskeln werden besser durchblutet, es entstehen mehr Mitochondrien und die muskuläre Ausdauer verbessert sich.
Selbst in den Ferien kann die Kraft trainiert werden. Versucht mal Liegestütze, Klimmzüge mit Unterstützung, Kniebeugen mit dem Koffer, Seitheben mit gefüllten Flaschen oder ganz einfach isometrisches Training. Ihr fragt, was das ist? Einen Muskel gegen Widerstand (z.B. Wand, Hand auf Hand, mit Partner) belasten und diese Kraft ohne Bewegung eine gewisse Zeit halten (30 – 90 Sekunden). Fragt doch einfach mal euere Trainer/-innen, wie das geht und was man alles machen kann.
Halte dich gut in Form und du wirst deine Freizeit mehr geniessen!
Einen schönen Sommer mit viel Sonnenschein wünscht Euch
James, Stephan Hodel
Wenn es darum geht etwas nicht zu tun, sind wir Menschen äusserst kreativ. Speziell dann, wenn es dazu noch anstrengend oder nichts Angenehmes ist. In diesem Fall finden wir tausende, mehr oder weniger glaubwürdige Ausreden.
Das betrifft natürlich auch das körperliche Training. Wir finden viele Gründe das Training auszulassen und meist nur wenige, es trotzdem zu tun. Einer dieser negativen Gründe ist immer wieder „Jetzt ist schönes Wetter“!
Bei schönem Wetter gehe ich doch nicht in einen geschlossenen Raum!
Bei schönem Wetter mache ich viel lieber etwas draussen!
Bei schönem Wetter ist es zu warm zum trainieren!
Bei schönem Wetter……..!
Also bedeutet schönes Wetter für viele Leute eine Trainingspause
Ein Tag schönes Wetter = ein Tag Trainingspause
=> kein Problem
2 bis 3 Tage schönes Wetter = 2 bis 3 Tage Trainingspause
=> mag auch noch gehen
Eine ganze Woche oder mehr schönes Wetter = lange Trainingspause
=> da fangen die Probleme an
Lange Pausen bedeuten grundsätzlich Rückschritt:
Muskelabbau (schon nach 2 Wochen)
Haltung verschlechtert sich
Rückenschmerzen melden sich zurück
Straffes Gewebe wird wieder schlaff
Fett setzt sich an
sofortiger Rückgang der Ausdauerfähigkeit
Verminderung des Wohlbefindens
usw.
Zudem zeigt die Erfahrung, dass es nach längeren Pausen äusserst schwer ist, wieder einen Trainingsrhythmus zu finden. Der Neubeginn wird dann hinausgeschoben von Woche zu Woche, bis schlussendlich vier, fünf Monate vergangen sind. In vielen Fällen wird das Training dann ganz gestrichen mit der Begründung:
- „Hat ja nichts gebracht“ oder
- „Ich war halt wieder mal zu faul“ oder
- „Ich halte nichts längere Zeit durch“ oder ganz einfach
- „Ich habe keine Zeit“!
Dabei wäre es so einfach, wenn wir uns auf die, speziell in unseren Breitengraden etwas besondere Situation „schönes Wetter“, einstellen würden.
Nur schon mit einem Krafttraining pro Woche, reduziert auf die wichtigsten Grundübungen (Dauer ca. ½-Stunde) kann man sein momentanes Kraft- und Muskelniveau erhalten. Eine halbe Stunde, da findet man doch immer die Zeit!
Dazu zwei bis drei Ausdauereinheiten an der frischen Luft. Zeitbedarf je nach Intensität, Zeit, Möglichkeiten, Lust und Laune, zwischen ½- und mehreren Stunden mit den unterschiedlichsten Bewegungsarten. Sei es Joggen, Wandern, Inline-skating, Walking, Schwimmen, Radfahren, Bergsteigen, Biken, etc.; tut was euch Freude macht.
Vergesst dabei einzig nicht, bei all diesen beschriebenen Bewegungsarten handelt es sich um Ausdauertraining. Dieses ersetzt auf keinen Fall das Krafttraining. Man hört z.B. immer wieder, dass beim Nordic Walking 80% der Muskeln gebraucht werden. Das stimmt, sie werden gebraucht, aber nicht auf Kraft trainiert und aufgebaut. Diese Muskeln werden besser durchblutet, es entstehen mehr Mitochondrien und die muskuläre Ausdauer verbessert sich.
Selbst in den Ferien kann die Kraft trainiert werden. Versucht mal Liegestütze, Klimmzüge mit Unterstützung, Kniebeugen mit dem Koffer, Seitheben mit gefüllten Flaschen oder ganz einfach isometrisches Training. Ihr fragt, was das ist? Einen Muskel gegen Widerstand (z.B. Wand, Hand auf Hand, mit Partner) belasten und diese Kraft ohne Bewegung eine gewisse Zeit halten (30 – 90 Sekunden). Fragt doch einfach mal euere Trainer/-innen, wie das geht und was man alles machen kann.
Halte dich gut in Form und du wirst deine Freizeit mehr geniessen!
Einen schönen Sommer mit viel Sonnenschein wünscht Euch
James, Stephan Hodel
Montag, 15. Juni 2009
Thema der Woche 25
Mythen rund um den Kaffee
Kein Kaffee vor dem Schlafengehen?Dies ist von Person zu Person verschieden und hängt von der individuellen Koffein-Toleranz ab. Je nach Veranlagung entfaltet Koffein seine Wirkung stärker oder schwächer.
Wasserverlust wegen Kaffee?Kaffee wirkt nur minimal entwässernd und gilt somit bei gewohnheitsmässigen Kaffeegeniessern nicht als Flüssigkeitsräuber. Er kann also zur Gesamttrinkmenge dazu gerechnet werden.
Ein Glas Wasser zum Kaffee?Für Menschen, die zu Magenübersäuerung neigen, ist ein Glas Wasser zum Kaffee empfehlenswert. Dieses kann nämlich der Übersäuerung, die durch Kaffeegenuss entstehen kann, entgegenwirken.
Kann Kaffee schlanker machen?
Mit Koffein kann man den Stoffwechsel und die Verdauung anregen. Vermutlich wirkt
Koffein appetithemmend. Es gibt keine Gewichtsabnahme durch Kaffee alleine.
Kann Kaffee glücklich machen?Kaffee kann den Serotoninspiegel im Gehirn und somit die Stimmung heben. Bei Stress kann zu viel Kaffee die Stimmung aber auch negativ beeinflussen.
Gesunder Muntermacher
Durchblutung:Koffein stimuliert den Kreislauf, die Atmung und steigert die Herzfrequenz. Die Durchblutung aller Organe, auch des Gehirns, wird verbessert, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Konzentration gesteigert.
Bluthochdruck:Auf Kaffeekonsum reagieren vermutlich die meisten Menschen mit einer akuten Blutdruckerhöhung. Dennoch fanden die Forscher auch bei einem jahrelangen regelmässigen Konsum keinen Hinweis auf eine Verschlimmerung eines bestehenden Bluthochdrucks oder auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Im Gegenteil: Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien unterstützen den körpereigenen Zellschutz gegen freie Radikale und sollen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für Leberkrebs und Dickdarmkrebs verringern.
Diabetes:Mehrfach nachgewiesen hat die Wissenschaft ebenfalls, dass Menschen mit einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von etwa fünf Tassen am Tag, ein 30- bis 40-prozentig geringeres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken, als Menschen, die gar keinen Kaffee trinken.
Parkinson:Das Risiko an Parkinson zu erkranken wird unter denselben Voraussetzungen anscheinend sogar halbiert.
Haut und Zähne:Und nicht zuletzt sollen die Inhaltsstoffe im Kaffee auch gut sein für die Haut und die Zähne vor Karies schützen.
Risikogruppen
Übermässiger Kaffee Konsum:
Bei übermässigem Konsum – das heisst bei mehr als fünf Tassen am Tag über einen
längeren Zeitraum hinweg – ist Vorsicht geboten. Bei dieser Menge muss mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen gerechnet werden. Auch kann sich bei manchen Menschen eine gegenteilige Wirkung des Wachmachers einstellen, sie können eher müde werden, nervös und gereizt oder je nach Empfindlichkeit auch Herzklopfen und Magenprobleme bekommen.
Kaffee Konsum bei Schwangerschaft:Vorsicht sollte man auch bei einer Schwangerschaft walten lassen: Die Kaffeedosis sollte schon vor einer geplanten Schwangerschaft auf ein bis zwei Tassen pro Tag minimiert werden. Denn bereits moderater Kaffeekonsum kann dazu führen, dass das Kind weniger wächst und zu früh auf die Welt kommt. Sogar höhere Spontanabort-Raten konnten in Studien nachgewiesen werden.
Kaffee Konsum bei Übergewicht:Für Menschen mit Gewichts- oder Stoffwechselproblemen kann der gezuckerte Kaffee das Abnehmen behindern und den Stoffwechsel negativ beeinflussen, da Zucker den Insulinspiegel in die Höhe treibt. Ungünstig für Menschen welche auf eine gesunde Ernährung achten: viel Vollmilch über den Tag verteilt, beispielsweise mehrere Latte macchiato, zu trinken, da sie so viel Fett zu sich nehmen.
Quelle: http://www.actilife.ch/
Kein Kaffee vor dem Schlafengehen?Dies ist von Person zu Person verschieden und hängt von der individuellen Koffein-Toleranz ab. Je nach Veranlagung entfaltet Koffein seine Wirkung stärker oder schwächer.
Wasserverlust wegen Kaffee?Kaffee wirkt nur minimal entwässernd und gilt somit bei gewohnheitsmässigen Kaffeegeniessern nicht als Flüssigkeitsräuber. Er kann also zur Gesamttrinkmenge dazu gerechnet werden.
Ein Glas Wasser zum Kaffee?Für Menschen, die zu Magenübersäuerung neigen, ist ein Glas Wasser zum Kaffee empfehlenswert. Dieses kann nämlich der Übersäuerung, die durch Kaffeegenuss entstehen kann, entgegenwirken.
Kann Kaffee schlanker machen?
Mit Koffein kann man den Stoffwechsel und die Verdauung anregen. Vermutlich wirkt
Koffein appetithemmend. Es gibt keine Gewichtsabnahme durch Kaffee alleine.
Kann Kaffee glücklich machen?Kaffee kann den Serotoninspiegel im Gehirn und somit die Stimmung heben. Bei Stress kann zu viel Kaffee die Stimmung aber auch negativ beeinflussen.
Gesunder Muntermacher
Durchblutung:Koffein stimuliert den Kreislauf, die Atmung und steigert die Herzfrequenz. Die Durchblutung aller Organe, auch des Gehirns, wird verbessert, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Konzentration gesteigert.
Bluthochdruck:Auf Kaffeekonsum reagieren vermutlich die meisten Menschen mit einer akuten Blutdruckerhöhung. Dennoch fanden die Forscher auch bei einem jahrelangen regelmässigen Konsum keinen Hinweis auf eine Verschlimmerung eines bestehenden Bluthochdrucks oder auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Im Gegenteil: Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien unterstützen den körpereigenen Zellschutz gegen freie Radikale und sollen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für Leberkrebs und Dickdarmkrebs verringern.
Diabetes:Mehrfach nachgewiesen hat die Wissenschaft ebenfalls, dass Menschen mit einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von etwa fünf Tassen am Tag, ein 30- bis 40-prozentig geringeres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken, als Menschen, die gar keinen Kaffee trinken.
Parkinson:Das Risiko an Parkinson zu erkranken wird unter denselben Voraussetzungen anscheinend sogar halbiert.
Haut und Zähne:Und nicht zuletzt sollen die Inhaltsstoffe im Kaffee auch gut sein für die Haut und die Zähne vor Karies schützen.
Risikogruppen
Übermässiger Kaffee Konsum:
Bei übermässigem Konsum – das heisst bei mehr als fünf Tassen am Tag über einen
längeren Zeitraum hinweg – ist Vorsicht geboten. Bei dieser Menge muss mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen gerechnet werden. Auch kann sich bei manchen Menschen eine gegenteilige Wirkung des Wachmachers einstellen, sie können eher müde werden, nervös und gereizt oder je nach Empfindlichkeit auch Herzklopfen und Magenprobleme bekommen.
Kaffee Konsum bei Schwangerschaft:Vorsicht sollte man auch bei einer Schwangerschaft walten lassen: Die Kaffeedosis sollte schon vor einer geplanten Schwangerschaft auf ein bis zwei Tassen pro Tag minimiert werden. Denn bereits moderater Kaffeekonsum kann dazu führen, dass das Kind weniger wächst und zu früh auf die Welt kommt. Sogar höhere Spontanabort-Raten konnten in Studien nachgewiesen werden.
Kaffee Konsum bei Übergewicht:Für Menschen mit Gewichts- oder Stoffwechselproblemen kann der gezuckerte Kaffee das Abnehmen behindern und den Stoffwechsel negativ beeinflussen, da Zucker den Insulinspiegel in die Höhe treibt. Ungünstig für Menschen welche auf eine gesunde Ernährung achten: viel Vollmilch über den Tag verteilt, beispielsweise mehrere Latte macchiato, zu trinken, da sie so viel Fett zu sich nehmen.
Quelle: http://www.actilife.ch/
Montag, 8. Juni 2009
Thema der Woche 24
Auf den Zahn gefühlt
Gelenkschmerzen, Schlappheit, Ohrenrauschen, Diabetes…es könnte sein, dass das an den Zähnen liegt. Die Zähne haben mehr Einfluss auf unsere Gesundheit, als wir denken:
Rauschen und Piepen im Ohr
Hör- und Gleichgewichtssinn liegen im Knochen direkt hinter dem Kiefergelenk. Deshalb schauen Ärzte ihren Patienten mittlerweile auch in den Mund, wenn es um Tinnitus geht. Mediziner fanden heraus, dass bei 30 Prozent aller Ohrgeräusche Zähne die Hauptrolle spielen.
Der Druck von bis zu 80 Kilogramm, dem die Zähne durch nächtliches Knirschen oder verkrampfte Kiefermuskeln ausgesetzt sind, kann auch die feinen Haarzellen des Innenohrs irritieren oder schädigen. Besonders das Zähneknirschen, von dem jeder fünfte Erwachsene betroffen ist, schleift nicht nur den Zahnschmelz ab, sondern erhöht auch das Tinnitusrisiko. Ein weiterer Auslöser für Ohrgeräusche kann ein Fehlbiss sein, eine Verschiebung von Ober- und Unterkiefer.
Was tun?
Beißschienen aus Kunststoff, die nachts getragen werden, können den Druck auf die knirschenden Zähne reduzieren und den Biss korrigieren. Wer regelmäßig im Schlaf seine Probleme durchkaut, sollte aber nicht nur auf die Kunststoff-Schiene setzen. Oft zeigt der Zustand der Zähne, wie viel Druck man sich selbst macht. Dann hilft nur eins: entspannen: z.B. mit Yoga, Meditation oder einem entrümpelten Terminkalender.
Rückenverspannung
Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon minimale Fehlstellungen im Kiefer zu Verspannungen im ganzen Körper führen können. Meist reichen kleinste Unebenheiten, zum Beispiel durch schlecht abgeschliffene Füllungen, um Spannungen und in der Folge auch Schmerzen in Schulter, Nacken und Rücken auszulösen.
Was tun?
Wer bereits viel für den Rücken tut und die Verspannungen trotzdem nicht wegbekommt, sollte sich beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden untersuchen lassen. Das Ausgleichen von Fehlstellungen durch eine Beißschiene hilft vielen Patienten mit Rückenschmerzen.
Sport ist natürlich trotzdem gut: Krafttraining im Rumpfbereich wirkt sich sogar positiv aufs Gebiss aus. Man hört auf, die Zunge gegen den Gaumen zu drücken oder das Gebiss zusammenzupressen und entspannt sich.
Erhöhter Blutdruck und Kreislaufprobleme
400 verschiedene Bakterienarten tummeln sich in unserem Mund. Durch Parodontitis, also chronische Zahnfleischentzündung, können diese Bakterien aber in die Blutbahn gelangen. Es gibt tatsächlich Hinweise, dass die Erreger aus der Mundhöhle an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind. Auch an manchen Lungenentzündungen, an der gefährlichen Endokarditis, einer Entzündung der Herzinnenhaut, und an Gelenkentzündungen können Parodontitis-Erreger schuld sein. Eine weitere Gefahr: Durch die chronische Entzündung kreiseln dauernd Entzündungsbotenstoffe im Blut. Diese verhärten die Gefäßwände, rauen sie auf, verklumpen das Blut - und begünstigen so zusätzlich koronare Herzerkrankungen. Das Herzinfarktrisiko ist bei Parodontitis in etwa verdoppelt, das Risiko für einen Schlaganfall liegt noch etwas höher.
Was tun?
Parodontitis beginnt meist erst mit Mitte 30. Dann ist sie plötzlich da. Etwa 40 Prozent aller Menschen leiden an einer leichten, 10 Prozent an einer schweren Form, bei der Zähne ausfallen. Doch man kann vorbeugen. Erster Schritt: das Rauchen einstellen - denn es erhöht das Risiko für Zahnfleischentzündungen deutlich. 80 Prozent aller Zahnfleischentzündungen lassen sich durch sorgfältige Zahnpflege vermeiden. Auch Bewegung, gesundes Essen, intakte Beziehungen - alles, was gut fürs Immunsystem ist, ist auch gut für die Zähne.
Und bei jeder Routinekontrolle den Zahnarzt fragen: Parodontitis sieht man am Anfang nicht selbst. Bei bestehender Entzündung empfiehlt sich die mechanische, etwas schmerzhafte Parodontitisbehandlung. Dabei werden die Zahnfleischtaschen am Übergang zwischen Zähnen und Zahnfleisch gesäubert - mit Betäubungsspritze.
Empfindlichkeit des Zahnfleisches
Eine Zahnfleischentzündung ist ein Risikofaktor für Zuckerkrankheit. Denn Diabetes und Zahngesundheit sind eng miteinander verknüpft. Diabetiker leiden auch sehr oft an Parodontitis - manchmal wird Zuckerkrankheit sogar vom Zahnarzt entdeckt.
Was tun?
Wenn es in der Familie eine Veranlagung für Diabetes Typ II ("Altersdiabetes") gibt, sollte man besonders viel für die Zahnhygiene tun. Zweimal am Tag drei Minuten immer von Rot nach Weiß putzen, Bürste im 45-Grad-Winkel ansetzen und rütteln. Vorsicht: Nicht zu fest aufdrücken! Unbedingt die richtige Bürste auswählen. Gut sind solche mit weichen Borsten und kleinem Kopf. Elektrische Zahnbürsten sind am effektivsten, weil sie automatisch richtig putzen. Die Bürste regelmäßig wechseln. Reinigung für Fortgeschrittene: Zahnhölzchen, Interdentalbürsten oder Zahnseide benutzen, denn in den Zahnzwischenräumen entstehen oft die ersten Entzündungsherde. Auch die professionelle Zahnreinigung vermindert Plaque und Zahnstein und damit auch das Entzündungsrisiko.
Erschöpfung nach dem Sport und Gelenkprobleme
Fitness beginnt im Kopf. Und damit sind hier nicht die neuesten Tricks im Mentaltraining gemeint, sondern der Zustand von Kiefer und Zähnen. Man hat festgestellt: Schwere Parodontitis (Zahnfleischentzündung) kann den Fitness-Zustand beeinträchtigen, man fühlt sich nach dem Training infektanfälliger und erholt sich nur langsam.
Auch Entzündungen an den Gelenken oder Bändern können manchmal von den Zähnen herrühren. Beim Laufen und Turnen stören zuweilen Fehlstellungen des Gebisses: Zahnlücken, zu hohe Füllungen, schlecht sitzende Brücken.
Was tun?
Wer ernsthaft trainiert, sich beispielsweise gerade auf einen Marathon oder Triathlon vorbereitet, aber im Training einfach nicht weiterkommt, sollte sich in den Mund gucken lassen. Generell müssen Sportler aber nur wenig befürchten, denn im virtuellen Bonusheft kleben Extrapunkte: Sport senkt das Parodontitisrisiko.
Quelle: http://www.brigitte.de/
Gelenkschmerzen, Schlappheit, Ohrenrauschen, Diabetes…es könnte sein, dass das an den Zähnen liegt. Die Zähne haben mehr Einfluss auf unsere Gesundheit, als wir denken:
Rauschen und Piepen im Ohr
Hör- und Gleichgewichtssinn liegen im Knochen direkt hinter dem Kiefergelenk. Deshalb schauen Ärzte ihren Patienten mittlerweile auch in den Mund, wenn es um Tinnitus geht. Mediziner fanden heraus, dass bei 30 Prozent aller Ohrgeräusche Zähne die Hauptrolle spielen.
Der Druck von bis zu 80 Kilogramm, dem die Zähne durch nächtliches Knirschen oder verkrampfte Kiefermuskeln ausgesetzt sind, kann auch die feinen Haarzellen des Innenohrs irritieren oder schädigen. Besonders das Zähneknirschen, von dem jeder fünfte Erwachsene betroffen ist, schleift nicht nur den Zahnschmelz ab, sondern erhöht auch das Tinnitusrisiko. Ein weiterer Auslöser für Ohrgeräusche kann ein Fehlbiss sein, eine Verschiebung von Ober- und Unterkiefer.
Was tun?
Beißschienen aus Kunststoff, die nachts getragen werden, können den Druck auf die knirschenden Zähne reduzieren und den Biss korrigieren. Wer regelmäßig im Schlaf seine Probleme durchkaut, sollte aber nicht nur auf die Kunststoff-Schiene setzen. Oft zeigt der Zustand der Zähne, wie viel Druck man sich selbst macht. Dann hilft nur eins: entspannen: z.B. mit Yoga, Meditation oder einem entrümpelten Terminkalender.
Rückenverspannung
Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass schon minimale Fehlstellungen im Kiefer zu Verspannungen im ganzen Körper führen können. Meist reichen kleinste Unebenheiten, zum Beispiel durch schlecht abgeschliffene Füllungen, um Spannungen und in der Folge auch Schmerzen in Schulter, Nacken und Rücken auszulösen.
Was tun?
Wer bereits viel für den Rücken tut und die Verspannungen trotzdem nicht wegbekommt, sollte sich beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden untersuchen lassen. Das Ausgleichen von Fehlstellungen durch eine Beißschiene hilft vielen Patienten mit Rückenschmerzen.
Sport ist natürlich trotzdem gut: Krafttraining im Rumpfbereich wirkt sich sogar positiv aufs Gebiss aus. Man hört auf, die Zunge gegen den Gaumen zu drücken oder das Gebiss zusammenzupressen und entspannt sich.
Erhöhter Blutdruck und Kreislaufprobleme
400 verschiedene Bakterienarten tummeln sich in unserem Mund. Durch Parodontitis, also chronische Zahnfleischentzündung, können diese Bakterien aber in die Blutbahn gelangen. Es gibt tatsächlich Hinweise, dass die Erreger aus der Mundhöhle an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind. Auch an manchen Lungenentzündungen, an der gefährlichen Endokarditis, einer Entzündung der Herzinnenhaut, und an Gelenkentzündungen können Parodontitis-Erreger schuld sein. Eine weitere Gefahr: Durch die chronische Entzündung kreiseln dauernd Entzündungsbotenstoffe im Blut. Diese verhärten die Gefäßwände, rauen sie auf, verklumpen das Blut - und begünstigen so zusätzlich koronare Herzerkrankungen. Das Herzinfarktrisiko ist bei Parodontitis in etwa verdoppelt, das Risiko für einen Schlaganfall liegt noch etwas höher.
Was tun?
Parodontitis beginnt meist erst mit Mitte 30. Dann ist sie plötzlich da. Etwa 40 Prozent aller Menschen leiden an einer leichten, 10 Prozent an einer schweren Form, bei der Zähne ausfallen. Doch man kann vorbeugen. Erster Schritt: das Rauchen einstellen - denn es erhöht das Risiko für Zahnfleischentzündungen deutlich. 80 Prozent aller Zahnfleischentzündungen lassen sich durch sorgfältige Zahnpflege vermeiden. Auch Bewegung, gesundes Essen, intakte Beziehungen - alles, was gut fürs Immunsystem ist, ist auch gut für die Zähne.
Und bei jeder Routinekontrolle den Zahnarzt fragen: Parodontitis sieht man am Anfang nicht selbst. Bei bestehender Entzündung empfiehlt sich die mechanische, etwas schmerzhafte Parodontitisbehandlung. Dabei werden die Zahnfleischtaschen am Übergang zwischen Zähnen und Zahnfleisch gesäubert - mit Betäubungsspritze.
Empfindlichkeit des Zahnfleisches
Eine Zahnfleischentzündung ist ein Risikofaktor für Zuckerkrankheit. Denn Diabetes und Zahngesundheit sind eng miteinander verknüpft. Diabetiker leiden auch sehr oft an Parodontitis - manchmal wird Zuckerkrankheit sogar vom Zahnarzt entdeckt.
Was tun?
Wenn es in der Familie eine Veranlagung für Diabetes Typ II ("Altersdiabetes") gibt, sollte man besonders viel für die Zahnhygiene tun. Zweimal am Tag drei Minuten immer von Rot nach Weiß putzen, Bürste im 45-Grad-Winkel ansetzen und rütteln. Vorsicht: Nicht zu fest aufdrücken! Unbedingt die richtige Bürste auswählen. Gut sind solche mit weichen Borsten und kleinem Kopf. Elektrische Zahnbürsten sind am effektivsten, weil sie automatisch richtig putzen. Die Bürste regelmäßig wechseln. Reinigung für Fortgeschrittene: Zahnhölzchen, Interdentalbürsten oder Zahnseide benutzen, denn in den Zahnzwischenräumen entstehen oft die ersten Entzündungsherde. Auch die professionelle Zahnreinigung vermindert Plaque und Zahnstein und damit auch das Entzündungsrisiko.
Erschöpfung nach dem Sport und Gelenkprobleme
Fitness beginnt im Kopf. Und damit sind hier nicht die neuesten Tricks im Mentaltraining gemeint, sondern der Zustand von Kiefer und Zähnen. Man hat festgestellt: Schwere Parodontitis (Zahnfleischentzündung) kann den Fitness-Zustand beeinträchtigen, man fühlt sich nach dem Training infektanfälliger und erholt sich nur langsam.
Auch Entzündungen an den Gelenken oder Bändern können manchmal von den Zähnen herrühren. Beim Laufen und Turnen stören zuweilen Fehlstellungen des Gebisses: Zahnlücken, zu hohe Füllungen, schlecht sitzende Brücken.
Was tun?
Wer ernsthaft trainiert, sich beispielsweise gerade auf einen Marathon oder Triathlon vorbereitet, aber im Training einfach nicht weiterkommt, sollte sich in den Mund gucken lassen. Generell müssen Sportler aber nur wenig befürchten, denn im virtuellen Bonusheft kleben Extrapunkte: Sport senkt das Parodontitisrisiko.
Quelle: http://www.brigitte.de/
Dienstag, 2. Juni 2009
Thema der Woche 23
Sommer - Sonne - Schutz
Endlich!!! Der Sommer ist da! Einige von uns werden ihre sportlichen Aktivitäten nach Draussen verlegen um das schöne Wetter und die Natur zu geniessen.
Dabei solltet ihr eurer Gesundheit zuliebe auf einige Verhaltensregeln achten.
Schutz vor übermässiger Sonneneinwirkung
Zur Vermeidung von Hautschäden oder gar Hautkrebs aufgrund übermässiger Sonneneinwirkung ist richtiger und rechtzeitiger Schutz enorm wichtig. Ultraviolett-Strahlen der Sonne können wir weder sehen noch spüren. Diese Strahlen aber sind es, die zu vorzeitiger Hautalterung führen und gravierende Hautschäden verursachen: was kurzfristig “nur" ein Sonnenbrand ist, kann Jahre danach zu Hautkrebs führen. Die Stärke der UV-Strahlen ist nicht immer gleich. Sie hängt ab von der Jahreszeit (Maximum im Hochsommer), vom Wetter (Bewölkung), von der Tageszeit (Maximum zwischen 11 und 15 Uhr), der Luftverschmutzung, den Reflexionen (Schnee, Sand und Wasser verstärken die UV-Strahlen), der Höhe über Meer (je höher die Lage, desto intensiver die Strahlung) und von der Dichte der Ozonschicht. Zur Prävention von Hautschäden ist ein den Umständen angepasster Schutz unabdingbar.
Der UV-Index ist eine Prognosegrösse, mit der die Intensität der UV-Strahlung auf der Erdoberfläche vorausgesagt werden kann. Je höher der Index, desto höher ist das Risiko, sich bei ungeschütztem Aufenthalt im Freien schon nach kurzer Zeit einen Sonnenbrand zuzuziehen. Die Skala reicht von 1 bis 12.
Unter der Adresse www.uv-index.ch erhält man den aktuellen Tagsindex und weitere Informationen Betreff UV-Index.
Ein weiterer wichtiger Faktor für den Sonnenschutz ist der individuelle Hauttyp. Menschen mit dunkler Haut vertragen ein bisschen mehr Sonneneinwirkung als diejenigen mit heller Haut. Aber 8-tung!! Auch dunkelhäutige Menschen ................................
Endlich!!! Der Sommer ist da! Einige von uns werden ihre sportlichen Aktivitäten nach Draussen verlegen um das schöne Wetter und die Natur zu geniessen.
Dabei solltet ihr eurer Gesundheit zuliebe auf einige Verhaltensregeln achten.
Schutz vor übermässiger Sonneneinwirkung
Zur Vermeidung von Hautschäden oder gar Hautkrebs aufgrund übermässiger Sonneneinwirkung ist richtiger und rechtzeitiger Schutz enorm wichtig. Ultraviolett-Strahlen der Sonne können wir weder sehen noch spüren. Diese Strahlen aber sind es, die zu vorzeitiger Hautalterung führen und gravierende Hautschäden verursachen: was kurzfristig “nur" ein Sonnenbrand ist, kann Jahre danach zu Hautkrebs führen. Die Stärke der UV-Strahlen ist nicht immer gleich. Sie hängt ab von der Jahreszeit (Maximum im Hochsommer), vom Wetter (Bewölkung), von der Tageszeit (Maximum zwischen 11 und 15 Uhr), der Luftverschmutzung, den Reflexionen (Schnee, Sand und Wasser verstärken die UV-Strahlen), der Höhe über Meer (je höher die Lage, desto intensiver die Strahlung) und von der Dichte der Ozonschicht. Zur Prävention von Hautschäden ist ein den Umständen angepasster Schutz unabdingbar.
Der UV-Index ist eine Prognosegrösse, mit der die Intensität der UV-Strahlung auf der Erdoberfläche vorausgesagt werden kann. Je höher der Index, desto höher ist das Risiko, sich bei ungeschütztem Aufenthalt im Freien schon nach kurzer Zeit einen Sonnenbrand zuzuziehen. Die Skala reicht von 1 bis 12.
Unter der Adresse www.uv-index.ch erhält man den aktuellen Tagsindex und weitere Informationen Betreff UV-Index.
Ein weiterer wichtiger Faktor für den Sonnenschutz ist der individuelle Hauttyp. Menschen mit dunkler Haut vertragen ein bisschen mehr Sonneneinwirkung als diejenigen mit heller Haut. Aber 8-tung!! Auch dunkelhäutige Menschen ................................
Montag, 25. Mai 2009
Thema der Woche 22
Stoffwechsel - langsam oder schnell?
Im Zusammenhang mit der Ernährung und speziell, wenn es ums ab- oder zunehmen geht, spricht man immer wieder von einem schnellen oder langsamen Stoffwechsel. Es gibt Leute, die können essen, was und wie viel sie wollen und die nehmen trotzdem nicht zu. Da hört man meist, das seien schlechte Futterverwerter. Schlechter Futterverwerter, was ist denn das? Zugeführte Energie wird verbraucht oder eingelagert und dabei bleibt eine Kalorie eine Kalorie. Bei diesen Leuten läuft einfach alles viel schneller ab. Der ganze Organismus ist voll hochtourig eingestellt, wie bei einem Hightech-Sportwagen. Da wird diese Mehr an Energie ganz einfach gebraucht und verbraucht.
Im Gegensatz dazu gibt es die Anderen, welche sich mit einem Apfel und einem Stück Brot begnügen und trotzdem die grösste Mühe haben, Gewicht zu verlieren. Die haben einen so lahmen Stoffwechsel, dass die Betroffenen meinen, sie nehmen zu, wenn sie nur schon ein Stück Kuchen anschauen. Warum ist das so? Wurde uns ein schneller oder ein langsamer Stoffwechsel etwa in die Wiege gelegt? Teilweise schon. Die Genetik spielt sicher bei manchen eine Rolle. Öfters jedoch ist speziell ein langsamer Stoffwechsel hausgemacht. Wie das?
Ganz einfach, mit jedem Nahrungsmangel bzw. Nährstoffmangel stellt sich der Stoffwechsel auf Katabolismus (Abbauprozesse) um. Nach etwa acht bis zehn Tagen wird der Grundumsatz gesenkt und das Stoffwechselgeschehen verlangsamt sich. So ein Nahrungsmangel ist jedoch in unseren Breitengraden höchst selten von äusseren Bedingungen (Hungersnot) abhängig, sondern meistens hausgemacht. Nennen wir es der Einfachheit halber, eine Diät machen.
Der Körper gewinnt bei Nahrungsentzug die notwendige Energie aus seinen Energiespeichern. Nacheinander werden so zur Deckung des Energiebedarfs Energievorräte in Form von Kohlenhydraten (z. B. Glykogen), Fetten (z. B. subkutanes Fettgewebe) und letztlich auch Proteinen (z. B. Muskulatur) angegriffen. Täglich werden etwa 150 g Triglyceride (Körperfett) aus dem Fettgewebe zu Fettsäuren und Glycerin abgebaut. Der größte Teil wird für die Energieversorgung von Muskeln, Herz und Nieren benötigt. Über die Gluconeogenese (Aufbauweg für Glucose) kann aus dem Muskeleiweiß (Aminosäuren) Energie für das Gehirn gewonnen werden, welches nur Glucose und einige wenige andere Stoffe (z. B. Ketonkörper aus der Ketogenese) zur Energiegewinnung verwenden kann.
Während einer Fasten- oder Hungerzeit oder eben einer Diät, kommt es zu einer gewissen Anpassung an den Nährstoffmangel. Diesen Vorgang nennt man Hungeradaptation. Der Stoffwechsel kann auf etwa 50 Prozent heruntergefahren werden. Der Glukoseverbrauch des Gehirns verringert sich auf 30 Prozent des Ausgangswertes beziehungsweise von 140 Gramm pro Tag auf 40 Gramm pro Tag. Der restliche Bedarf wird von den Ketonkörpern übernommen. Der Insulinspiegel fällt ab.
Zunächst werden die kurzfristig zur Verfügung stehenden Energiereserven des Menschen in Anspruch genommen. Dazu gehört das Glykogen („Stärke“) der Leber, Nieren und der Muskeln, das in Traubenzucker umgewandelt wird. Diese schnell zur Verfügung stehenden Energiereserven liegen bei zirka 1.600 Kalorien und sind innerhalb eines Tages verbraucht. Die Alkalireserven des Körpers sinken ab, der pH-Wert sinkt: es kommt also zu einer Ansäuerung. Diese metabolische Azidose (hier Hungerazidose) durch Anstieg freier Säuren ähnelt der Azidose bei der schweren unbehandelten Zuckerkrankheit. Der Körper verliert Wasser. Das Körpergewicht reduziert sich anfangs stark (vielleicht ein Kilogramm pro Tag), später weniger stark (bis etwa 500 Gramm pro Tag).
Nach der Mobilisierung der schnell zur Verfügung stehenden Energiereserven kommt es zu einem starken Eiweißverlust (zum Beispiel Muskelgewebe) von etwa 50 bis 70 Gramm pro Tag, dem sodann nach etwa zwei Wochen eine Umstellung des Stoffwechsels auf einen Eiweißsparmechanismus folgt, was unter anderem durch eine verminderte Eiweißausscheidung über den Urin erklärt werden kann. Eiweiß wird dann nur noch im Bereich von 20 bis 25 Gramm pro Tag verloren. Es kommt zur Bildung von so genannten Hungerödemen durch Wasseransammlung im Gewebe. Der Eiweißverlust wirkt sich auch auf das Immunsystem aus: es hat sich gezeigt, dass es während des Fastens häufiger zu Infekten kommt, beziehungsweise dass sich bestehende Infekte verschlimmern oder manifest werden.
Etwa 25 Prozent des Gewichtsverlustes geht auf das Konto des Muskelabbaus, wobei hier auch der Herzmuskel betroffen ist. Fett – hier hauptsächlich die Triglyceride – wird erst ab der ersten Woche nach Fastenbeginn abgebaut. Allerdings wird auch die Meinung vertreten, dass der Fettabbau schon nach dem Glykogenabbau beginnen soll und parallel zum Eiweißabbau verläuft. Der Fettabbau (Lipolyse) führt zur Bildung von Ketonkörpern (Aceton, Betahydroxybuttersäure, etc.). Die Körpertemperatur sinkt etwas ab. Ein extremes Beispiel ist hier der Winterschlaf bei Tieren. Blutdruck und Herzfrequenz sinken ab. Frauen werden wahrscheinlich eine Veränderung der Menstruation bemerken. Sie kann auch aufgrund der hormonellen Änderungen völlig ausbleiben.
All diese Notmassnahmen des Körpers führen dazu, dass er sich an die geringere Nahrungsmenge anpasst und der Stoffwechsel sehr langsam wird. Selbst mit weniger als 1000 Kalorien im Tag, wird dann kaum mehr Gewicht verloren. Das grösste Problem entsteht jedoch dann, wenn die Diät abgebrochen wird und der Körper wieder eine grössere Nahrungsmenge verarbeiten soll. Klar wird der Stoffwechsel jetzt wieder schneller, schneller dadurch, dass wieder mehr gegessen wird. Aber zu unserem Leidwesen geschieht dies nur sehr, sehr langsam. Der Körper braucht einiges an Zeit, bis sein Stoffwechsel wieder einigermassen normal ist. Bis zu drei Monaten kann das dauern. Und in dieser Zeit werden massiv Reserven gebildet. Reserven für die nächste Hungersnot (Diät)! Die Frustration ist gross. So gross, dass gleich die nächste Diät in Angriff genommen wird. Oft bevor der Stoffwechsel wieder normal läuft. Der Teufelskreis beginnt. Mit jeder Diät wird der Stoffwechsel langsamer und lahmer, bis dann wirklich überhaupt nichts mehr geht! Dick durch Diät kann man da nur noch sagen.
Was kann ich dagegen unternehmen und wie kriege ich wieder einen schnelleren Stoffwechsel? Zuerst einmal, nie oder nie mehr eine Diät machen. Wenn jemand in diesem Teufelskreis drinsteckt, muss er sich einiges an Zeit nehmen um da wieder raus zu kommen. Ich spreche da nicht von Wochen oder Monaten, sondern von Jahren! Jahre, in denen der Körper zuerst wieder lernen muss, grössere Nahrungsmengen zu verarbeiten und den Stoffwechsel generell zu erhöhen. Regelmässige Nahrungsaufnahme ist da ein Muss. Keine langen Pausen ohne Essen. Der Körper darf nie das Gefühl von Mangel bekommen. Deshalb z.B. ist es so wichtig am Morgen gleich zu frühstücken.
Als Ausgleich zur grösseren Essensmenge, muss unbedingt auf sehr viel Bewegung geachtet werden. Jede Art von Bewegung im Alltag zählt, aber ohne zusätzliche, bewusst geplante Einheiten, geht es kaum. Je mehr Energie, desto umfangreicher der Bewegungsanteil. Wir essen nicht zuviel, sondern bewegen uns für das, was wir essen, zuwenig! Das Ganze unbedingt unterstützen durch ein regelmässiges, intensives Krafttraining. Die Muskeln müssen aufgebaut werden und tragen so erheblich zu einem schnellen Stoffwechsel bei. Keine Angst vor grossen Muskeln. Das was dick macht oder den Körper unförmig aussehen lässt, ist immer das Fett.
Auf zu einem schnellen Stoffwechsel!
Auszüge im Text aus Wikipedia
Im Zusammenhang mit der Ernährung und speziell, wenn es ums ab- oder zunehmen geht, spricht man immer wieder von einem schnellen oder langsamen Stoffwechsel. Es gibt Leute, die können essen, was und wie viel sie wollen und die nehmen trotzdem nicht zu. Da hört man meist, das seien schlechte Futterverwerter. Schlechter Futterverwerter, was ist denn das? Zugeführte Energie wird verbraucht oder eingelagert und dabei bleibt eine Kalorie eine Kalorie. Bei diesen Leuten läuft einfach alles viel schneller ab. Der ganze Organismus ist voll hochtourig eingestellt, wie bei einem Hightech-Sportwagen. Da wird diese Mehr an Energie ganz einfach gebraucht und verbraucht.
Im Gegensatz dazu gibt es die Anderen, welche sich mit einem Apfel und einem Stück Brot begnügen und trotzdem die grösste Mühe haben, Gewicht zu verlieren. Die haben einen so lahmen Stoffwechsel, dass die Betroffenen meinen, sie nehmen zu, wenn sie nur schon ein Stück Kuchen anschauen. Warum ist das so? Wurde uns ein schneller oder ein langsamer Stoffwechsel etwa in die Wiege gelegt? Teilweise schon. Die Genetik spielt sicher bei manchen eine Rolle. Öfters jedoch ist speziell ein langsamer Stoffwechsel hausgemacht. Wie das?
Ganz einfach, mit jedem Nahrungsmangel bzw. Nährstoffmangel stellt sich der Stoffwechsel auf Katabolismus (Abbauprozesse) um. Nach etwa acht bis zehn Tagen wird der Grundumsatz gesenkt und das Stoffwechselgeschehen verlangsamt sich. So ein Nahrungsmangel ist jedoch in unseren Breitengraden höchst selten von äusseren Bedingungen (Hungersnot) abhängig, sondern meistens hausgemacht. Nennen wir es der Einfachheit halber, eine Diät machen.
Der Körper gewinnt bei Nahrungsentzug die notwendige Energie aus seinen Energiespeichern. Nacheinander werden so zur Deckung des Energiebedarfs Energievorräte in Form von Kohlenhydraten (z. B. Glykogen), Fetten (z. B. subkutanes Fettgewebe) und letztlich auch Proteinen (z. B. Muskulatur) angegriffen. Täglich werden etwa 150 g Triglyceride (Körperfett) aus dem Fettgewebe zu Fettsäuren und Glycerin abgebaut. Der größte Teil wird für die Energieversorgung von Muskeln, Herz und Nieren benötigt. Über die Gluconeogenese (Aufbauweg für Glucose) kann aus dem Muskeleiweiß (Aminosäuren) Energie für das Gehirn gewonnen werden, welches nur Glucose und einige wenige andere Stoffe (z. B. Ketonkörper aus der Ketogenese) zur Energiegewinnung verwenden kann.
Während einer Fasten- oder Hungerzeit oder eben einer Diät, kommt es zu einer gewissen Anpassung an den Nährstoffmangel. Diesen Vorgang nennt man Hungeradaptation. Der Stoffwechsel kann auf etwa 50 Prozent heruntergefahren werden. Der Glukoseverbrauch des Gehirns verringert sich auf 30 Prozent des Ausgangswertes beziehungsweise von 140 Gramm pro Tag auf 40 Gramm pro Tag. Der restliche Bedarf wird von den Ketonkörpern übernommen. Der Insulinspiegel fällt ab.
Zunächst werden die kurzfristig zur Verfügung stehenden Energiereserven des Menschen in Anspruch genommen. Dazu gehört das Glykogen („Stärke“) der Leber, Nieren und der Muskeln, das in Traubenzucker umgewandelt wird. Diese schnell zur Verfügung stehenden Energiereserven liegen bei zirka 1.600 Kalorien und sind innerhalb eines Tages verbraucht. Die Alkalireserven des Körpers sinken ab, der pH-Wert sinkt: es kommt also zu einer Ansäuerung. Diese metabolische Azidose (hier Hungerazidose) durch Anstieg freier Säuren ähnelt der Azidose bei der schweren unbehandelten Zuckerkrankheit. Der Körper verliert Wasser. Das Körpergewicht reduziert sich anfangs stark (vielleicht ein Kilogramm pro Tag), später weniger stark (bis etwa 500 Gramm pro Tag).
Nach der Mobilisierung der schnell zur Verfügung stehenden Energiereserven kommt es zu einem starken Eiweißverlust (zum Beispiel Muskelgewebe) von etwa 50 bis 70 Gramm pro Tag, dem sodann nach etwa zwei Wochen eine Umstellung des Stoffwechsels auf einen Eiweißsparmechanismus folgt, was unter anderem durch eine verminderte Eiweißausscheidung über den Urin erklärt werden kann. Eiweiß wird dann nur noch im Bereich von 20 bis 25 Gramm pro Tag verloren. Es kommt zur Bildung von so genannten Hungerödemen durch Wasseransammlung im Gewebe. Der Eiweißverlust wirkt sich auch auf das Immunsystem aus: es hat sich gezeigt, dass es während des Fastens häufiger zu Infekten kommt, beziehungsweise dass sich bestehende Infekte verschlimmern oder manifest werden.
Etwa 25 Prozent des Gewichtsverlustes geht auf das Konto des Muskelabbaus, wobei hier auch der Herzmuskel betroffen ist. Fett – hier hauptsächlich die Triglyceride – wird erst ab der ersten Woche nach Fastenbeginn abgebaut. Allerdings wird auch die Meinung vertreten, dass der Fettabbau schon nach dem Glykogenabbau beginnen soll und parallel zum Eiweißabbau verläuft. Der Fettabbau (Lipolyse) führt zur Bildung von Ketonkörpern (Aceton, Betahydroxybuttersäure, etc.). Die Körpertemperatur sinkt etwas ab. Ein extremes Beispiel ist hier der Winterschlaf bei Tieren. Blutdruck und Herzfrequenz sinken ab. Frauen werden wahrscheinlich eine Veränderung der Menstruation bemerken. Sie kann auch aufgrund der hormonellen Änderungen völlig ausbleiben.
All diese Notmassnahmen des Körpers führen dazu, dass er sich an die geringere Nahrungsmenge anpasst und der Stoffwechsel sehr langsam wird. Selbst mit weniger als 1000 Kalorien im Tag, wird dann kaum mehr Gewicht verloren. Das grösste Problem entsteht jedoch dann, wenn die Diät abgebrochen wird und der Körper wieder eine grössere Nahrungsmenge verarbeiten soll. Klar wird der Stoffwechsel jetzt wieder schneller, schneller dadurch, dass wieder mehr gegessen wird. Aber zu unserem Leidwesen geschieht dies nur sehr, sehr langsam. Der Körper braucht einiges an Zeit, bis sein Stoffwechsel wieder einigermassen normal ist. Bis zu drei Monaten kann das dauern. Und in dieser Zeit werden massiv Reserven gebildet. Reserven für die nächste Hungersnot (Diät)! Die Frustration ist gross. So gross, dass gleich die nächste Diät in Angriff genommen wird. Oft bevor der Stoffwechsel wieder normal läuft. Der Teufelskreis beginnt. Mit jeder Diät wird der Stoffwechsel langsamer und lahmer, bis dann wirklich überhaupt nichts mehr geht! Dick durch Diät kann man da nur noch sagen.
Was kann ich dagegen unternehmen und wie kriege ich wieder einen schnelleren Stoffwechsel? Zuerst einmal, nie oder nie mehr eine Diät machen. Wenn jemand in diesem Teufelskreis drinsteckt, muss er sich einiges an Zeit nehmen um da wieder raus zu kommen. Ich spreche da nicht von Wochen oder Monaten, sondern von Jahren! Jahre, in denen der Körper zuerst wieder lernen muss, grössere Nahrungsmengen zu verarbeiten und den Stoffwechsel generell zu erhöhen. Regelmässige Nahrungsaufnahme ist da ein Muss. Keine langen Pausen ohne Essen. Der Körper darf nie das Gefühl von Mangel bekommen. Deshalb z.B. ist es so wichtig am Morgen gleich zu frühstücken.
Als Ausgleich zur grösseren Essensmenge, muss unbedingt auf sehr viel Bewegung geachtet werden. Jede Art von Bewegung im Alltag zählt, aber ohne zusätzliche, bewusst geplante Einheiten, geht es kaum. Je mehr Energie, desto umfangreicher der Bewegungsanteil. Wir essen nicht zuviel, sondern bewegen uns für das, was wir essen, zuwenig! Das Ganze unbedingt unterstützen durch ein regelmässiges, intensives Krafttraining. Die Muskeln müssen aufgebaut werden und tragen so erheblich zu einem schnellen Stoffwechsel bei. Keine Angst vor grossen Muskeln. Das was dick macht oder den Körper unförmig aussehen lässt, ist immer das Fett.
Auf zu einem schnellen Stoffwechsel!
Auszüge im Text aus Wikipedia
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